Story°Teller

Ein Lyrisches Ich tischt auf

www.st-royale.com

Juli2010

Und es ist endlich online: Mein erstes Prospekt im Web – die neue Website für das Berliner Modelabel St. Royale. Zu finden unter www.st-royale.com.

st-royale

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Ideologie und Wissenschaft

Juni2010

Und hier ist er: Mein erster Artikel für die HUMBOLDT, die offizielle Zeitung der Humboldt-Universität. Vortrag gelesen, Interview geführt, Artikel geschrieben und schon war nach etwa zwei Stunden alles im Kasten über die Anfänge der Uni in der DDR. So geht’s manchmal…

Die HUMBOLDT gibt es an jedem gutsortierten Zeitungsständer an der HU und hier gibt es den Artikel online.

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Der unbescholtene Schotte

Juni2010

So ein wenig Dadaismus kann doch nicht schaden, oder? Außerdem gibt es hier nicht nur Einblicke in das WG-Leben zweier bekannter Männer und nicht nur eine Moral – nein: Es gibt auch viel Spaß beim lauten Vortragen!

Der unbescholtene Schotte

Schopenhauer und Chopin,
die hatten es schon schön:
Einer aß Schokolade, der and’re ne Schote,
so schwoften sie auf ihrer Kolchose.

Bis Chopin seine Schorle nem Schotten schenkte –
Schockschwerenot! So dachte Schopenhauer
und fand’s mehr als verschroben von Chopin.
Denn der schob ne ziemliche Chose:
Chapeau, charmanter Schotte! rief er;
Schopenhauer, scholastisch gebildet,
fand solches nicht gerade koscher
und schüttete sich seine Apfelschorle
bis zum letzten Schluck in den Schlund.

Schon schlimm, wie so sich Schopenhauer
vom unbescholtenen Schotten abschottete.

Schopenhauer und Chopin,
die hatten es schon schön:
Einer aß Schokolade, der and’re ne Schote,
so schwoften sie auf ihrer Kolchose.

Bis Chopin seine Schorle nem Schotten schenkte –
Schockschwerenot! So dachte Schopenhauer
und fand’s mehr als verschroben von Chopin.
Denn der schob ne ziemliche Chose:
Chapeau, charmanter Schotte! rief Chopin;
Schopenhauer, scholastisch gebildet,
fand solches nicht gerade koscher
und schüttete sich seine Apfelschorle
einsam schluchzend in den Schlund.

Schon schlimm, wie sich Schopenhauer so
vom unbescholtenen Schotten abschottete.

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Cassalera: Die verhexte Brezel

Juni2010

Und dieses Jahr ist es wieder soweit: Nach einer Idee von Bruno und mit vielen Einfällen der wunderbaren Cassalera-Leute habe ich unser diesjähriges Theaterstück geschrieben. (Und dabei dann auch noch quasi die Regie gemacht…)

Offizielle Premiere beim Hussitenfest 2010, weitere Aufführungen am 13.6., 12:30 und 15 Uhr. Wer uns sonst noch sehen möchte – einfach melden, wir kommen vorbei ;)

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Vorlage

April2010

Ach, was leben wir doch in einer durchorganisierten und effektiv strukturierten Welt! Hier wird sogar das Finden einer Partnerschaft zielgerichtet optimiert – aber: Warum muss das am Ende immer so zerfasern? Deswegen mein ganz spezieller Service mit dieser schönen Vorlage: Einfach benutzen und die Sache schnell und effizient klären.

Vorlage

Hiermit wird von meiner Seite aus die Beendigung der gemeinsamen Lebensabschnittsexistenz als gegeben beantragt. Diese Regelung betrifft mich als juristische Person sowie Sie in Funktion Ihrer Person bzw. Ihres Körpers bzw. einer Kombination beider Bestandteile, die eine Entsprechung in der bisher gültigen Regelung findet. Für die Entscheidungsfindung sind folgende Punkte einer nicht abschließenden Liste als relevant eingestuft worden:

  1. Die gemeinsame Zeit ist nicht unter ausreichender Maßgabe des Kriteriums der Effizienz geplant und durchgeführt worden. Insgesamt wurde insbesondere das Ergebnis des Kosten-Nutzen-Aspektes als nicht ausreichend evaluiert.
  2. Das Verhältnis wurde von Ihrer Seite aus in wiederholten Fällen durch das Schenken von rosenartigen Gewächsen, das Werfen von Blicken sowie den versuchten Vollzug körperlicher Handlungen beeinträchtigt. Dies führte insbesondere zu unter Punkt 1 aufgeführter Problematik.
  3. Unter Beachtung des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) ist außerdem ein Ausschluss der als potenziell vollzugfähig einzustufenden Vorgänge als nicht hinnehmbar einzuschätzen. Um einer Zuwiderhandlung zu entgehen, erscheint es zweckdienlich, diese Beziehung auszusetzen und in diesem Zuge die Gleichbehandlung auf eben jene Personengruppen auszudehnen.

Weitere Angaben und Erläuterungen zu den oben genannten Punkten sind zu finden in Anhang 2 Abschnitt A.

Einer Fortführung der Planung der Durchführung der gemeinsamen Zukunftsentwicklung kann daher nicht entsprochen werden. Eine Verlängerung des Kontaktes unter besonderer Beachtung des freundschaftlichen Weges ist allerdings u.U. und in angemessenem Umfang möglich.

Mit freundlichen Grüßen,
xxx

(Dieser Brief wurde maschinell erstellt und ist daher auch ohne Unterschrift gültig.)

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Axolotl Roadkill*

März2010

Nein, ich hänge mich nicht an eine breite Diskussion der Kulturkritik und das auch noch einige Wochen zu spät. Ich setze nur einfach eine Überschrift in einen neuen Kontext. Und das ist doch wohl erlaubt. Oder nicht?


Axolotl Roadkill*

*Copy and Paste
Copy and Paste

Fenster geht auf
Fenster geht zu

Copy and Paste
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Ein Text geht rein
Ein Text entsteht

Copy and Paste
Copy and Paste

Einmal kopiert 
Nie mehr gestoppt.

Copy and Paste
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Siehst Vater du
den Erlkönig nicht

Copy and Paste
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Sind so kreativ
und du kannst das auch

Copy and Post
Moderne Paste

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“Jud Süß – Film ohne Gewissen” (Rezension)

Februar2010

Bei der Berlinale 2010 war auch zu sehen: Ein Film über den Film “Jud Süß”. Für ein Referat hatte ich mich bereits mit dem Werk von 1940 beschäftigt und auch die Vorberichte zur neuen Verfilmung betrachtet. Nun also meine Rezension zu einem Film, der durchaus Brechreize bei mir ausgelöst hat.

“Jud Süß – Film ohne Gewissen”

Und zum Schluss der Berlinale basteln wir uns einen Propagandafilm: Oskar Roehler weiß, wie’s geht.

Mit „Jud Süß“ hat Regisseur Veit Harlan 1940 gezeigt, wie man Antisemitismus in einen Propagandafilm packt. Man braucht dazu erstens ein paar Stars und die gab es durchaus zu sehen –  Heinrich George, Vater von Götz George, war einer von ihnen. Zweitens muss ein Feindbild aufgebaut werden, also wurde schamlos gegen „die Juden“ gehetzt. Und schließlich kann ein Propagandafilm nur dann funktionieren, wenn abgestritten wird, dass es ein Propagandafilm ist und so ließ man die Uraufführung ganz unverdächtig auf den Filmfestspielen in Venedig stattfinden.

Zum 70. Jahrestag der Premiere lässt Oskar Roehler „Jud Süß“ wieder auferstehen und befolgt beflissentlich die goldenen Regeln für Propagandafilme: So lässt er mit Tobias Moretti (der einst an der Seite von „Komissar Rex“ spielte), Moritz Bleibtreu (eben noch Andreas Baader im „Baader Meinhof Komplex) und weiteren Gesichtern die Riege deutscher und österreichischer Filmschauspieler auftreten. Roehlers Film ist nämlich – Ironie der Geschichte – eine deutsch-österreichische Co-Produktion.

Und auch „Jud Süß 2010“ hat seinen Feind gefunden: „Jud Süß 1940“. Von Beginn an lauert der Film als dunkle Bedrohung, um in der heilen Welt des sauberen Schauspielers Ferdinand Marian zuzuschlagen. Die Katastrophe für den Künstler besteht darin, dass er schließlich nur noch mit der Titelrolle identifiziert wird, die er spielen musste und das treibt ihn schließlich in den Tod. Daneben fungierte „Jud Süß“ für antisemitische Mobilmachungen, aber das wird in „Jud Süß 2010“ nur soweit gestreift, wie es für die moralische Verzweiflung der Hauptfigur wichtig ist.

Schließlich kommt „Jud Süß“ als Remake nie in den Verdacht ein Propagandafilm zu sein. Da können noch so viele Zitate aus der Vorlage gebracht werden: Als Rezitationen, beim Besuch auf dem Set, bei nachgedrehten Szenen und schließlich bei Originalszenen, bei denen die Köpfe der Schauspieler des aktuellen Films einkopiert wurden. Oskar Roehler bedient sich derart schamlos beim Bild- und Textfundus des Originals, dass Veit Harlan gerechterweise als Co-Regisseur genannt werden müsste. Aber was bedeutet schon Gerechtigkeit in einem Film, der Witze von Nazis, Poesie von Nazis und Sex von Nazis aneinanderreiht, jüdische Menschen aber in drittklassige Statistenrollen zwängt? Wie wichtig ist das überhaupt in einem Film, der wie sein Vorläufer historische Wahrheit beansprucht, sie aber genauso wenig einlöst? Was ist überhaupt von einem Film zu halten, der sämtliche antisemitischen Stereotype aufgreift, die sein Vorbild 1940 entworfen hat und dabei die Verantwortung von den Beteiligten auf Joseph Goebbels verschiebt? Die aktuelle Produktion nennt die Version von 1940 einen „Film ohne Gewissen“. Dieser Film ist aber nicht besser, denn er weiß, was er tut.

Joseph Goebbels wäre stolz auf Sie, Oskar Roehler.

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Abgeschlossene Dramen #1

Februar2010

Und mit den “Abgeschlossenen Dramen” beginne ich eine Reihe, die ich wahrscheinlich niemals weiter führen werde. Schade eigentlich, bislang ist es ja nicht so schlecht… 

Abgeschlossene Dramen #1

Er dachte sich nichts dabei, als er an jenem Experiment teilnahm. Er ging in den dunkelroten Klinkerbau des Instituts, wurde eingewiesen und saß kurz später mit einem Doktoranden in einem Seminarraum. Dort bekam er verschiedene Porträtaufnahmen, die er in bestimmte Kategorien einsortieren sollte. Es war ein beträchtlicher Stapel mit ganz unterschiedlichen Gesichtern, doch eines war dabei, das sein Leben ändern sollte. Es gelang ihm, das Bild an sich zu nehmen und als das Experiment beendet war und er hinaustrat, da machte er sich auf die Suche. Und er verbrachte die kommenden Jahre damit, jene Frau zu finden, in deren Anblick er sich sofort verliebt hatte. Bedauerlicherweise hatte ihm aber niemand verraten, dass bei dem Experiment ausschließlich am Computer erzeugte Gesichter verteilt worden waren.

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How I ended this Summer (Rezension)

Februar2010

Zur Berlinale 2010 hat es endlich geklappt mit den Pressekarten und so konnte ich diesen russischen Film sehen und für die Website der UnAufgefordert rezensieren. An den Film gingen dann übrigens auch einige silberne Bären.

Berlinale 2010: How I ended this Summer

Eigentlich ist „How I ended this summer“ ungeeignet für eine Vorführung im Kino. Denn während im Saal getuschelt und geknistert wird, geht es auf der Leinwand vor allem um Isolation und Einsamkeit in der russischen Arktis.

Der Zuschauer wird in Tschukotka, dem nordöstlichsten Zipfel Russlands ausgesetzt. In einer unwirtlichen Tundra-Gegend arbeiten zwei Männer in einer Wetterstation: der ältere Sergei und Pavel, der zum ersten Mal an diesem Ort ist. Die unterschiedlichen Charaktere führen dabei zu Situationen, wie es sie auch in Wohngemeinschaften geben kann: Während Sergei die Einsamkeit sucht und dabei regelmäßig die Messungen der antiquierten Instrumente per Funk durchgibt, sucht Pavel, stets mit mp3-Player unterwegs, das Abenteuer und vertraut den Computer-Messdaten. Als Sergei die Station zum Fischen verlässt, erhält Pavel eine wichtige Nachricht für ihn und verschläft die Messungen. Er zeigt sich nicht in der Lage, Sergei die beunruhigenden Neuigkeiten zu sagen und mit dessen Vorwürfen umzugehen und verstrickt sich Ausflüchte, Schuldgefühle und Angst.

Alexei Popogrebsky, Regisseur und Autor, vertraut seinen beiden einzigen Charakteren und sie tragen den Film auf eine sehr berührende Weise. Ihre Geschichten und Motivationen bleiben zum großen Teil im Dunkeln und so stehen sie mit ihrer Komplexität und ihren widersprüchlichen Gefühlen im Mittelpunkt. Unterstützt werden sie dabei von der dritten Hauptdarstellerin: ihrer Umgebung. Die Station selbst ist nicht mehr rustikal, aber noch nicht verfallen und nicht weit entfernt steht eine radioaktive Boje. Und über all der Einsamkeit und Stille liegt immer wieder ein Rauschen: das des Meeres und die Geräusche der Funkanlage, der einzigen Verbindung zur Außenwelt.

Im Verlauf des Handlung rückt die Landschaft selbst mehr und mehr in den Mittelpunkt – der kalte scharfe Stein und dichter Nebel ebenso wie die wechselnden Farben des Himmels und dahin gleitende Eisschollen – sie alle gehören zu dem, was in den Figuren passiert. Man muss dem Film dankbar sein, dass er nicht versucht, Erklärungen und Lösungen dafür anzubieten, sondern die Protagonisten in ihrem Stolz und ihrer Verletzbarkeit bei sich lässt.

Und wenn der Film vorbei geht, dann hat er auch eine Einsamkeit im Zuschauer ausgelöst, ganz losgelöst von den vielen Menschen, die wieder tuscheln und knistern.

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haus to beat

Februar2010

Und es ist doch immer wieder entspannend, Musikvideos völlig sinnfrei zu einem Mash-Up zusammenzuschneiden. Diesmal hat’s Mr Jackson und und Mr Fox getroffen in einem Mix von mash2mix:

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