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	<title>Story°Teller &#187; Geschichten</title>
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	<description>Ein Lyrisches Ich tischt auf</description>
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		<title>Abgeschlossene Dramen #1</title>
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		<pubDate>Mon, 22 Feb 2010 13:28:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Silvio Schwartz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geschichten]]></category>

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		<description><![CDATA[Und mit den &#8220;Abgeschlossenen Dramen&#8221; beginne ich eine Reihe, die ich wahrscheinlich niemals weiter führen werde. Schade eigentlich, bislang ist es ja nicht so schlecht&#8230;  Abgeschlossene Dramen #1 Er dachte sich nichts dabei, als er an jenem Experiment teilnahm. Er ging in den dunkelroten Klinkerbau des Instituts, wurde eingewiesen und saß kurz später mit einem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Und mit den &#8220;Abgeschlossenen Dramen&#8221; beginne ich eine Reihe, die ich wahrscheinlich niemals weiter führen werde. Schade eigentlich, bislang ist es ja nicht so schlecht&#8230; <div class="toggle"></p>
<h3>Abgeschlossene Dramen #1</h3>
<p>Er dachte sich nichts dabei, als er an jenem Experiment teilnahm. Er ging in den dunkelroten Klinkerbau des Instituts, wurde eingewiesen und saß kurz später mit einem Doktoranden in einem Seminarraum. Dort bekam er verschiedene Porträtaufnahmen, die er in bestimmte Kategorien einsortieren sollte. Es war ein beträchtlicher Stapel mit ganz unterschiedlichen Gesichtern, doch eines war dabei, das sein Leben ändern sollte. Es gelang ihm, das Bild an sich zu nehmen und als das Experiment beendet war und er hinaustrat, da machte er sich auf die Suche. Und er verbrachte die kommenden Jahre damit, jene Frau zu finden, in deren Anblick er sich sofort verliebt hatte. Bedauerlicherweise hatte ihm aber niemand verraten, dass bei dem Experiment ausschließlich am Computer erzeugte Gesichter verteilt worden waren.</p>
<hr /><small>
Originalbeitrag: <a href="http://storyteller.adwebture.de/2010/abgeschlossene-dramen-1/">http://storyteller.adwebture.de/2010/abgeschlossene-dramen-1/</a><br />
Copyright &copy; 1993 - 2010 <a href="http://storyteller.adwebture.de/"> http://storyteller.adwebture.de</a><br /> This feed is for personal, non-commercial use only. <br /> The use of this feed on other websites breaches copyright. If this content is not in your news reader, it makes the page you are viewing an infringement of the copyright. (Digital Fingerprint:<br /> 2e1b6df8b1ac884a095158ddfdcc8ed3)</small></div>]]></content:encoded>
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		<title>Das Vergeßen</title>
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		<pubDate>Tue, 17 Nov 2009 17:07:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Silvio Schwartz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geschichten]]></category>
		<category><![CDATA[parodie]]></category>

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		<description><![CDATA[Ist es möglich, eine Parodie auf Franz Kafka zu schreiben? Ich habe keine Ahnung, nichtsdestotrotz habe ich es probiert. Wobei ich das Gefühl nicht loswerde, dass Kafka in den letzten Kapiteln von &#8220;Das Schloss&#8221; pure Parodie auf sich selbst betrieben hat. Das Vergeßen L. trat auf die Straße, als ein stiller Schrei in der Dunkelheit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><!-- 		@page { margin: 2cm } 		P { margin-bottom: 0.21cm } --></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Ist es möglich, eine Parodie auf Franz Kafka zu schreiben? Ich habe keine Ahnung, nichtsdestotrotz habe ich es probiert. Wobei ich das Gefühl nicht loswerde, dass Kafka in den letzten Kapiteln von &#8220;Das Schloss&#8221; pure Parodie auf sich selbst betrieben hat.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">
<p><div class="toggle"></p>
<h3 style="margin-bottom: 0cm;">Das Vergeßen</h3>
<p style="margin-bottom: 0cm;">L. trat auf die Straße, als ein stiller Schrei in der Dunkelheit der Nacht erschallte. Nachdem L. dies gesehen und vielmehr noch, nachdem er dies gehört hatte, waren die Dinge nicht mehr so anzusehen, wie dies vorher noch der Fall gewesen war. Zwar gab es Ausnahmen, kleine Banalitäten hier und durchaus beträchtliche Angelegenheiten dort, doch konnten sie in ihrer Gesamtheit nichts gegen den Eindruck ausrichten, dem L. nun nachhing.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Dabei war L. in keiner nennenswerten Weise in den Vorgang involviert, nicht einmal mit dem kleinsten Bestandteil des Geschehens konnte ihm irgendeine Verbindung nachgesagt werden, nur auf höheren Ebenen hätten sich Verschränkungen auffinden lassen können, welche jedoch aufgrund ihrer Größe und ihrem Umfang dermaßen allgemein hätten formuliert werden müssen, dass sie nicht auf eine ausschließliche und konkrete Weise die Person oder auch nur das Wesen L.&#8217;s hätten erfassen können. Andererseits fühlte L. selbst eine äußere und vor allem innere Teilnahme, die in vielerlei Hinsicht nicht einmal von denjenigen empfunden worden ist, bei denen dies tatsächlich der Fall gewesen ist. Aber auch von diesen unterschied sich L. erheblich, so fühlte er etwa ein Unwohlsein, genauer eine Schläfrigkeit, wodurch ihnen gegenüber nichts hätte fremder sein können. L. wusste, ja ahnte von alldem nichts und was hätte es ihm gebracht, dies alles zu überblicken? War es nicht weit eher als ein ungeheurer Vorteil einzuschätzen, dass L. sich ohne Kenntnis derjenigen Dinge, die schließlich auch nicht sehr gefestigt und eindeutig waren, eine eigene, da ja unbeteiligte Meinung bilden konnte? Und war er so nicht verhältnismäßig näher an der Wahrheit, als es denen, die doch viel unmittelbarer beteiligt waren, jemals hätte möglich sein können? So zumindest erklärte sich L. den offen liegenden Widerspruch zwischen der einen Seite, die unverhüllt und zugänglich aufzufinden war und der anderen Seite, die bei weitem direkter und wahrhaftiger erschien. Diese Gedanken begleiteten L. und während er unentwegt seinem Weg zu folgen suchte, spürte er eine Empfindung, mit der ihm nichts anzufangen gelang, genauso wenig wenig wie mit der fortwährend drückend werdenden Stille, die er in dieser Finsternis bereits vollkommen vergessen hatte.</p>
<hr /><small>
Originalbeitrag: <a href="http://storyteller.adwebture.de/2009/das-vergesen/">http://storyteller.adwebture.de/2009/das-vergesen/</a><br />
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		<title>Der Ideenjäger</title>
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		<pubDate>Sun, 01 Mar 2009 18:28:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Silvio Schwartz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geschichten]]></category>

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		<description><![CDATA[Dies ist eine Hommage. Sie soll die schier wahnwitzige Kreativität würdigen, die in den Werken von Jasper Fforde steckt. Eine nachvollziehbare Inhaltsangabe der sogenannten BookWorld-Novels ist nicht so leicht, deshalb nur soviel: Die Protagonistin Thursday Next kann sich direkt in Bücher hinein bewegen und trägt dort zum Schutz der Werke bei. Dort gibt es außerdem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Dies ist eine Hommage. Sie soll die schier wahnwitzige Kreativität würdigen, die in den Werken von <a href="http://www.jasperfforde.com">Jasper Fforde</a> steckt. Eine nachvollziehbare Inhaltsangabe der sogenannten BookWorld-Novels ist nicht so leicht, deshalb nur soviel: Die Protagonistin Thursday Next kann sich direkt in Bücher hinein bewegen und trägt dort zum Schutz der Werke bei. Dort gibt es außerdem den &#8220;Brunnen der Manuskripte&#8221;, in dem Ideen für Geschichten gehandelt und zusammen gestellt werden. Gewissermaßen eine konsequente Personifizierung von allem, was man so aus Büchern kennt. Und in dieser Welt spielt auch folgende Geschichte, die aber nicht einmal ansatzweise an das Vorbild heranreicht. Besorgt euch deshalb auf alle Fälle den <a href="http://www.amazon.de/Fall-Jane-Eyre-Jasper-Fforde/dp/3423210141/">&#8220;Fall Jane Eyre&#8221;</a>, den ersten Roman der Reihe. Oder gleich <a href="http://www.amazon.de/The-Eyre-Affair-Thursday-Next/dp/034073356X/">&#8220;The Eyre Affair&#8221;</a>, denn im Original kommen die englischen Wortspiele natürlich viel besser zur Geltung.</p>
<p><div class="toggle"></p>
<h3>Der Ideenjäger</h3>
<p><em>Zur Genealogie der Gedanken und der Genese eines Geschäftsmodells</em></p>
<p>Er pirschte sich vorsichtig heran, er beobachtete und lauschte, roch und schnüffelte – er war auf der Jagd nach Ideen, denn er war Ideenjäger.</p>
<p>Hörte er da Musik, eine Melodie? Die nutzte ihm nichts, denn was er brauchte, das war die Idee für eine Musik. Was er brauchte, waren die Dinge, die existieren, aber noch nicht da sind. Die Dinge, die nicht real sind und zugleich irgendwie vorhanden sind. Dort, wo sich das Werden und Nochnichtsein treffen, da ließen sie etwas entstehen – und dort ließ sich auch am besten Beute machen. Und dort waren sie auch am schwierigsten zu finden.</p>
<p>Es war später Nachmittag. Ein geübter Ideenjäger ging nie vorher auf die Suche, denn die meisten Ideen kommen erst später. Dann, wenn die Dunkelheit kommt, dann kommen auch die Ideen, mitunter auch die guten und die besten. Die sind am schwierigsten zu erwischen. Nicht etwa, weil sie so selten wären – gute Ideen gibt schließlich wie Sand am Meer. Einige Ideenjäger schwören deswegen darauf, einfach Sand vom Meer zu nehmen und es als gute Idee zu verkaufen. Wer schon länger im Ideengeschäft tätig ist, kann darüber nur lachen: Metaphern als letzte Wahrheit ansehen, welch ein Anfängerfehler! Nichtsdestotrotz gehen sie weg wie warme Semmeln.</p>
<p>Der Ideenjäger sah sich um. Da! Was war das? Zwei Menschen? Sie redeten miteinander&#8230; Womöglich konnte er die Geburt einer Idee erleben. Junge Ideen werden oft in der Nähe von Menschen geworfen. Noch nie wurde die Entstehung einer Idee fernab von Menschen beobachtet, doch dies könnte daran liegen, dass dann auch niemand dabei war, um dieses Phänomen miterleben zu können.Inzwischen hatte sich der Jäger den Menschen genähert, bei denen es sich offenbar um einen Mann und eine Frau handelte. Der Ideenjäger wurde misstrauisch und beobachtete sie genauer. Diesen Blick zwischen ihnen hatte er bereits tausendfach gesehen. Er verhieß oft, dass bald die guten Ideen nur so sprudeln würden. Eine trügerische Verheißung. Denn hier war etwas abzusehen, das in Fachkreisen als „Glühbirnen-Effekt“ bezeichnet wurde: Viel Energie wird aufgewendet, um letztlich nur für ein durchschnittliches Leuchten zu sorgen, dass außerdem noch erheblichen Schwankungen unterworfen ist. Meistens entsteht also heiße Luft, vielleicht die Wiederholungen abgestandener Ideen und bestenfalls werden alte Gedanken aufgefrischt. Nur unerfahrene Ideenjäger warteten hier auf einen guten Fang, aber er war Profi und suchte weiter.</p>
<p>Tatsächlich verfügen die besten Ideen über raffinierte Tricks, um nicht gefunden zu werden. So halten sie sich gerne in der Nähe der Jäger auf, umschwirren ihre Köpfe – und doch sind sie schnell genug weg, wenn man sie fasssen will. Es bereitet ihnen einen Höllenspaß, greifbar und doch nicht erreichbar zu sein. Andere Ideen lassen sich bereitwillig fangen und das sollte erfahrene Jäger stutzig machen. Wissen sie doch, dass es sich dabei nur um ahumane Ideen handeln kann: Großartige Gedanken, die von einleuchtender Eleganz nur so leuchten, aber beim direkten Kontakt mit Menschen zu einer erschreckenden Einfachheit zerfallen und damit nutzlos werden.</p>
<p>Die gewissenhafte Vorbereitung bildete das Fundament einer erfolgreichen Ideenjagd. Viele seiner Kollegen schwörten auf uralte Mittel, die der Legende nach von den ersten erjagten Ideen selbst stammen sollen. Die Jäger kratzten sich die Köpfe, tranken abends einen guten Wein oder türmten reihenweise leere Blätter um sich auf, um die Ideen anzulocken. Der erfahrene Jäger benötigte solche Hilfsmittel nicht, die entweder aus Aberglauben oder purer Verzweiflung angewandt wurden. Er spazierte einfach herum und versuchte nicht daran zu denken, dass er auf der Jagd war. Nur dumme Ideen werfen sich aufmerksamen Jägern an den Hals. Hintergründige Ideen fallen vor allem dadurch auf, dass sie nicht auffallen wollen. Als erfolgreicher Jäger muss man sich auf eine gedankliche Ebene mit den gewünschten Ideen begeben.</p>
<p>Die gewieftesten unter den besten Ideen wenden also eine Taktik an, die selbst die langjährigsten Ideenjäger täuschen kann: Sie verbergen ihren wahren Charakter und erscheinen entweder als völlig belanglose Gedanken, die mit ein paar ahnungslos arrangierten Alliterationen ihre angebliche Armseligkeit zu verdecken suchen. Oder sie wirken, als wären sie schon früher einmal da gewesen und betreten betont ausgelatschte Pfade. In beiden Fällen interessiert sich natürlich kaum ein Jäger für sie. Tatsächlich werden diese Art von Ideen meist nur von zwei Gruppen entdeckt: Auf der einen Seite wären da Blinde Hühner zu nennen, die immer wieder auf überaus überragende Ideen stoßen. Deren Professionalität muss jedoch angezweifelt werden, da sie prinzipiell alles für eine überaus überragende Idee halten, was sie vor ihre Schnäbel bekommen und finden Körner noch toller.</p>
<p>Auf der anderen Seite steht die Eliteklasse unter den Ideenjägern, die nicht nur eine große Erfahrung im täglichen Umgang mit großen und kleinen Ideen vorweisen kann, sondern auch interdisziplinär gebildet ist: Solche Jäger können philosophische Geistesblitze von physikalischen Kugelblitzen unterscheiden und teilen oft ganz natürlich eine Schätzung mathematischer Axiome. Sie wissen ganz genau, wann ein langer Bart unecht sind oder eine fröhliche Melodie nur der Tarnung dient. Denn diese Jäger haben einen sechsten Sinn dafür, wenn sie von einer guten Idee verarscht werden.</p>
<p>Heutzutage ist die Ideenjagd derart professionalisiert, dass es einen beständigen Zustrom eines kreativen Flusses geben könnte. Könnte – denn inzwischen hat sich eine neue Gefahr offenbart: Die Gedankengänge selbst sind bedroht. Es wird zusehends schwieriger, gute Ideen zu entdecken, ja, überhaupt irgendwelche Ideen aufzustöbern. Im Lärm lauter Musik ist feiner Klang kaum zu vernehmen, in kleinen Pamphleten finden sie wenig Platz und zwischen dickgedruckten Wörtern müssen sie ständig um ihre Existenz bangen. Beim Anblick flimmernder Bildschirme liegen sie gleich tausendfach darnieder, wenngleich es Exemplare gibt, die sich anpassen konnten. Am schlimmsten aber wiegen die platidüdinellen Infektionen, die sich immer weiter ausbreiten. Wer heute noch als Ideenjäger leben will, muss daher einige Ideale an den Nagel hängen und hart für seine Ideen arbeiten. Daneben sollte man auf die Macht der Zufälle vertrauen und dabei nicht vergessen einen einprägsamen Geschäftsnamen und eine passende Marktnische für die eigenen Ideen zu finden.</p>
<p>Der Ideenjäger hatte dies getan: Mit seinem Unternehmen „Die Ideen des März“ belieferte der Ideenjäger Helmut März seine frisch gefangenen Ideen vor allem an die Großhändler des Kreativmarktes. Hier schätzte man seine Ware, wenngleich er nicht mit den Preisen der Massenideenhaltung oder der Wirkmächtigkeit der Ideologen mithalten konnte, die meist mit hochgezüchtetem Gedankengut aufwarten konnten. Die Produkte der Konkurrenz ließen sich aber oft nicht kontrollieren oder waren einander zu ähnlich. März konnte sich daher als Anbieter beständiger und langlebiger Ideen einen Namen machen. Welchen, das wusste er noch nicht, aber würde sicherlich bei Gelegenheit eine Idee bekommen.</p>
<hr /><small>
Originalbeitrag: <a href="http://storyteller.adwebture.de/2009/der-ideenjager/">http://storyteller.adwebture.de/2009/der-ideenjager/</a><br />
Copyright &copy; 1993 - 2010 <a href="http://storyteller.adwebture.de/"> http://storyteller.adwebture.de</a><br /> This feed is for personal, non-commercial use only. <br /> The use of this feed on other websites breaches copyright. If this content is not in your news reader, it makes the page you are viewing an infringement of the copyright. (Digital Fingerprint:<br /> 2e1b6df8b1ac884a095158ddfdcc8ed3)</small></div>]]></content:encoded>
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		<title>Gespräch zwischen dem System und mir</title>
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		<pubDate>Sat, 08 Mar 2008 22:51:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Silvio Schwartz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Uni]]></category>

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		<description><![CDATA[Das ist teilweise beeinflusst von Ahnes &#8220;Zwiegesprächen mit Gott&#8221;, teilweise von Agent Smith aus der Matrix-Trilogie und teilweise aus systemtheoretischen Diskussionen in Uni-Seminaren. Ursprünglich war ich auf der Suche nach einer Figuren-Konstellation, die so etwas wie eine Fortsetzungsgeschichte möglich machen könnte. Aber irgendwie ist hier schon mit der ersten Folge Schluss&#8230; Gespräch zwischen dem System [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das ist teilweise beeinflusst von <a title="Wikipedia" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Arne_Seidel" target="_blank">Ahnes</a> &#8220;Zwiegesprächen mit Gott&#8221;, teilweise von Agent Smith aus der Matrix-Trilogie und teilweise aus systemtheoretischen Diskussionen in Uni-Seminaren. Ursprünglich war ich auf der Suche nach einer Figuren-Konstellation, die so etwas wie eine Fortsetzungsgeschichte möglich machen könnte. Aber irgendwie ist hier schon mit der ersten Folge Schluss&#8230;</p>
<p align="LEFT"><div class="toggle"></p>
<h3>Gespräch zwischen dem System und mir</h3>
<p align="LEFT">Warum ich keine Geschichte über es schreiben kann:</p>
<ul>
<li>
<p align="LEFT">ich habe gehört, du 	möchtest eine geschichte über mich schreiben?</p>
</li>
<li>
<p align="LEFT">Na, hatte ich mal kurz 	angedacht. Es kommen mir ja immer wieder Gedanken, die meisten sind 	erst total unausgegoren, aber irgendwann werde ich&#8230;</p>
</li>
<li>
<p align="LEFT">lass es sein.</p>
</li>
<li>
<p align="LEFT">Was?</p>
</li>
<li>
<p align="LEFT">lass es sein.</p>
</li>
<li>
<p align="LEFT">Aber wieso? Das könnte 	spannend werden, eine literarische Herausforderung! Eine Erzählung, 	die wirklich knallhart das System selbst in den Mittelpunkt stellt!</p>
</li>
<li>
<p align="LEFT">das ist doch quatsch.</p>
</li>
<li>
<p align="LEFT">Wie jetzt?</p>
</li>
<li>
<p align="LEFT">also, eine überzeugende 	geschichte mit mir in der hauptrolle, das geht doch nicht!</p>
</li>
<li>
<p align="LEFT">Na, dann bin ich halt 	der erste!</p>
</li>
<li>
<p align="LEFT">blödsinn, das system 	ist das system und nicht irgendein x-beliebiger protagonist!</p>
</li>
<li>
<p align="LEFT">Oh, da fühlt sich ja 	jemand in seiner Eitelkeit verletzt!</p>
</li>
<li>
<p align="LEFT">nicht im geringsten. 	ich versuche dir nur klar zu machen, dass du zwangsläufig, dass du 	zwangsläufig an mir vorbei schreiben wirst, wenn du über mich 	schreibst.</p>
</li>
<li>
<p align="LEFT">Das is ja mal ne Sache. 	Biste dir sicher?</p>
</li>
<li>
<p align="LEFT">auf jeden fall. nicht 	nur, dass es unmöglich ist, die komplexität und allumfassenheit 	meines daseins angemessen darzustellen; gleichzeitig leugnest du 	dann wahrscheinlich die verantwortung von jedem handelnden 	individuum. wahrscheinlich auch von jedem nicht-handelnden 	individuum, aber ich wollte da gar nicht soweit ausholen.</p>
</li>
<li>
<p align="LEFT">Hm.</p>
</li>
<li>
<p align="LEFT">tut mir leid, wenn ich 	dich erschlagen habe. aber ich bin halt das system, da ist sowas 	immanent.</p>
</li>
<li>
<p align="LEFT">Hm. Und wenn ich 	einfach nur mit dir rede?</p>
</li>
<li>
<p align="LEFT">rede?</p>
</li>
<li>
<p align="LEFT">Ja, so eine Art 	Interview. Du plauderst einfach ein wenig und ich sage vielleicht 	auch mal was, so zwischendurch.</p>
</li>
<li>
<p align="LEFT">tja, du wirst zwar 	hören, was ich sage, aber dadurch kommst du doch mir selbst 	überhaupt nicht näher. ich wär ja auch schön blöd, wenn ich als 	system einfach mal so alles frei ausquatschen würde. aber ich lass 	es mir mal durch den kopf gehen. du weißt ja, wo du mich findest.</p>
</li>
</ul>
<hr /><small>
Originalbeitrag: <a href="http://storyteller.adwebture.de/2008/gesprach-zwischen-dem-system-und-mir/">http://storyteller.adwebture.de/2008/gesprach-zwischen-dem-system-und-mir/</a><br />
Copyright &copy; 1993 - 2010 <a href="http://storyteller.adwebture.de/"> http://storyteller.adwebture.de</a><br /> This feed is for personal, non-commercial use only. <br /> The use of this feed on other websites breaches copyright. If this content is not in your news reader, it makes the page you are viewing an infringement of the copyright. (Digital Fingerprint:<br /> 2e1b6df8b1ac884a095158ddfdcc8ed3)</small></div>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Ein Leben</title>
		<link>http://storyteller.adwebture.de/2006/ein-leben/</link>
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		<pubDate>Wed, 06 Sep 2006 00:45:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Silvio Schwartz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geschichten]]></category>

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		<description><![CDATA[An diesem Text habe ich ziemlich lange gesessen. 2005 hatte ich die Idee, die auf Erfahrungen und Inspirationen in den Gender Studies beruhte und begann mit einer ersten Version. Der Arbeitstitel lautete „Nicht komplett“. Zu der Zeit las ich auch ziemlich viel Kafka und unter diesem Eindruck schrieb ich den Text soweit um, dass kaum [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="margin-bottom: 0cm; line-height: 150%;" align="justify">An diesem Text habe ich ziemlich lange gesessen. 2005 hatte ich die Idee, die auf Erfahrungen und Inspirationen in den Gender Studies beruhte und begann mit einer ersten Version. Der Arbeitstitel lautete „Nicht komplett“. Zu der Zeit las ich auch ziemlich viel Kafka und unter diesem Eindruck schrieb ich den Text soweit um, dass kaum etwas davon übrig blieb. Was zuvor explizit genannt wurde, war nun gerade noch vage zu erahnen und auch die Perspektive des Erzählers verschob sich etwas. Dass einige Stellen an &#8220;1984&#8243; und vielleicht auch andere Science-Fiction-Klassiker erinnern, dürfte wahrscheinlich auch kein Zufall sein&#8230;</p>
<p style="margin-bottom: 0cm; line-height: 150%;" align="justify"><div class="toggle"></p>
<h3>Ein Leben</h3>
<p style="margin-bottom: 0cm; line-height: 150%;" align="justify">Gynos verstand nicht. Es ist nicht ganz klar, ob er nicht konnte oder nicht wollte, aber dies spielt letztlich doch eine untergeordnete Rolle. Weitaus wichtiger erscheint das Ergebnis der vielen Gespräche, die er geführt hat, die vielen Untersuchungen, um die optimale Arbeitsstelle für seine Person zu finden. So mannigfaltig die Orte und unterschiedlich die Gesprächspartner, so eindeutig die Aussage, die jeweils am Ende stand: Nie hatte er die passende Aufgabe für sich gewählt, in keinem Fall hätte er seine Fähigkeiten, sein Wissen und sein Können für alle Seiten zufriedenstellend einsetzen können. Dies mag im jeweiligen Augenblick äußerst ungerecht erscheinen, doch würde er selbst immer wieder die detaillierte Arbeit der Optimal-Interpolatoren zu schätzen wissen – schließlich zielen sie mit ihrem feinen Abwägen angebotener und verlangter Fähigkeiten nicht nur auf eine fein justierte Gesellschaft, sondern vor allem auf ein erfülltes Leben jeder einzelnen Person darin ab. So erklärt sich auch die unermüdliche Suche von Gynos.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm; line-height: 150%;" align="justify">
<p style="margin-bottom: 0cm; line-height: 150%;" align="justify">Gynos saß bei Reut, mit dem er einen überaus hohen Prozentsatz von Gemeinsamkeiten in Bezug auf Interessen, Vorlieben und Ablehnungen teilte. Sie wohnten im gleichen Wohndistrikt, hatten ein ähnliches Alter und nahmen regelmäßig mit Alkoholwirkstoffen versetzte Getränke im gleichen Trinklokal zu sich. Reut verstand besser als Gynos, doch bedeutete dies nicht, dass er deshalb Gynos verstanden hätte. Dies vermochte niemand, Gynos eingeschlossen. Reut verstand, wie sinnvoll und effizient die Arbeit, das Leben und der Rest organisiert waren und er verstand auch, dass die Optimal-Interpolatoren auch bei augenscheinlich ungerechtem Handeln in Wahrheit immer die richtigsten und optimalen Entscheidungen trafen.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm; line-height: 150%;" align="justify">„Du hast eben noch nicht den richtigen Job gefunden. Der, der für dich gemacht ist“, wusste Reut auch dieses Mal. Gynos hatte von seinem letzten Versuch berichtet, eine Stelle zu bekommen; sie war ungenügend für sein Wesen bestimmt. Er hatte darauf verwiesen, dass er Jahrgangsbester in Bio-Tech gewesen war und seine weiteren Qualifikationen vorgebracht. Dass es ihm an entscheidender Stelle mangelte, hatte er auch diesmal nicht begriffen. Stattdessen fühlte er eine Wut, die aus seiner persönlicher Sicht unter gewissen Umständen nachvollziehbar hätte sein können, aber natürlich ohne jegliche tatsächliche Basis bestand. Und so musste Reut ihn erst an den Gleichheitskodex erinnern: „Gleichheit über alles für alle.“ Ungleichbehandlungen sind also ausgeschlossen, wenngleich es aus subjektiver Perspektive so scheinen mag. Aber dies ist nur Schein – ein Schein, in dem Gynos lebte.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm; line-height: 150%;" align="justify">
<p style="margin-bottom: 0cm; line-height: 150%;" align="justify">Gynos ging nach Hause, einige Stationen mit der Schnellbahn, mit Aufzügen hinunter in die Ebene. Dort würde er einige Minuten zu Fuß laufen, was seiner Konstitution zugute kommen würde. Die Ebene war ideal für Personen wie ihn, auch wenn es davon kaum jemanden gab: Jene mit noch ungepasstem Fähigkeit-Arbeit-Verhältnis. Straßen und Gebäude waren nicht unbedingt in optimalem Zustand, was aber niemanden störte, da die Verhältnisse schnell gepasst wurden und ein Umzug in höhere Sphären vonstatten ging.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm; line-height: 150%;" align="justify">
<p style="margin-bottom: 0cm; line-height: 150%;" align="justify">Gynos ging vorbei an zerrissenen und verwaschenen Parolen der Intuitivisten. Die Behauptung „Interpolieren = Manipulieren“ war ebenso Geschichte wie die Bewegung selbst.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm; line-height: 150%;" align="justify">Einigen Pfützen ausweichend näherte sich Gynos einer Ansammlung von Leuten.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm; line-height: 150%;" align="justify">Sie drängten sich, sie schoben und strömten in ein Gebäude. Es war außerordentlich farbig und von innen kam ein warmes, leuchtendes Licht. Mitgeschoben und mitgedrängt trat auch Gynos in den gewölbten Innenraum, dessen Decke sich wie eine Kuppel über das Innenleben erstreckte. Hier standen alle dicht an dicht. Gynos versuchte jemanden zu erkennen, aber beinahe peinlich berührt wurden Gesichter weggedreht, doch vielleicht lag es nur an den verschiedenen Schubbewegungen aus allen Richtungen.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm; line-height: 150%;" align="justify">Schon bald war der Raum nur noch eine wogende Masse aus Köpfen. Jemand betrat nach kurzer Zeit das Gewölbe. „Mein Name ist Solex“, erschallte die angenehm-autoritäre Stimme durch den Raum. „Ich möchte Sie recht herzlich begrüßen, meine Herren!“ Herren? Ein Raunen ging durch die Menge. Natürlich! Auch dieser Solex war eine männliche Person! Aber weshalb wies er darauf hin? „Hören Sie&#8230;“ Solex&#8217; Stimme ließ das Geraune ersterben. „&#8230; ich möchte nicht darum herum reden. Ich kenne Ihr Problem! Sie alle wurden von den Anstellungsorganen als nicht-optimal eingeschätzt.“ Unglaublich! Über diesen Umstand wurde für gewöhnlich so wenig gesprochen, wie er nicht vorhanden war. Und diese unfassbare Frechheit, das als „Problem“ darzustellen! Nicht die Anwesenden waren nicht-optimal, sondern die gewählten Berufe! Wie beschämend! Aber Solex fuhr fort: „Sie sollen wissen: Ich bin auch abgelehnt worden.“ Er zupfte kurz am Hemd über seinem Bauch. „Und wäre es noch immer, wenn ich nicht verstanden hätte. Wenn ich nicht den wahren Grund erfahren hätte. Fragen Sie sich eines: Wurden Sie erfolgreich maternisiert?“</p>
<p style="margin-bottom: 0cm; line-height: 150%;" align="justify">Nach einer Schrecksekunde begann es unruhig zu werden. Aus der mehr und mehr brodelnden Stimmung stachen Ausrufe immer wieder hervor: „&#8230;Intimspähre verletzt&#8230;“ und „&#8230;Gleichheit über alles&#8230;“</p>
<p style="margin-bottom: 0cm; line-height: 150%;" align="justify">Solex verschaffte sich etwas Gehör: „Bitte, bitte, ich möchte Ihnen doch nur helfen, denken Sie doch nur&#8230;“ Eine aggressive Stimme schallte zurück: „Helfen? Die Maternisierung hat für Gleichheit gesorgt, die Optis für unseren Wohlstand! Lass uns in Ruhe, du Intuitivist!“</p>
<p style="margin-bottom: 0cm; line-height: 150%;" align="justify">
<p style="margin-bottom: 0cm; line-height: 150%;" align="justify">Gynos wachte in Schweiß gebadet auf, als am Morgen pünktlich um sieben Uhr der allgemeine Weckruf ertönte. Er stand nicht sogleich auf, um sich zu waschen, anzukleiden und aktiv seine Lebensplanung zu verfolgen. All dies tat er nicht. Er blieb liegen, an die Decke starrend musste er an seine Maternisierung denken. Wie bei allen geschah sie in frühester Kindheit, einige Zeit nach der Geburt. Etwas hatte nicht richtig funktioniert – und er war fortan kein vollständiger Mensch. Seine Fähigkeiten würden begrenzt bleiben, nie würde er sich frei entscheiden können, immer würde dieser Makel, dieses Stigma, an ihm haften.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm; line-height: 150%;" align="justify">Was aber keinesfalls ein schlechtes Leben bedeutete: Er hatte dieser Gesellschaft viel zu verdanken – er konnte wie ein normaler Mensch eine Ausbildung genießen und sogar an einigen Freizeitaktivitäten durfte er teilhaben. Während ihm selbstverständlich das Zusammenleben mit anderen Menschen verwehrt blieb, durfte er gute Bekanntschaften wie zu Reut pflegen. Um der Gemeinschaft auf andere Weise zu nutzen, hatte er sich in das BioTech-Studium gestürzt und gelernt, was es zu diesem Thema gab. Vielleicht gelang es ihm dadurch irgendwann, Fälle wie den seinen zu verhindern. Wenn ihn ein Interpolator zu gegebener Zeit an gegebenem Ort zu gegebenen Umständen als optimal einstufen würde.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm; line-height: 150%;" align="justify">Aber wenn dieser Solex Recht hatte&#8230; Wenn seine fehlende Maternisierung immer ein Ablehnungsgrund war und sein sollte – ja, was bedeutete das dann?</p>
<p style="margin-bottom: 0cm; line-height: 150%;" align="justify">Er stand auf und begann sich zu waschen.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm; line-height: 150%;" align="justify">
<p style="margin-bottom: 0cm; line-height: 150%;" align="justify">Gynos betrat den langgestreckten Raum, der bis zum anderen Ende mit Bedienelementen gefüllt war. Ein Herzstück der Optimal-Interpolatoren: Hierher kamen Qualifikationen, die nicht bereits im Kindesalter gepasst wurden oder sich im Laufe der Zeit verändert hatte. Ein allumfassendes Brummen verriet, dass ständig gerechnet und interpoliert wurde: Effizient wurde die Gleichheit der Menschen ermöglicht. An der nächsten Findungsmaschine nahm Gynos Platz; ein freundliches Gesicht erschien auf dem Bildschirm. Das System analysierte den Gemütszustand des Benutzenden anhand von Gesichtsausdruck, Körpertemperatur, Schweißausstoß und weiteren Parametern und erstellte ein passendes Gesicht mit der genau passenden Stimme. Dies war eine relativ neue Errungenschaft der Interpolationswissenschaft und wurde bereits in vielen Personalstellen eingesetzt. „Guten Tag“ &#8211; eine schöne Stimme begrüßte ihn, möglicherweise die schönste Stimme seit langem. Sein letzter Aufenthalt an einem solchen Instrument war nicht sehr lange her, aber einen solchen schönen Klang hatte er nicht in Erinnerung. Inzwischen wurde wohl auch die Stimme angepasst.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm; line-height: 150%;" align="justify">„Wie Sie vor siebzehn Tagen erfahren hatten, interessierte sich der Testbereich von techgenetischem Spielzeug für Sie.“ Ein Nebeneffekt der künstlichen JobPartner war natürlich, dass ihnen überhaupt nicht anzumerken war, ob das Gesuch erfolgreich gewesen war oder nicht. Trotz ihres menschlichen Antlitzes blieben sie doch Maschinen. „Ach, ich habe mich noch gar nicht vorgestellt, wie unhöflich von mir! Ich bin J.P. III, aber Sie dürfen mich J.P. nennen. Also, zu ihrer Bewerbung: Ich muss Ihnen zu meinem großen Bedauern mitteilen, dass diese Anstellung nur ganz knapp Ihre Qualifizierung verfehlt. Sie werden sicherlich schon bald eine lohnendere Stelle finden, für das Gemeinwesen – und für sich selbst. Aber das ist ja selbstverständlich, oder. Ha Ha. Wenn Sie jedenfalls noch Fragen haben sollten, können Sie diese jetzt stellen.“</p>
<p style="margin-bottom: 0cm; line-height: 150%;" align="justify">Gynos war angesichts der sachlichen Bilanz zusammengesunken. Dieser Job war in seinen Augen mit einer der niedrigsten Qualifikation verbunden. Er fragte den JobPartner nach einer Aufschlüsselung der Qualifikationsbilanz. Das Aussehen J.P.s änderte sich dabei fast unmerklich: „Nun, die genauen Algorithmen sind aus Sicherheitsgründen nicht frei zugänglich.“ Die Stimme klang fester, nüchterner. Vielleicht bildete sich das Gynos aber nur ein. „Nur soviel: Was das Fachwissen angeht, da haben Sie echt was drauf. Sie sind schon ein ganz Schlauer, was. He He. Aber scheinbar war diese Tätigkeit für andere Person optimaler. Vielleicht möchten Sie eine neue Probe entnehmen lassen. Mit aktuellen Daten gelingt die Interpolation gleich viel akkurater.“ Gynos befühlte die Narben auf seinem Bauch. Er musste an die letzte Nacht denken, an den Traum, an Solex. Er würde nun tun, was einem friedlichen und gesunden Zusammenleben der Menschen am meisten zuwiderlief, all ihre Grundsätze in Frage stellte und darum unweigerlich Konsequenzen nach sich ziehen musste. Nachdem er sich die Augen gerieben hatte, sprach Gynos sein elektronisches Gegenüber auf die Auswirkungen seiner ausgebliebenen Maternisierung an. Die Konsequenzen blieben nicht aus.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm; line-height: 150%;" align="justify">
<p style="margin-bottom: 0cm; line-height: 150%;" align="justify">Gynos erwachte, in seinem Kopf dröhnte es. Sein Magen schmerzte. Er fragte sich, wo oben, wo unten war – wo er überhaupt war. Er konnte sich nicht erinnern&#8230; Mühsam öffnete er die Augen&#8230; Eine graue Wand&#8230; Und er lag offenbar auf dem Boden. Mit den Händen versuchte er sich aufzurichten&#8230; Seine Hände&#8230; Die rechte lag unter seinem Gesicht, speichelbedeckt und halb taub; die linke befand sich unter seinem Körper. Nach mühseligen Versuchen standen sie ihm wieder zur Verfügung und er konnte sich zumindest aufsetzen. Gynos blickte sich um, er sah jedoch nicht mehr als zuvor: Eine schimmernd graue Wand wölbte sich über ihn, unter ihm befand ich der ausreichend weiche Boden. Als er sich auf die Beine stellen wollte, schob sich eine unsichtbar eingelassene Tür mit einem zarten Zischen auf. Zwei Personen betraten den Raum. „Wie ich sehe, sind Sie aufgewacht. Sehr schön, dann können Sie mir zuhören.“ Gynos blinzelte, er versuchte durch den stechenden Lichtschein den Sprechenden zu erkennen. Diese Stimme kam ihm vertraut vor. „Sie denken jetzt wohl, Sie kennen mich. Nun, gesehen haben Sie mich zumindest. Wenn man das so nennen kann.“ Die Stimme konnte einen amüsierten Ton kaum unterdrücken. „Personen wie Sie lassen wir leben, man ist ja kein Unmensch. Aber wie bei allen Leuten stimulieren wir das Unterbewusstsein, wir testen damit die Bereitschaft zu anormalem Denken. Und das äußert sich zunächst in Träumen und kann in letzter Instanz das Handeln beeinflussen. Denken Sie nur an die Intuitivisten! Eine Rebellion, erschaffen von uns in den Köpfen potentieller Rebellen, die dann tatsächlich Parolen schmierten. Verrückt. Oder denken Sie an mich! Erstaunlich, welch exakte Bilder wir hervorrufen können, nicht wahr? Und wir bekommen auch etwas dafür: Viele Informationen. Je mehr Informationen, desto genauer, desto besser. Ganz einfach. Darauf basiert all dieses Interpolations-Zeugs.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm; line-height: 150%;" align="justify">„Aber was ist mit mir? Es ist meine Maternisierung, nicht wahr?“, brachte Gynos schließlich hervor.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm; line-height: 150%;" align="justify">„Ich sehe, sie haben gefunden worum es geht. Gut! Jeder strebt doch danach, die eigene Unvollkommenheit zu überwinden. Früher taten wir es mit einer anderen Art von Menschen – mal mehr, mal weniger erfolgreich. Man konnte das nie vorhersagen. Doch nun verfügen wir über die Maternisierung, jetzt können wir uns selbst komplettieren. Vollständig wie wir sind, können wir uns im Leben auf andere Dinge konzentrieren. Unsere Gesellschaft ist nicht mehr gespalten wie früher. Sie dagegen sind nicht maternisiert und werden stets auf der Suche nach Ihrer Vervollständigung sein. Doch es gibt keine Hoffnung für Ihresgleichen. Sie werden also stets suchend, unvollkommen und unglücklich sein. Das aber können wir uns nicht erlauben, wenn wir Gleiche unter Gleichen sein wollen – und das ist doch die einzig mögliche Vorraussetzung für Frieden und Zukunft. Wollen Sie der Zukunft im Wege stehen, nur weil Sie keine haben? Die natürliche Auslese haben wir durch eine techgenetische ersetzt, die weitaus effizienter und akkurater funktioniert. Vielleicht begreifen Sie es endlich: Sie sind kein Mensch, nicht einmal ein unvollständiger. Sie sind gar keiner. Vielleicht verstehen Sie jetzt.“</p>
<p style="margin-bottom: 0cm; line-height: 150%;" align="justify">Gynos versuchte es. Als ein Brummen den grauen Raum erfüllte, war der Mensch schon draußen.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm; line-height: 150%;" align="justify">„Zu schade. Mit seinem Können hätte so ein Fall verhindert werden können“, meinte er auf dem Weg zu seiner nächsten Aufgabe.</p>
<hr /><small>
Originalbeitrag: <a href="http://storyteller.adwebture.de/2006/ein-leben/">http://storyteller.adwebture.de/2006/ein-leben/</a><br />
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		<title>Parabel-Bahn</title>
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		<pubDate>Sat, 05 Jun 2004 23:00:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Silvio Schwartz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geschichten]]></category>

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		<description><![CDATA[Die literarische Verarbeitung einer Angelegenheit, die mich und andere lange Zeit beschäftigt hat. Der Text entstand förmlich: Das erste Kapitel wurde Anfang April geschrieben, die nächsten Abschnitte kamen Mai und Juni hinzu. Ursprünglich war der Anfang als Ballade geschrieben, aber mittendrin fiel mir auf, dass das doch nicht so ganz passend sein würde. Also machte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die literarische Verarbeitung einer Angelegenheit, die mich und andere lange Zeit beschäftigt hat.</p>
<p>Der Text <span style="font-style: italic;">entstand</span> förmlich: Das erste Kapitel wurde Anfang April geschrieben, die nächsten Abschnitte kamen Mai und Juni hinzu. Ursprünglich war der Anfang als Ballade geschrieben, aber mittendrin fiel mir auf, dass das doch nicht so ganz passend sein würde. Also machte ich einen Prosatext daraus.</p>
<p><div class="toggle"></p>
<h3>Parabel-Bahn</h3>
<p>Sie hatten sich versammelt. Alle. Und sie waren neugierig, auf das, was er ihnen zeigen wollte. Nach den vielen Wochen, ja, Monaten des Schweigens, würden sie nun endlich erfahren, was es denn war, was ihn zu solch stiller und offensichtlich geheimer Betriebsamkeit trieb. Was sie aus zahlreichen unklaren, halbvermuteten und halbwahren Details glaubten zu ahnen – es hätte alles sein können. Er hätte vor die Menschen treten können und ein Konzept gegen die Ungerechtigkeit auf der Welt vorstellen und es hätte niemanden wirklich verwundert. Und da erschien er auf dem erhöhten Podest.</p>
<p>Doktor Parabel war ein wenig nervös, als er vor all diesen Menschen stand, nachdem er in der vergangenen Zeit fast nur allein gearbeitet hatte. Obwohl: Es wäre Untertreibung, zu behaupten, dass er ein <span style="font-style: italic;">wenig </span>nervös wäre – tatsächlich wurde dieses Gefühl nur noch von seiner Aufregung übertroffen. Allerdings… wer wäre bei der Größe eines Projekts wie dem seinen nicht aufgeregt, wenn der Moment kommt, die Welt daran teilhaben zu lassen? Und dass er dabei nicht im Geringsten so stolz war, wie es ihm zugestanden hätte, ließ dann doch ein wenig Nervosität von ihm abfallen.</p>
<p>Er ging nach Plan vor und hielt eine Rede, die er detailliert geplant, penibel ausgearbeitet und gewissenhaft einstudiert hatte: Überschwänglich und auch sonst sehr bewegt, überaus emotional dabei recht überlegt dankte er also dem Team und vor allem sich selbst. Er bereitete vor, er entwickelte, er konstruierte, er kalkulierte und er visionierte. Und er vergaß das Publikum, das er extra eingeladen hatte.</p>
<p>Als er wieder einmal auf seine Schlüsselrolle hinwies, brachte ihn das ausgiebige Gähnen von jemandem, an den er sich als einen guten Freund erinnerte, ein wenig aus dem Konzept. Welches er spontan und etwas widerwillig abkürzte, indem er sämtliche Leistungen seiner Person ausließ und somit gleich zur Präsentation schreiten konnte.</p>
<p>Wild kreisendes Scheinwerferlicht und monströse Musik riss einen Teil der Anwesenden aus ihrer zeitweiligen geistigen Abwesenheit und ihnen kam wieder zu Bewusstsein, weshalb sie eigentlich hier waren.</p>
<p>Unter Planen, Decken und Tüchern kunstvoll verdeckt lag das Interesse der Lichter und der Zuschauer. Es war groß, übermannsgroß, aber es konnte kein Haus sein. Den euphorischen Anpreisungen des Doktors zufolge hätte das Verdeckte das Zentrum einer neuen Religion sein können, ein Perpetuum Mobile oder eine Apparatur, die den Stein der Weisen fließbandartig herstellt. Wenn es Doktor Parabel so sehr begeisterte und auch noch so groß war, mussten die Zuschauer auf alles vorbereitet sein.</p>
<p>Und doch: Nach der aufwendig arrangierten Entfernung aller Schutzschichten, sahen sie eine Bahn. Sie war klein und fein. Technisch sicherlich ausgereift. Aber dennoch keine Besonderheit. Besonders nicht nach allen Ankündigungen und in Anbetracht eines schnittigen Zuges, der nicht weit entfernt seine prachtvolle Erscheinung durch die Gegend fuhr.</p>
<p>Der Applaus kam vielleicht deswegen nicht richtig in Fahrt, aber der Doktor war nicht mehr zu bremsen: „Sie ist so schön, so stark, so schnell!“ Letztlich fand es keiner so toll, und so meinte er etwas irritiert zur Verteidigung: „Ihr müsst doch erst das Innere sehen, um sie zu verstehen!“</p>
<p>Drinnen setzte sich der äußere Eindruck bei den versammelten Leuten weiter durch: In der Bahn war alles ganz nett und gefällig, aber ohne Individualität, fast ohne Leben. Als müsste noch einiges getan werden, obwohl doch schon so viel getan worden war. Irgendjemand fragte wohl nach dem Sinn der Bahn, sodass es ihm der Doktor sogleich zeigte: Sie fuhr los. Recht langsam zwar, aber ohne jegliche Probleme. Der Doktor streichelte sie mit strahlendem Gesicht.</p>
<p>„Kannst du das schon, kann die das schon, muss das denn sein?“ drangen urplötzlich einige Freunde auf ihn ein. Worauf er etwas ungehalten einwarf, dass ja offensichtlich alles funktioniere. Und dass es noch besser ginge, bewies er mit einem fast reibungslosen Erhöhen der Geschwindigkeit.</p>
<p>Vorn im Führerhaus steuerte Doktor Parabel bald darauf seine Bahn. Es war ihm inzwischen lieber, alleine bei ihr zu sein – die Leute hätten ihm nur alles verdorben. Schlichtweg, weil sie eifersüchtig waren. Weil sie nicht so eine schöne, starke und schnelle Bahn hatten. Was wussten die da draußen überhaupt über Bahnen? Er hatte sich die letzte Zeit mit nichts anderem beschäftigt, wusste vollkommen Bescheid und konnte sagen: Diese Bahn ist die beste. Und er hatte sie nach sich selbst benannt: Die Parabelbahn war schließlich sein Werk. Er würde dorthin gehen, wohin auch sie ginge und auch sie würde ihm überallhin folgen. Und im Moment machte sie prächtig Fahrt – ein wunderbares Gefühl. So schnell und doch… so still. Als ob man sich auf einem Regenbogen fortbewegte! Und die Warnschilder am Schienenrand zogen vorbei wie ein zerfließender Traum.</p>
<p>Hinten im Abteil sprach man über die unerwartete Entwicklung des Tages und einige zeigten sich inzwischen recht begeistert über die Bahn und ihren Schöpfer: „Wenn er weiterhin so an ihr arbeitet, weiter sich so um sie kümmert, wird sie doch noch etwas Besonderes. Was soll denn auch schief gehen?“ Nur die Freunde fanden die Obsession des Doktors ziemlich unverständlich und auch unbefriedigend, nach allem, was er mit seinem Intellekt hätte vollbringen können. Und es fiel ihnen auch ein, dass diese Strecke noch gar nicht ausgebaut war: Die Überbrückung des Abgrunds endete auf halbem Wege und war für eine so spontane Überfahrt längst nicht bereit.</p>
<p>Fieberhaft suchten sie nun nach einer Notbremse. Sie wussten, sie würde die Bahn zerstören, all seine Arbeit, seine Kraft, ihn selbst, aber zumindest würden sie leben. Wie auch immer, aber das würden sie. Doch der Abgrund rückte immer näher und alles, was sie fanden, waren Fotos des Erbauers mit seiner Parabelbahn.</p>
<p>Mit der er glücklich und erfüllt ins Nichts stürzte.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Weiche</span></p>
<p>Fieberhaft suchten sie nun nach einer Notbremse. Sie wussten, sie würde die Bahn zerstören, all seine Arbeit, seine Kraft, ihn selbst, aber zumindest würden sie leben. Wie auch immer, aber das würden sie.</p>
<p>Da! Die Bremse! Sie fanden sie, gerade noch rechtzeitig. Also zogen sie mit vereinten Kräften – aus vollster Kraft aus voller Überzeugung.</p>
<p>Ein Quietschen.</p>
<p>Ein entsetzlicher Lärm.</p>
<p>Die Bahn brach aus dem gemütlichen Schienenbett, hinein in unwegsames Gelände, die metallenen Räder kreischten auf dem Schotter und das Gefährt kam in einer riesigen Staubwolke auf der Seite liegend und recht kaputt zum Stehen.</p>
<p>Stöhnen.</p>
<p>Die Menschen kletterten verdreckt und erschreckt aus dem Bauch der Maschine – doch außer ein paar Schrammen blieben sie unversehrt. So auch der Doktor, der sich wutschnaubend den Freunden näherte. „Was ist in euch gefahren? Müsst ihr mir alles nehmen, was ich habe?“ – „Aber der Abgrund, wir kamen ihm immer näher und da fehlt doch noch die…“ – „Haltet ihr mich wirklich für so sorglos? So dumm und kurzsichtig? Ich habe die Brücke doch extra fertig bauen lassen. Es sollte doch eine schöne Fahrt werden.“</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Weicher</span></p>
<p>Fieberhaft suchten sie nun nach einer Notbremse. Sie wussten, sie würde die Bahn zerstören, all seine Arbeit, seine Kraft, ihn selbst, aber zumindest würden sie leben. Wie auch immer, aber das würden sie. Doch der Abgrund rückte immer näher.</p>
<p>„Zumindest wird er glücklich und erfüllt enden“, meinte ein Freund. „Zumindest wird er das glauben“, murmelte ein anderer.</p>
<p>Eine bedrückende Ruhe breitete sich bei den Passagieren aus. Sie alle wussten von der gähnenden Schlucht, doch die einen konnten nichts dagegen tun und viele andere wollten schlichtweg nicht.</p>
<p>So erreichte man den Ort.</p>
<p>Nichts geschah.</p>
<p>Ruhig, fast wie auf Luft glitt die Bahn über eine neu erbaute Brücke.</p>
<p>Zerknirscht und beschämt stiegen die Freunde aus, als der Bahnhof erreicht wurde, auf dem sogar eine Blaskapelle ein munteres Willkommensständchen spielte.</p>
<p>Der Doktor lächelte.</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Verschwommen</span></p>
<p>„Er lächelt… Meinst du, er kann uns hören?“ – „Nach dieser Zeit? Ich weiß nicht… Die Ärzte hielten es ja schon für ein Wunder, dass er überhaupt noch lebt.“ – „Tja, dieser Stromschlag…“ – „Ja, hätte er die Sicherheitsvorschriften beachtet, wäre das niemals passiert. Aber er musste ja unbedingt seine Bahn präsentieren. Ein bisschen Zeit mehr und alle Sicherheitsbedingungen wären eingehalten worden! Ich werd wohl nie verstehen, warum er das Ding in so einem unfertigen und vor allem gefährlichen Zustand gezeigt hat…“ – „Aber er lächelt… Er sieht vollkommen glücklich aus! Woran er wohl gerade denkt?“ – „Wahrscheinlich an seine blöde Parabelbahn. Komm, lass uns gehen.“</p>
<p>So löschten sie das Licht und verließen den Raum.</p>
<hr /><small>
Originalbeitrag: <a href="http://storyteller.adwebture.de/2004/parabel_bahn/">http://storyteller.adwebture.de/2004/parabel_bahn/</a><br />
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		<title>Laken-Man III: Ein Laken und ein halbes</title>
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		<pubDate>Sun, 05 Oct 2003 22:26:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Silvio Schwartz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geschichten]]></category>

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		<description><![CDATA[Dass es mal so zuende gehen musste mit dieser Reihe&#8230; Hier zeigt sich ganz deutlich: Gibt es nicht auch nur den Hauch einer Story, dann ist eine Geschichte verloren. Und da können die Wortspiele noch so unüberlegt sein&#8230; Das fiel mir auch auf und darum blieb es hier bei diesem ersten Absatz. Laken-Man III: Ein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Dass es mal so zuende gehen musste mit <a href="/?p=102">dieser</a> <a href="/?p=112">Reihe</a>&#8230; Hier zeigt sich ganz deutlich: Gibt es nicht auch nur den Hauch einer Story, dann ist eine Geschichte verloren. Und da können die Wortspiele noch so unüberlegt sein&#8230; Das fiel mir auch auf und darum blieb es hier bei diesem ersten Absatz.<br />
<div class="toggle"></p>
<h3>Laken-Man III: Ein Laken und ein halbes</h3>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Nacht. Es war dunkel. Dunkel wie die Nacht. Und der Mond schien – er schien nicht zu scheinen. Pure Dunkelheit also, die man mit einem Löffel hätte essen können, wenn sie die molekulare Dichte eines Puddings gehabt hätte. Oder von Wackelpudding. Oder von einem Eis, das schon zu lange in der Sonne gelegen hatte. Obwohl ja nun tiefste Nacht herrschte – hier in einem demokratischen Land herrschte sie vollkommen unbeeindruckt von Judikative, Legislative und Exekutive. Und noch etwas anderes herrschte in der Nacht (die man auch nicht in jedem Satz vermenschlichen sollte): Das Versprechen&#8230; ähm&#8230; Das Verbrechen! Nun war diese Nacht ziemlich dunkel, wie Sie wahrscheinlich mitbekommen haben (wenn nicht, lesen Sie bitte mit geschlossenen Augen weiter), sodass selbst ein allwissender Erzähler nichts erkennen konnte. Doch: Psssst! Lauschen wir den Geräuschen: „Tapp Tapp Tapp“ „Dopp Dopp Dopp“ „Zischel Zaschel Zischeldizisch“ „PLOK!“ „GruAFF GruOFF!“</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">(Und so weiter und so fort&#8230;)</p>
<hr /><small>
Originalbeitrag: <a href="http://storyteller.adwebture.de/2003/laken-man-iii-ein-laken-und-ein-halbes/">http://storyteller.adwebture.de/2003/laken-man-iii-ein-laken-und-ein-halbes/</a><br />
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		<item>
		<title>das KWEA</title>
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		<pubDate>Fri, 21 Mar 2003 21:41:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Silvio Schwartz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Schülerzeitung]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Überschrift zeigt schon, worum es geht &#8211; Erlebnisse, die leiderleider zum Glück nicht so traumatisch waren, wie dargestellt. Die aber im Zusammenhang mit den düster-kargen Nachkriegsgeschichten von Wolfgang Borchert, die wir in der Zeit im Deutschunterricht durchnahmen, schon einen schalen Beigeschmack hinterließen. Aus diesem Grund auch die deutliche Abkehr von meinem üblichen Stil. Der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Überschrift zeigt schon, worum es geht &#8211; Erlebnisse, die leiderleider zum Glück nicht so traumatisch waren, wie dargestellt. Die aber im Zusammenhang mit den düster-kargen Nachkriegsgeschichten von <a title="Wolfgang Borchert" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Wolfgang_Borchert" target="_blank">Wolfgang Borchert</a>, die wir in der Zeit im Deutschunterricht durchnahmen, schon einen schalen Beigeschmack hinterließen. Aus diesem Grund auch die deutliche Abkehr von meinem üblichen Stil. Der letzte Satz stammt übrigens aus einem der ausgelegten Hefte, in dem ein ranghoher Offizier zitiert wird.</p>
<p>Indirekt sollte die Kurzgeschichte eine Fortsetzung zu <a href="/?p=113">“Deutsche Bundeswehr &#8211; powered by emotions”</a> werden &#8211; was es aber nicht wurde, da die entsprechende Ausgabe der Schülerzeitung nicht rechtzeitig wurde. Schade.</p>
<p><div class="toggle"></p>
<h3>das KWEA</h3>
<p>zwei mann saßen in einem raum. sie wussten nicht was geschehen würde. die wand war weiß und kalt. die männer hatten nur hemd und kurze hose an. ihre seelen hatten sie gut versteckt. einer der männer wurde herausgerufen. er ging ohne zurückzuschauen. aber nach vorne blickte er auch nicht. der andere mann blieb allein. er betrachtete die tapete. reines weiß. nur kleine erhebungen darauf sorgten für kleine hellgraue schatten die alle gleich aussahen. er sah auch zu den schränken. in einem war seine kleidung. weit weg und verschlossen. in einem stabilen alten schmalen holzschrank. er sah auf seine füße. extra sauber gewaschen. ganz sauber. auch sie froren. dann kam der mann in den nächsten raum gleich nebenan. eine dicke lächelnde frau in einem kittel führte ihn dorthin. sie nahm ihm lächelnd größe, gewicht und eine probe ab. sie testete mit einem lächeln und piepsenden tönen seine ohren. und brachte ihn lächelnd in den nächsten raum. wieder ein wartezimmer. wieder war es kalt und immer noch hatte er hemd und kurze hose an. hier konnte er in zeitschriften blättern in denen männern mit gleichen frisuren in gleicher kleidung immer das gleiche tun. sie stehen, sitzen oder liegen auf dem bauch. immer mit ernstem blick. mehr nicht. aber mit ernstem blick. der mann trommelte auf dem tisch und das echo war sehr laut. da hörte er auf. schließlich knarrte ein lautsprecher und sagte seinen namen. er sprach den namen wie eine nummer aus. darauf ging der mann in ein großes zimmer in dem zwei frauen saßen. die eine sprach und die andere tippte. die eine stellte viele fragen und die andere tippte die antworten. die eine betastete den körper des mannes und die andere tippte zahlen die die eine nannte. die eine verabschiedete sich und die andere nickte und tippte. der mann durfte sich anziehen. und gehen.</p>
<p>Währenddessen kramte er in seinem Inneren und fand seine Seele wieder, die er schon ein wenig vermisst hatte. Es ging ihr gut.</p>
<p>“wenn wir näheres wüssten, wären wir schlauer”</p>
<hr /><small>
Originalbeitrag: <a href="http://storyteller.adwebture.de/2003/das_kwea/">http://storyteller.adwebture.de/2003/das_kwea/</a><br />
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		<title>Laken-Man Episode II – Angriff der Clown-Krieger</title>
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		<pubDate>Mon, 24 Feb 2003 16:44:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Silvio Schwartz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Schülerzeitung]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Fortsetzung zu “Laken-Man”, die glücklicherweise kein billiger Aufguss der Handlung war. Tatsächlich hat hier das Wort “Handlung” schon eine etwas stärkere Berechtigung und viele der Wortspiele stehen nicht nur ihrer selbst willen im Text. Ist ja auch ganz schön. Und vielleicht ist es jemandem aufgefallen: Auch hier sehen wir den Superhelden kein einziges Mal [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Fortsetzung zu <a href="/?p=102">“Laken-Man”</a>, die glücklicherweise kein billiger Aufguss der Handlung war. Tatsächlich hat hier das Wort “Handlung” schon eine etwas stärkere Berechtigung und viele der Wortspiele stehen nicht nur ihrer selbst willen im Text. Ist ja auch ganz schön.</p>
<p>Und vielleicht ist es jemandem aufgefallen: Auch hier sehen wir den Superhelden kein einziges Mal in Aktion.</p>
<p>Übrigens scheint hiermit die Zeit zu beginnen, in der ich diverse Filme bzw. ihre Stile kopierte bzw. parodierte &#8211; man denke nur an <a href="/?p=124">“Man lernt nur einmal”</a>..</p>
<p><div class="toggle"></p>
<h3>Laken-Man Episode II – Angriff der Clown-Krieger</h3>
<p>Er hatte Angst. Denn er wurde verfolgt. Wahrscheinlich hätte er sich nicht unbedingt in einen kleinen Rassenkonflikt einmischen sollen – hier im tiefsten Ghetto. Aber kleine Jungs sind nun einmal so und Bradbury Taylor war ein kleiner Junge, also war er auch so. So weit, so gut. Gut und gern 40 Männer verschiedenster Hautfarben, Nationalitäten, Religionen, terroristischer Vereinigungen und auch Geschlechter verfolgten einen 11-jährigen Jungen mit Zahnspange. (d.h. der Junge hatte die Zahnspange) Schließlich kam, was kommen musste: Die aggressive Horde kam näher und Bradbury konnte nicht entkommen. Der Anführer, der wegen guter Führung vorzeitig um 6.00 Uhr entlassen wurde schnappte sich Klein-Taylor, holte aus und…</p>
<p>Bradbury schreckte schweißgebadet hoch: Wieder ein Alptraum, der ihn wie ein Gebirge bedrohte. Seitdem er richtig in der Annahme lag, dass er in der Lage war, sich in jeder Lebenslage in Laken-Man™ zu verwandeln, lebte er in Angst: Angst, dass ihn potenzielle Weltbeherrscher und andere Diebe um den kleinen Finger wickeln könnten. Was ihm in seiner lakigen Form durchaus passieren könnte.</p>
<p>Doch nun stand er auf, irgendwie musste er den schrecklichen Traum von eben besiegen. Oder bekämpfen. Oder besänftigen. Oder einfach vergessen, was vielleicht am einfachsten war.</p>
<p>Als er die Küche betrat, sah er eine Gestalt auf dem Stuhl gegenüber sitzen: „Mutter?“ fragte er, obwohl er wusste, dass sie viel kleiner war und auch nicht Handschuhe in der Küche tragen würde. Außerdem hatte sie gar keinen Schnurrbart. „Ey Kleiner, ich hab was gegen Superhelden wie dich. Ihr seid so lästig. Jungs!“ Der Typ machte eine Handbewegung, die Bradbury drei Jahre später vielleicht sehr zweideutig gefunden hätte. Doch nun spürte er nur noch, wie sich kalte unbarmherzige und doch angenehm parfümierte Finger um seinen Hals schlossen.<br />
„Aargh!“<br />
„Aargh!“<br />
„Aargh!“<br />
So langsam machte sich in Bradbury ein Gefühl breit. Eigentlich machten sich in ihm zwei Dinge breit, doch das Gefühl davon sagte ihm, dass er abermals aus einem Traum erwacht ist. So setzte er sich erst einmal auf. Auf seinen Hintern. So sah er nun auch diesen Typen, der neben seinem Donald-Duck-Aufsteller stand. So lustig das nun auch aussah, so blöd war, dass er eine Pistole auf Bradbury richtete. Und abdrückte.</p>
<p>Bradbury öffnete die Augen. Er erblickte die Zimmerdecke über sich. Wenn der letzte Traum ein Film gewesen wäre, überlegte er, hätte er ihn noch gar nicht sehen dürfen. Wäre ja noch schöner, wenn die FSK in seinen Träumen rumfuhrwerken würde. Vorsichtig ließ Bradbury seinen Blick durch den Raum schweifen. Nichts. Dann sah er sich um. Nichts. Dann sah er plötzlich, dass ein Mann neben ihm im Bett lag. Er hatte eine schwarze Sonnenbrille auf, was normalerweise ziemlich affig in einem Schlafzimmer gewesen wäre. Da Bradbury aber nur in taghell erleuchteten Räumen schlief, ergab es schon etwas mehr Sinn. „Junge“, begann der Mann in einer Stimme, die etwas von Dieter-Thomas Heck hatte. Doch vermutlich irritierte ihn nur der ZDF-Button des Mannes. „Ich weiß, wo dein Problem liegt und ich kann dir helfen. Aber du musst mir vertrauen. Spring aus dem Fenster.“ An sich hatte Bradbury gar keine Lust darauf, aber vor Jahren hatte er einmal einen Zettel in einem Glückskeks gefunden: „Wenn ein fremder Mann mit Sonnenbrille plötzlich in deinem Bett liegt, dann vertraue ihm!“ Also sprang er.</p>
<p>„Ich glaube, du bist bereit.“ Der sonnenbebrillte Mann nickte, als Bradbury die Augen aufschlug. „Ich glaube, du bist der Eine.“ – „…sie zu knechten, ins Schicksal zu treiben und ewig zu binden?“ – „Nein, das ist ein anderer Film. Also:“: Er streckte die rechte Hand aus. „Wenn du die Wahrheit und nichts als die Wahrheit erfahren willst, dann kauf entweder das doofe Buch oder nimm die blaue Pille. Ziehst du es vor, weiterhin in deiner Traumwelt zu leben, dann nimm die rote Pille. Möchtest du eine andere Traumwelt, wähle die grüne Pille. Wenn du einfach nur ungestört schlafen willst, nimm die weiße Pille. Soll dir jeder Kuchen gelingen, dann ist die gelbe Pille die richtige. Nimmst du die lila Pille, dann ziehst du vor bis auf Los und bekommst 4000 Euro. Die braune Pille schmeckt nach Salbei und ist gut gegen Halsschmerzen und Husten. Doch –“, seine Stimme wurde tiefer und bedrohlicher, „hüte dich vor der schwarzen Pille. Denn sie bedeutet das Ende. Hm, ist wohl besser, ich stecke sie weg. So. Welche Pille wählst du?“ Bradbury sah sich die verschiedenen stabförmigen Gebilde an, von denen ein geheimnisvollen Leuchten ausging. Er überlegte. „Hey, wo siehst du hin? Wähle von den Pillen!“ wetterte der Mann. Bradbury betrachte die Pillen. „Ich nehme die orange Pille!“ – „Sieh sie dir doch genau an: Es gibt keine orange Pille!“ – „Dann die schwarze!“ – „Die schwarze bedeutet doch das Ende, willst du das wirklich?“ – „Nein, dann doch lieber die blaue.“ Der Mann lächelte: „Dann kannst du die Wahrheit erfahren. Also-“ – „Krieg ich jetzt die Pille, oder wie?“ – „Die brauchst du nicht, die sind nur alle nur symbolisch. Also-“ – „Ich will aber die Pille! Ich will, ich will, ich WILL!!“ Der Mann stöhnte auf: „Dann nimm die Scheiß-Pille. Kann ich jetzt endlich anfangen? Ich muss heute noch ein paar Leute besuchen. OK, also: Die Welt die du kennst, ist nicht so, wie du glaubst. Tatsächlich nennen wir sie die ‚MATLIX’.“ – „Nicht ‚MATRIX’?“ – „Ich glaube, du siehst zu viele Filme. Die ‚MATLIX’ ist nämlich eine chinesische Erfindung, darum der Name. Und jetzt schlaf weiter.“ – „Bekomme ich nicht einen Auftrag oder so was?“ – „Nein, du wolltest nur die Wahrheit wissen und die hast eben erfahren. Gute Nacht!“</p>
<p>Sollte Bradbury „Laken-Man™“ Taylor einmal irgend etwas Interessantes erleben, steht es in der Schülerzeitung. Ansonsten auch.</p>
<p><span style="font-style: italic;">2S *denn Bruno ist doof*</span></p>
<hr /><small>
Originalbeitrag: <a href="http://storyteller.adwebture.de/2003/laken_man_episode_ii_angriff_der_clown_krieger/">http://storyteller.adwebture.de/2003/laken_man_episode_ii_angriff_der_clown_krieger/</a><br />
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		<title>Die unfassbaren Abenteuer von Laken-Man</title>
		<link>http://storyteller.adwebture.de/2002/die_unfassbaren_abenteuer_von_laken_man/</link>
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		<pubDate>Sun, 25 Aug 2002 15:58:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Silvio Schwartz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geschichten]]></category>
		<category><![CDATA[parodie]]></category>
		<category><![CDATA[Schülerzeitung]]></category>

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		<description><![CDATA[Der zweite Versuch einer abgedrehten Story nach der Schnuffelbärchen-Reihe. Initialzündung war der Kinobesuch bei Spider-Man und die Frage: Wovon könnte man als potenzieller Superheld noch so gebissen werden? Man sieht auch recht deutlich, dass das mein einziges Konzept war: Ich halte mich ewig an der eher an Superman orientierten Vorgeschichte auf und eine Handlung im [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der zweite Versuch einer abgedrehten Story nach der <a href="/?p=47">Schnuffelbärchen</a>-Reihe. Initialzündung war der Kinobesuch bei Spider-Man und die Frage: Wovon könnte man als potenzieller Superheld noch so gebissen werden?</p>
<p>Man sieht auch recht deutlich, dass das mein einziges Konzept war: Ich halte mich ewig an der eher an Superman orientierten Vorgeschichte auf und eine Handlung im koventionellen Sinne zeichnete sich nicht gerade ab. Doch auch hier gab es wie beim großen Vorbild eine <a href="/?p=112">Fortsetzung</a>…</p>
<p><div class="toggle"></p>
<h3>Die unfassbaren Abenteuer von Laken-Man</h3>
<p>Die unfassbare Geschichte des unglaublichen Laken-Man beginnt in einer an sich relativ durchschnittlichen und vor allem überdurchschnittlich unbekannten amerikanischen kleinen Großstadt. Hier leben fünf bis sieben Millionen Einwohner, illegale Einwanderer und Männer mit hässlichen Schnauzbärten nicht mitgezählt. Hier in dieser Stadt, die trotz ihrer Unbekanntheit nicht ganz unwichtig für die Futtermittel- und Werbeindustrie war, begann das Schicksal von Bradbury Taylor seinen Lauf zu nehmen. Natürlich erst, nachdem er selbst laufen gelernt hatte.</p>
<p>Doch wenn man ehrlich ist, dann begann die unfassbare Geschichte des unglaublichen Laken-Man nicht in dieser US-Stadt, deren Name bisher nicht ein einziges Mal erwähnt worden ist, sondern in dem fernen Sternensystem Versil, deren dritter Planet auf den Namen Lakia hörte. Nun, der Planet hörte nicht wirklich auf diesen Namen. Aber wer würde schon gerne den Befehl „Lakia, Platz!“ ausprobieren, wenn dadurch eine Bevölkerung von mehreren Millionen Laken in Gefahr gebracht werden würde? Eben.</p>
<p>Zurück zur Geschichte:<br />
Die Lakianer hatten eine glückselige Zeit unter der Regierung des großen Himmelbetts erlebt, das sie aus den doch recht primitiven Zuständen unter der Holzpritsche herausgeführt hatte. In großen Zeitschriften ging man nun auf Probleme der Bevölkerung ein, wie etwa „Mein Sohn will unbedingt ein Kissenbezug werden, was kann ich tun?“ Doch auch diese erfreuliche Zeit, in der wunderschöne Dinge wie Weichspüler erfunden und die Ehe zwischen Gleichgewebten erlaubt worden sind, ging zuende. Die große unheimlich unbequeme Matratze errichte eine Quasi-Diktatur, da alle Minister Wasserbetten und somit höchst bestechlich waren. Die Matratze gründete weiterhin eine Armee von Spannbettlaken, an deren Standfestigkeit niemand rütteln konnte. Optimisten hofften, die Matratze würde irgendwann einmal einen weichen Federkern zeigen. Doch man merkte, dass man sich besser nicht besser auf sie rauf- oder mit ihr anlegen sollte.</p>
<p>Auch Hubert und Elfriede Platt hatten Angst. Nicht unbedingt vor der großen Matratze, sondern eher vor der baldigen Zerstörung ihres Planeten, die durch die Angst vor der großen Matratze in kleine Randnotizen in der Tageszeitung verschwand. Aus diesem Grund erfanden die Platts mit ihren Nachbarn die Raketentechnologie, um entkommen zu können. Doch die Zeit reichte nur für eine kleine Reisekapsel, in der Jochen, Sohn von Herrn und Frau Platt, seine Reise antreten konnte. Als Ziel suchte man den einzigen Planeten aus, auf dem die Lebensverhältnisse für Laken akzeptabel waren: Der vierte Planet des Sol-Systems.</p>
<p>Auf der Erde hatte unterdessen Bradbury Taylor gelernt zu laufen, sodass das Schicksal nun die einmalige Gelegenheit erhielt, es ihm gleichzutun. Von all den furchtbaren und in den Augen von Menschen auch unfreiwillig komischen Ereignissen auf Lakia hatte Bradbury nichts mitbekommen. Das würde aber auch äußerst unglaubwürdig sein.</p>
<p>Bradbury war mit seiner Mutter einkaufen gegangen an diesem sonnigen Vormittag, der aber genauso grau aussah wie jeder Vormittag um acht Uhr, da der Berufsverkehr um diese Zeit zu einer undurchdringlichen Smog-Wand führte. Das war aber nicht der Grund für Bradburys überaus traurigen Gesichtsausdruck, der ihm in einem entsprechend finanziertem Film zumindest eine Oscar-Nominierung eingebracht hätte. Nein, seit dem Tod seines Vaters machte er sich fast immer Vorwürfe und wollte die Welt in einen besseren Ort verwandeln. Seine Mutter war immer der Meinung, dass es schon reichen würde, wenn er ihr irgendwann die Kaution bezahlte, die sie für ihn hinterlegt hatte. Aber wenn er die Welt tatsächlich in einen besseren Ort verwandeln sollte, würde sie sich ihm nicht in den Weg stellen.</p>
<p>Das nachmittags hoffnungslos überfüllte Einkaufszentrum war an den frühen Vormittagen geradezu leer. Leer von den Massen Teenagern, die an den Nachmittagen das Zentrum bevölkern. Dafür umso voller von Rentnern, so dass es für einen oberflächlichen Statistiker kaum einen Unterschied zwischen Vor- und Nachmittag gab. Glücklicherweise recherchierte für diesen Rückblick ein sehr arbeitsversessener Statistiker, sodass wir über diese äußerst aufschlussreiche Information verfügen. Darum nochmals vielen herzlichen Dank an Herrn Dohlmann aus Oberschöneweide.</p>
<p>Zurück zur Geschichte:<br />
Zwischen all jenen Rentnern und vereinzelten Jugendlichen, die nicht gemerkt hatten, wie spät es schon war, drängelten sich Mrs. und Bradbury Taylor, um das Bettengeschäft zu erreichen. Es war an der Zeit, ein neues Laken für Bradbury zu erwerben, warum – das ist bis heute ein Mysterium. Während einige Menschen von Vorbestimmung sprechen, fassen dies andere als Beleg für Bradburys Veranlagung für Inkontinenz auf. Überlassen wir die Findung der richtigen Version den Anwälten und Ärzten.</p>
<p>Mrs. und Bradbury Taylor betrachteten die angebotenen Laken und wie aus heiterem Himmel (der ja nicht gerade heiter war, wie der geneigte Leser mitbekommen haben mag) drehte sich Mrs. Taylor zu Bradbury um und begann etwas tadelnd: „Well,…“ Denn wie gesagt, findet das Geschehen in einer amerikanischen Stadt statt. Und einige Ausdrücke möchte Mrs. Taylor trotz intensiver Übersetzung nicht ablegen. Das heißt, nach einem kurzen Gespräch mit dem Lektor entscheidet sie sich, nur noch einen amerikanischen Akzent durchblicken zu lassen, der aber in der vorliegenden Schriftfassung vollständig verschwindet.</p>
<p>Mrs. Taylor drehte sich also um und begann etwas tadelnd: „Ähm,..“ Doch Bradbury setzte wieder einmal diesen völlig geheimnisvollen Gesichtsausdruck auf, bei dem man nie wusste, welches Gefühl er da nun eigentlich zeigte. Seine Mutter wusste nur, dass sie ihm in solchen Momenten nie böse sein konnte. Selbst wenn er auch sie töten würde, sie würde ihm immer noch jeden Wunsch von den Lippen ablesen. Das heißt, wenn sie es dann noch könnte.</p>
<p>Bradbury drehte sich schnell wieder um. Vielleicht, weil ihn sein eigener Gesichtsausdruck langweilte und er nicht seine eigene Mutter angähnen wollte. Vielleicht, weil es dem Leser langweilig wurde von solchen Hypothesen und Bradbury ihn durch ein wenig Action wachrütteln wollte. Jedenfalls wühlte er nun in dem Korb mit preisreduzierten bzw. Second-Back-Laken herum, als ihn ganz unerwartet, völlig plötzlich und sowieso letztendlich überraschend etwas biss. Er selbst sollte vorerst nicht erfahren, was ihn in seine Hand gebissen hatte. Aber um den Leser nicht auf die Folter zu spannen (es sei denn, es gehört zu seinen Freizeit-Aktivitäten), verraten wir nun den Grund für den Biss: Es war Jochen, das verirrte Babylaken, das in der Erdatmosphäre sämtliche Fähigkeiten zum aktiven Handeln verloren hatte. Äußerst interessante Umstände, die eine interessante Rahmenhandlung für eine Gesellschaftssatire (mit Tom Hanks und Uschi Glas in den Hauptrollen) ergeben hätten, brachten Jochen in dieses Bettengeschäft. Hier musste er sich einen Korb mit relativ leichen Tüchern teilen. Darum (aber auch aus Gründen, die dreidimensionale Wesen allerdings nie verstehen könnten) biss er Bradbury sehr schmerzhaft in die Hand.</p>
<p>Es hätte eine so schöne Freundschaft werden können.</p>
<p>Stattdessen kam Bradbury seinem Wunsch (Die-Welt-verbessern®) ein Stück näher: Er sollte sich ohne Wissen seiner Verwandten verwandeln: Er wurde zu <span style="font-weight: bold;">Laken-Man™</span>, dem einzigen Superhelden, der auch nach einem lebensgefährlichen Kampf gegen den dreckigen Abschaum dieser Welt aussieht wie frisch gewaschen.</p>
<p>Freuen Sie sich auf „Die unfassbaren Abenteuer von Laken-Man“! Bald im Kino, als Roman, als Computerspiel, als Comic, als Ü-Ei-Figur, als verführerische Unterwäsche-Kollektion und mit seiner ersten Single „Hang Around“.</p>
<p>Und vielleicht sogar in dieser Schülerzeitung.</p>
<p><span style="font-style: italic;">2S – Geschmack braucht kein Protein</span></p>
<hr /><small>
Originalbeitrag: <a href="http://storyteller.adwebture.de/2002/die_unfassbaren_abenteuer_von_laken_man/">http://storyteller.adwebture.de/2002/die_unfassbaren_abenteuer_von_laken_man/</a><br />
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		<title>Michels Traum vom Fliegen</title>
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		<pubDate>Thu, 28 Feb 2002 20:40:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Silvio Schwartz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Schule]]></category>

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		<description><![CDATA[Nach “How to be a good Teacher” war dies bereits die zweite textliche Verballhornung meines Englisch-Leistungskurslehrers, was wahrscheinlich die einzige Möglichkeit war, den Unterricht ohne größere geistige Schäden zu überstehen. Das Unglaubliche dabei: Der Text basiert zum großen Teil auf wahren Begebenheiten, die nur in einen etwas… nun &#8211; abstrakten Rahmen gesetzt wurden. Michels Traum [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nach <a href="/?p=80">“How to be a good Teacher”</a> war dies bereits die zweite textliche Verballhornung meines Englisch-Leistungskurslehrers, was wahrscheinlich die einzige Möglichkeit war, den Unterricht ohne größere geistige Schäden zu überstehen. Das Unglaubliche dabei: Der Text basiert zum großen Teil auf wahren Begebenheiten, die nur in einen etwas… nun &#8211; abstrakten Rahmen gesetzt wurden.</p>
<p><div class="toggle"></p>
<h3>Michels Traum vom Fliegen</h3>
<p>Eine Allegorie</p>
<p>Es war ein wunderbarer Morgen: Vögel zwitscherten, Blätter rauschten leise, wenn sie vom Wind bewegt wurden. Inmitten dieser wunderbaren Frühlingslandschaft, in der die Sonne schon ihre ersten wärmenden Strahlen zur Erde sendete, wandelte Michel auf dem kleinen Trampelweg, der sich durch das mitunter dichte Laubwerk schlängelte.</p>
<p>Hier war der kleine Michel oft anzutreffen; einsam und verträumt bahnte er sich auch diesmal seinen Weg durch seinen kleinen „Urwald“. Während er „Free Electric Band“ vor sich her pfiff, ging er wieder einmal seinem geheimen Hobby nach: er betrieb Astronautentraining. Es war als große Überraschung für seine Eltern geplant, dass er eines Tages nach Hause kommt und wie selbstverständlich seinen Astronautenanzug in die Schmutzwäsche gibt. Bisher waren die Planungen niemandem aufgefallen, nur einmal fragte ihn sein Vater, ein einfacher Mann, der auf dem Feld arbeitete, wohin er denn mit dem Goldfischglas wolle. „Ich will für eine bessere Zukunft kämpfen, für uns alle. Und ich werde mutig dorthin vorstoßen, wo noch kein Mensch gewesen ist!“, antwortete er mit stolzgeschwellter Brust. Sein Vater zersauselte Michels Haare und meinte nur: „Mach dich aber nicht schmutzig, ja? Ach ja, und denk daran, den Fisch wieder zurückzufüllen.“ Doch der Fisch wurde zwei Monate später mit den Essensresten in den Abfluss gespült.</p>
<p>Nicht so Michels Traum: Anstatt in dem Abfluss der Kinderträume zu versickern, wuchs der Wunsch mit den Jahren nur noch mehr. Während er in der Grundschule jede Aufgabe auf Weltraum und Astronauten bezog, was bei den Lehrern für einige Belustigung sorgte, wurde es auf dem Gymnasium immer mehr zu einer Belastung für seine Umwelt. Als er dann beim Feueralarm den Direktor fragte, ob es nicht viel einfacher sei, bei einem Brand den Sauerstoff aus den Räumen abzusaugen, um dem Feuer die Quelle zu entziehen, platzte dem Schulleiter der Kragen. Den Wunsch, unter jeden Stuhl einen Raumanzug anzubringen, konnte er ja noch verstehen. Immerhin hatte Michel recht plausibel die Gefahren der schrumpfenden Atmosphäre erläutert. Doch nun reichte es ihm – Michel flog von der Lehranstalt und musste sich nun beruflich neu orientieren.</p>
<p>Beim Arbeitsamt lehnte die Bearbeiterin aber eine Beschäftigung als Astronauten-Trainer rigoros ab, wahrscheinlich hatte sie schlechte Erfahrung mit Trainern, dachte er nur. So blieb für ihn vorerst nur der Job als Buchhalter. Für ihn war dies allerdings kein großer Gegensatz, vielmehr gab es eine starke Ähnlichkeit zu Astronauten: So wie ein Buchhalter das Rückgrat der modernen Gesellschaft war, so war der Astronaut das Rückgrat der gesamten Raumfahrt. Da der Unterschied dann aber doch mehr als die unterschiedlichen Bezeichnungen war, begann er etwas herumzubasteln. Auf seinem PC verwendete er das Betriebssystem der NASA, das er zwar nicht bedienen konnte, aber dennoch beeindruckend wirkte. Außerdem versuchte er mit einem umgebauten Laserdrucker außerirdische Signale abzufangen. Doch musste er schließlich eingestehen, dass die von seinem „Research-Printer“ aufgefangenen ungewöhnlichen Signale eigentlich seine eigenen Gehirnströme darstellten Und schließlich besorgte er sich ein Head-Set, das zwar für einen Buchhalter völlig sinnlos war, aber genauso wie jenes aussah, mit dem sich auch die Astronauten verständigten. Doch damit nicht genug. Zu allem Überfluss brachte er die Kollegen an den Rand der Verzweiflung, indem er alle wichtigen Bordgeräusche lebensecht nachahmte. Zwischendurch ließ er den einen oder anderen Funkspruch durchkommen, übersetzte sie Wort für Wort, damit seine Kollegen sie auch verstehen konnten, oder sendete auch einen Piepston darüber, wenn der Inhalt streng geheim war.</p>
<p>Während all diese Tätigkeiten zwar störten, aber im Grunde nichts Ungewöhnliches bei Beamten allgemein und Buchhaltern im Besonderen waren, hatte er eine weitere, weitaus bedrohlichere Eigenschaft: Er druckte für sein Leben gern. Was im ersten Augenblick recht harmlos klingt (man denke nur an Geburtstagseinladungen, Hausaufgaben, selbstgemachte Poster, noch mehr Hausaufgaben, ganz persönliche Visitenkarten, ganz viele Hausaufgaben, usw., usa.,… ), entwickelte sich bei Michel im Laufe der Zeit zu einer regelrechten Obsession. So druckte er sich etwa die gesamte Windows-Hilfe aus, schnitt jedes einzelne Wort aus und klebte sie neu zusammen. Mystischerweise ergab sich dabei der Text des Alten Testaments, einzig „Herr“ musste durch „Microsoft“ ersetzt werden. Ansonsten verbrachte er seine Arbeitszeit nur damit, seine persönliche Post einzuscannen, die Dateigröße zu optimieren und an seine E-Mail-Adresse zu schicken, damit seine gesamte Post an einem Platz liegt, von wo er sie ganz schnell löschen kann.</p>
<p>Seiner eigentlichen Arbeit kam er aber immer seltener und mit sinkendem Interesse nach und auch in seinem Privatleben tat sich nichts. Nein, das stimmt nicht ganz. Aber wir wissen nichts davon und hoffen, dass es dabei bleibt.</p>
<p><span style="font-style: italic;">Und beim nächsten Mal in unserer Allegorien-Reihe: Britney isst eine Banane</span></p>
<hr /><small>
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		<title>Fünf Freunde&#8230; und das Geheimnis der verlassenen Schule</title>
		<link>http://storyteller.adwebture.de/2002/funf-freunde-und-das-geheimnis-der-verlassenen-schule/</link>
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		<pubDate>Wed, 30 Jan 2002 11:59:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Silvio Schwartz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geschichten]]></category>
		<category><![CDATA[parodie]]></category>

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		<description><![CDATA[Eine kleine Parodie auf die glücklichen Kinderwelten in Büchern von Enid Blyton und Co. Wahrscheinlich war ich vorher krank im Bett und musste mir wieder die Hörspielkassetten davon anhören&#8230; Und wer den Schlussteil nicht sofort versteht: Das ist gewissermaßen die Kurzfassung von &#8220;Under the Garden&#8221;, einer durchaus seltsamen Geschichte von Graham Greene, die wir im [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eine kleine Parodie auf die glücklichen Kinderwelten in Büchern von Enid Blyton und Co. Wahrscheinlich war ich vorher krank im Bett und musste mir wieder die Hörspielkassetten davon anhören&#8230; Und wer den Schlussteil nicht sofort versteht: Das ist gewissermaßen die Kurzfassung von <a href="http://www.goodreads.com/book/show/115390.Under_the_Garden">&#8220;Under the Garden&#8221;</a>, einer durchaus seltsamen Geschichte von Graham Greene, die wir im Leistungskurs Englisch lasen.</p>
<p><div class="toggle"></p>
<h3>Fünf Freunde&#8230; und das Geheimnis der verlassenen Schule</h3>
<p>Es war ein schöner Herbsttag, als Jill den Schulhof betrat. Jill wunderte sich, wo war denn Gill, sein bester Freund?</p>
<p>Doch Jill musste nicht lange auf Gill warten, denn sie waren schließlich gute Freunde. „Hallo Gill!“ rief Jill und ruderte dabei mit den Armen. Gill kam näher, nahm dabei die Ohrhörer ab und fragte: „Hallo Jill, wie geht es dir, weißt du wo Bill ist, sind wir gute Freunde?“ Jill setzte sein verschmitztestes Lächeln auf, das er finden konnte und sagte: „Gut, nein, ja.“ Gill lachte: „Ha ha, du bist lustig!“ Jill: „Du aber auch!“ Da musste Gill noch mehr lachen.</p>
<p>Plötzlich erschrak Jill, denn er spürte eine Hand auf seiner Schulter. Er drehte vorsichtig seinen Kopf – und sah Bill. „Hallo Freunde!“ sagte er mit seiner Stimme, die sich durch den Stimmbruch ganz lustig anhörte.</p>
<p>„Hallo Bill!“ sagten Gill und Jill zusammen, denn was sie auch immer taten, das taten sie zusammen.</p>
<p>Nun waren also drei von den fünf Freunden Jill, Gill und Bill und den beiden anderen auf dem Schulhof. Deshalb fragte Bill Jill und Gill: „Wo sind denn die beiden anderen?“ Jill und Gill hoben die Schultern, denn sie wussten es nicht. „Es wird ihnen doch hoffentlich nichts passiert sein!“ meine Gill und wurde ein bisschen blass dabei. „Ach was“, erwiderte Jill, „sie sind doch gute Freunde!“ Da waren sie alle  doch ziemlich erleichtert.</p>
<p>Und nun hatte Bill eine ganz seltsame Geschichte zu erzählen: „Ich hatte einen ganz seltsamen Traum. Ich habe geträumt, dass ich bei meinem Onkel bin. Und in einer Nacht bin ich dann unter seinen Garten gegangen. Da haben ein ganz komischer alter Mann und seine noch viel komischere Frau gewohnt. Die Frau hat nur komische Geräusche gemacht, aber der Mann hat mir die ganze Zeit  was erzählt. Aber das habe ich alles wieder vergessen, das war sowieso völlig langweilig. Aber dann hat er mir ein Bild von seiner Tochter gezeigt. Das war ein großes aufklappbares Foto aus einer Zeitschrift. An ihr Gesicht kann ich mich genau erinnern, helft ihr mir sie zu suchen?“</p>
<p>Werden Jill und Gill mitsuchen?<br />
Wo sind eigentlich die beiden anderen Freunde?<br />
Und was hat eigentlich der Englischlehrer mit dem Traum zu tun?</p>
<hr /><small>
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		<title>Mein erster Schultag</title>
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		<pubDate>Mon, 10 Sep 2001 21:44:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Silvio Schwartz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Schule]]></category>
		<category><![CDATA[Schülerzeitung]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein Beweis für meine konsequent sinkende Kreativität in jener Zeit: Schnell einen Erfahrungsbericht zusammenschreiben – inklusiver meiner Gedanken während des Erlebten und schon wieder ein Text für die Mülltonne produziert&#8230; Glücklicherweise unveröffentlicht. Es scheint jedenfalls, dass mir ein Text im Stil von Alfons Zitterbacke oder Ottokar Domma (und wie sie alle heißen) nicht gelingen sollte. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Beweis für meine konsequent sinkende Kreativität in jener Zeit: Schnell einen Erfahrungsbericht zusammenschreiben – inklusiver meiner Gedanken während des Erlebten und schon wieder ein Text für die Mülltonne produziert&#8230; Glücklicherweise unveröffentlicht.</p>
<p>Es scheint jedenfalls, dass mir ein Text im Stil von Alfons Zitterbacke oder Ottokar Domma (und wie sie alle heißen) nicht gelingen sollte. Nichtsdestotrotz sollten Erlebnisse wie diese immer wieder kehren: Erster Tag in der Uni, diverse Treffen&#8230;</p>
<p><div class="toggle"></p>
<h3>Mein erster Schultag</h3>
<p>Der Wind peitschte erbarmungslos den Regen auf die ganze Stadt, düstere Wolken schoben sich vor dunkle Wolken, sodass man die düsteren Wolken gar nicht bemerkte. Wenn es je einen Tag gab, an dem die Zukunft der Menschheit recht ungewiss schien, so war es sicherlich jener Tag, an dem Noah seine Arche seefest machen musste. Oder auch der erste Schultag nach den Sommerferien.</p>
<p>Gut, zugegeben: an diesem Tag hat es nicht geregnet, vielleicht mal etwas getröpfelt, als keiner hinsah. Nun, und so dunkel waren die Wolken nun auch wieder nicht, es wirkte nur alles so seltsam, weil ja sonst beim Aufstehen die Sonne auf der anderen Seite des Horizonts stand. Aber die Zukunft der Menschheit stand tatsächlich wieder am Abgrund, denn nun kamen wieder wir, um etwas zu „„lernen““ (seht Ihr die doppelten Anführungszeichen?).</p>
<p>Nun, auch ich befand mich unter diesem Zug der halb-verschlafenen, halb-müden und halb-aufgebrachten Schülern (Moment, drei mal halb, das sind 1,5, oder? Verdammt&#8230;), die nicht die geringste Idee hatten, wie was nun wo und wie anfangen soll. Also erst mal rechtzeitig um acht Uhr ankommen und sehen: Ui! An einem Werbeschild an der S-Bahn-Station wird eine tolle Aktion bei Domäne, bei der es Vieles kostenlos gibt, angekündigt. Is ja toll! Nur blöderweise schon am letzten Sonntag gewesen – kaum geht man nicht zur Schule, scheint das Leben an einem vorbeizuziehen. Schrecklich!<br />
So, dann noch über den Parkplatz zur Schule, und was muss man da sehen? Frau Dümcke kommt doch tatsächlich erst jetzt an, wo doch die Lehrerversammlung schon längst angefangen hat, ts ts ts.</p>
<p>Dann ein vorsichtiger Blick in den Schulhof: Mmh, ist noch ganz leer, wieso wissen immer die anderen Bescheid und ich nicht? Das grenzt direkt an ein Komplott! Wahrscheinlich bekommen die alle bei wichtigen Terminen heimlich einen Zettel zugeschoben, nur damit ich dann als unwissender Idiot dastehe! Also erst mal setzen. Naja, auch nicht das Wahre, morgens um zehn nach acht allein in der Raucherecke zu sitzen und den immerfrohen Vögelchen beim Tirilieren zuzuhören. Vielleicht hat man ja mal nach sechs Wochen irgendeine Information über den Beginn des Schuljahres angehängt? Da gab es doch mal dieses Schwarze Brett, das kein richtiges Brett ist und auch nicht richtig schwarz&#8230; Doch dieses recht schlichte A4-Papier löste nur eine weitere Welle der Melancholie in mir aus – kein Wunder, wenn diese „Planung des 1. Schultages“-Überschrift in solch einem niederschlagenden Blauton gehalten ist. Da passt man schon mal in Kunst auf, und dann will man’s doch lieber nicht wissen, irgendwie alles deprimierend. Und da ist sie, die Tutorenliste für die 12. und 13. Klassen. Mit Räumen und Uhrzeit. Toll! Und zu welchem Tutor muss man da gehen? Sind ja so viele&#8230;</p>
<p>„Hallo!“ Oh, noch einer, der zwei Stunden zu früh kommt. „Sag mal, weißt du, wann das nu eigentlich losgeht?“ will der wissen. „Klar, in zwei Stunden“ – „Und warum bist du dann schon hier?“ – „Ähm, Recherche für die Schülerzeitung, ich will sehen, wieviele heute zu früh kommen.“ Gut, das hat er gefressen, will aber wohl noch was wissen: „Sag mal, zu welchem Tutor muss ich eigentlich?“ – „Na, ähm, hmm, klar, das, du musst zu &#8230; bei wem von denen hier hast du Unterricht?“ – „Keine Ahnung“ – „Toll, das vereinfacht das natürlich.“ – „Echt?“ – „Das war eigentlich ironisch gemeint.“</p>
<p>[Dieser Dialog wurde übrigens stark verfremdet, im Grunde völlig neu geschrieben, denn a) hat der so nicht stattgefunden und b) war der in Wirklichkeit ganz anders]</p>
<p>Die nächste Zeit bestand eigentlich hauptsächlich daraus, die eintrudelnden Schüler über Tutoren auszufragen (Übrigens eine echte Bildungslücke) und jedes Lehrer-ähnliche Lebewesen zu grüßen, man könnte ja bei ihm/ihr Unterricht haben.<br />
Schließlich hat sich doch alles aufgeklärt: der Himmel zwar nur ein wenig, aber dafür habe ich einen Tutor, auch wenn der nicht so ganz die Sachen macht, die ich erwartet hätte. Trotzdem ein schöner erster Schultag, von mir aus könnten wir das jede Woche machen.</p>
<hr /><small>
Originalbeitrag: <a href="http://storyteller.adwebture.de/2001/mein_erster_schultag/">http://storyteller.adwebture.de/2001/mein_erster_schultag/</a><br />
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		<title>Psycho</title>
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		<pubDate>Wed, 13 Jun 2001 17:01:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Silvio Schwartz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geschichten]]></category>

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		<description><![CDATA[Keine Ahnung, wo das herkam. Wahrscheinlich wieder eine Form-Idee: Ein Text, der nur aus Dialog besteht &#8211; nur fehlte mir wohl der Inhalt. Und dann kommt sowas raus. Kein Wunder, dass ich das nicht veröffentlicht hatte… Psycho „Herr Doktor?“ – „Ja?“ – „Wieso ist diese Liege so nass?“ – „Och, machense sich mal darüber keine [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Keine Ahnung, wo das herkam. Wahrscheinlich wieder eine Form-Idee: Ein Text, der nur aus Dialog besteht &#8211; nur fehlte mir wohl der Inhalt. Und dann kommt sowas raus.</p>
<p>Kein Wunder, dass ich das nicht veröffentlicht hatte…</p>
<p><div class="toggle"></p>
<h3>Psycho</h3>
<p>„Herr Doktor?“ – „Ja?“ – „Wieso ist diese Liege so nass?“ – „Och, machense sich mal darüber keine Gedanken. Is nur vom Patienten vor Ihnen.“ – „Kann das nicht irgendwie weggemacht werden, das wird ziemlich unangenehm.“ – „Och, ich würd einfach mal sagen, dass Sie ´n richtiger Waschlappen sind, höhöhö!“ – „Wie meinen Sie denn das jetzt?“ – „Hihihi“ – „Is ja auch egal. Könnten Sie dann wenigstens diese Maske abnehmen?“ – „Nein.“ – „Wieso denn nicht?“ – „Darf ich nicht. Wissen Sie, da gibt es diesen ärztlichen Dingsda …, Eid, genau. Und der verbietet mir, diese Maske abzunehmen.“ – „Sie meinen, dieser Eid hindert Sie daran, die Chewbacca-Maske abzunehmen?“ – „So sieht’s aus.“ – „Dann fange ich wohl mal besser an, von meinen Problemen zu erzählen.“ – „Auch das noch. Machense schnell.“ –</p>
<p>„Zum einen glaube ich, dass mich alle Menschen einfach übergehen…“ – „Der Nächste bitte! Hohohoho!“ – „Ach, wie lustig!“ – „Mein ich doch auch. Aber könnten Sie noch mal Ihr Problem wiederholen?“ – „Na, ich glaube, dass mich alle Leute übergehen…“ – „Deshalb se­hen Sie also so betreten aus. Hähähähä!“ – „Nu ist aber mal gut. Jedenfalls glaube ich, dass die das machen, weil sie mich nicht leiden können.“ – „Ähh, was? Ich hab grad nicht zugehört. Hihi!“ – „Ich sagte, dass mich wohl keiner leiden kann.“ – „Naja, sagen wir mal so: Sie verstehen aber auch keinen Spaß. Apropos Verstehen Sie Spaß, gucken Sie mal da, da ist unsere versteckte Kamera.“ – „Ach, echt jetzt?“ – „Nein, wohl doch nicht. Hähähähä!“ – „Ich glaube, Sie nehmen mich überhaupt nicht ernst.“ – „Kommt drauf an, heißen Sie Ernst?“ – „Nein.“ – „Dann wohl nicht.“ – „Ich gehe besser zu einem anderen Arzt…“ – „NEIN, bitte BITTE nicht, hören Sie sich doch erst mal meine Lebensgeschichte an!“ – „Neeinn!“ –</p>
<p>„Also gut. Irgendwas ist schon bei meiner Geburt schiefgelaufen. Sonst hieße ich ja nicht Fähl G. Burt. Die Schulzeit war dann eigentlich ganz schön. Meine Eltern kauften mir auch immer ganz teure Sachen. Damit es wenigstens so aussah, als ob die andern Jungs einen Grund hatten, mich zusammenzuschlagen. Schließlich lernte ich sie kennen. Ja, sie meinte, ich wolle nur das eine, was ich natürlich bestritt. Aber nach einem halben Jahr bat sie mich, sie endlich vom Bett abzubinden. Und ich wusste: Es war aus, also sah ich sie nie wieder. Ich weiß ehrlich gesagt gar nicht, ob sie immer noch an diesem Bett hängt. Na ja. Ich hab später noch viele gesehen, aber nie wieder so eines. Wunderbare Federung. Irgendwie hab ich dann mein Psychologie-Studium geschafft. Oder wie auch immer dieses Zeugs in den Coffee-Shops heißt. Ich hab so­gar dreimal den Doktortitel gemacht: einmal aus Russisch Brot, einmal aus Buchstabensuppe und einmal aus Scrabble-Steinen. So, das war’s wohl im großen und ganzen. Oder? Ach ja, ich bin übrigens durch die Spucke eines Lamas gestorben. Und weil man Angst vor ner Epidemie hatte, haben sie mich verbrannt und die Asche im Ozean versenkt. Ach nee, klingt unglaubwürdig, was? Stimmt, bin gar nicht verbrannt worden, die haben mich gleich so ins Meer geschmissen. Aber reden wir doch lieber über Ihre Probleme. … Hallo?“</p>
<hr /><small>
Originalbeitrag: <a href="http://storyteller.adwebture.de/2001/psycho/">http://storyteller.adwebture.de/2001/psycho/</a><br />
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		<title>Eine Geschichte, bei der der Titel so unwichtig ist, dass wir ihn gleich weggelassen haben</title>
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		<pubDate>Thu, 12 Apr 2001 23:00:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Silvio Schwartz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Schülerzeitung]]></category>
		<category><![CDATA[Uni]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Titel ist Programm. Der Text besteht aus wilden Assoziationsketten und dem Gegenteil davon (was immer das ist) und eine Handlung entsteht überhaupt nicht. Im Prinzip also nur eine Beschreibung der Umgebung und Menschen. Und dann ist dieses kleine Stück Literatur auch schon wieder zuende. Eine Geschichte, bei der der Titel so unwichtig ist, dass [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Titel ist Programm. Der Text besteht aus wilden Assoziationsketten und dem Gegenteil davon (was immer das ist) und eine Handlung entsteht überhaupt nicht. Im Prinzip also nur eine Beschreibung der Umgebung und Menschen. Und dann ist dieses kleine Stück Literatur auch schon wieder zuende.</p>
<p><div class="toggle"></p>
<h3>Eine Geschichte, bei der der Titel so unwichtig ist, dass wir ihn gleich weggelassen haben</h3>
<p>Es war ein früher, aber schon heißer Morgen, als sich der dreckige Staub des wöchentlichen Pony-Expresses gelegt hatte. In dieser Wild-West-Stadt, wie sie durchschnittlicher nicht hätte sein können, und wohl deshalb vollkommen unbedeutend in der Geschichte der Vereinigten Staaten, dafür aber umso bedeutender für Hollywood werden sollte, begann sich das Leben zu regen.</p>
<p>Dieses Kaff hieß aber nicht etwa wegen der Kakteen in der Gegend „Cactus Valley“, obwohl dies ein durchaus akzeptabler Grund gewesen wäre, sondern wegen ihres Gründers, Cactus Valley. Hier war man entweder bei den Kühen, beim Sheriff oder im Saloon. Mit diesen Tätigkeiten konnte man hier praktisch sein ganzes Leben ausfüllen, zumal einem wirklich nichts anderes übrig blieb. Schließlich konnte man als gesetzestreuer Bürger, wenn man die Leute in diesem Ort so nennen konnte, die Stadt aufgrund der gefährlichen Banditen in der Umgegend nicht verlassen und als ein solcher saß man im Gefängnis fest.</p>
<p>Wie gesagt, es war ein neuer Tag, wie jeder Tag, der darauf folgen sollte, ein neuer Tag werden würde. Auch diesmal kam Punkt neun Uhr Old Landsmark Junior in den Saloon, bestellte einen doppelten Schwarzen, zwei halbe Ganze und einen Nine o´clock, der nur „beim neunten Glockenschlage“ serviert wurde und wohl auch der einzige Grund für Old Landsmark Juniors tägliches Eintreffen um neun Uhr war. Nachdem seine Bestellung für voll genommen wurde, setzte er sich gewöhnlich auf seinen Lieblingsstuhl, den dritten Barhocker von links, den man einfach als den rechten Barhocker hätte beschreiben können. Doch mit diesem kleinen Unterschied in der Bezeichnung hatte Old Landsmark Junior schon über die Hälfte seiner Kopfgeldaufträge fast erfolgreich erledigt. Wenn aber sein Lieblingsstuhl schon besetzt war, was nie geschehen ist, pflegte er von seiner Revolver-Faust-Kombination Gebrauch zu machen. Dabei schoss er zuerst, um dann, falls der unbefugt Sitzende dann noch lebte, seine Faust zu benutzen.</p>
<p>Ebenfalls um neun Uhr kam Bill Clinton, der selbstverständlich nicht der 42. Präsident der USA war, sondern nur so hieß, da man seine Eltern verständlicherweise nicht auf diese Namensgleichheit hingewiesen hatte, in den Saloon. Allerdings nicht, um einen Nine o´clock zu sich zu nehmen, den er sich, wenn überhaupt, nur abends genehmigte. Nein, er kam aus einem völlig anderen Grund, den er bis zu seinem plötzlichen Verschwinden geheim hielt. Man munkelte aber, dass er wegen der Tochter des Bahrtenders kam. Sie hatte noch nie in ihrem Leben einen Ton gesagt, ja, man kannte nicht einmal ihren Namen und niemand wusste, wie sie aussah, da sie ständig unter einem großen schwarzen Tuch verborgen war. So stand sie nun also, still und stumm und ohne sich zu bewegen. Tag und Nacht. Sie war einfach die Traumfrau aller Männer.</p>
<hr /><small>
Originalbeitrag: <a href="http://storyteller.adwebture.de/2001/eine_geschichte_bei_der_der_titel_so_unwichtig_ist_dass_wir_ihn_gleich_weggelassen_haben/">http://storyteller.adwebture.de/2001/eine_geschichte_bei_der_der_titel_so_unwichtig_ist_dass_wir_ihn_gleich_weggelassen_haben/</a><br />
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		<title>Ein verrückter Abend</title>
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		<pubDate>Tue, 30 Apr 1996 23:00:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Silvio Schwartz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Schule]]></category>

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		<description><![CDATA[Eine kleine Geschichte für den Deutsch-Unterricht der Grundschule. Als Vorgabe waren einige Begriffe vorgegeben, die in einer Geschichte auftauchen sollten und eindeutig auf eine gruselige Atmosphäre abzielten. In meiner Geschichte kamen diese tatsächlich vor, allerdings unter anderen Bedingungen. Der Abend war nämlich tatsächlich verrückt: Ein Mädchen, allein zu Haus, bekommt Besuch verschiedener Fernseh- und Kinogestalten, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eine kleine Geschichte für den Deutsch-Unterricht der Grundschule. Als Vorgabe waren einige Begriffe vorgegeben, die in einer Geschichte auftauchen sollten und eindeutig auf eine gruselige Atmosphäre abzielten. In meiner Geschichte kamen diese tatsächlich vor, allerdings unter anderen Bedingungen. Der Abend war nämlich tatsächlich verrückt: Ein Mädchen, allein zu Haus, bekommt Besuch verschiedener Fernseh- und Kinogestalten, was das Ganze völlig absurd wirken lässt. Zudem gibt es einen eher rätselhaften Schluss.</p>
<p>Nun muss ich nur noch meine Aufzeichnungen finden…</p>
<hr /><small>
Originalbeitrag: <a href="http://storyteller.adwebture.de/1996/ein_verr_ckter_abend/">http://storyteller.adwebture.de/1996/ein_verr_ckter_abend/</a><br />
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		<title>Ein Märchen vom Wunderwasser</title>
		<link>http://storyteller.adwebture.de/1994/ein_m_rchen_vom_wunderwasser/</link>
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		<pubDate>Thu, 31 Mar 1994 23:01:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Silvio Schwartz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geschichten]]></category>
		<category><![CDATA[FEZ]]></category>
		<category><![CDATA[Schule]]></category>

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		<description><![CDATA[Eigentlich war es nur eine kleine Aufgabe für den Sachkunde-Unterricht: Schreibe eine kleine Geschichte über ein “Wunderwasser”. Meine Geschichte war dann die längste von allen und soweit ich mich erinnere auch die abgedrehteste. Die Einflüsse, denke ich, sind unverkennbar. Nur was die Hauptperson angeht, scheint’s an Kreativität gemangelt zu haben&#8230; ;) Ich versuchte mich danach [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eigentlich war es nur eine kleine Aufgabe für den Sachkunde-Unterricht: Schreibe eine kleine Geschichte über ein “Wunderwasser”. Meine Geschichte war dann die längste von allen und soweit ich mich erinnere auch die abgedrehteste. Die Einflüsse, denke ich, sind unverkennbar. Nur was die Hauptperson angeht, scheint’s an Kreativität gemangelt zu haben&#8230; ;)</p>
<p>Ich versuchte mich danach noch an einer Fortsetzung, zu der mir aber die richtige Inspiration fehlte &#8211; sie fing recht ähnlich an. So gesehen wäre eine typische Fortsetzung daraus geworden&#8230;</p>
<p>Als meine Eltern mich bei einem Schreibkurs im FEZ anmelden wollten, bemerkte die zuständige Frau, dass ich ja die Stile von Märchen, Kurzgeschichte und Roman miteinander vermischt hatte. DAS fand ich ja irgendwie toll.</p>
<p><div class="toggle"></p>
<h3><span style="font-weight: bold;">Ein Märchen vom Wunderwasser</span></h3>
<p><span style="font-weight: bold;">Vorgeschichte</span></p>
<p>Es war 14.02 Uhr in Ahrensfelde und auch überall woanders in Deutschland. Silvio kam von draußen ins Bad. um sich seine Hände zu waschen. Aber aus dem Wasserhahn kam kein Tropfen Wasser. “Uns einfach das Wasser abzudrehen. na der hat Nerven. Aber dem werde ich schon seine gute Laune vertrocknen.”Silvio meinte natürlich den Bürgermeister von Ahrensfelde und genau zu dem ging er jetzt. Aber war das eine Menschenmasse vor dem Rathaus. wo er jetzt stand. “Die wollen sicher zu einer Versammlung,”dachte Silvio. Als er dann endlich 2 Stunden später in den Raum von dem Bürgermeister kam. sah der gar nicht so aus,als ob er sich freuen würde,den Leuten das Wasser abgedreht zu haben. “Herr Bürgermeister,stellen Sie sofort das Wasser wieder an oder wir sehen uns vor Gericht wieder,”kommandierte Silvio. “Das würde ich ja gerne,aber es geht nicht,”sagte der Bürgermeister mit fast weinender Stimme. Daraufhin scherzte Silvio: “Öh,lassen Sie mich raten:Heute morgen war ein Monster hier und hat den großen Wasserhahn für’s ganze Dorf gefressen. Herr Bürgermeister. Sie sind ein schlechter Lügner.” – “Ach,Du verstehst es auch nicht,genau wie alle anderen 179 Dorfbewohner die heute hier waren. Der Nächste bitte!” – “Was verstehe ich nicht,genauso wie 179 Nachbarn?” – “Das ich den großen Wasserhahn für das ganze Dorf gar nicht umgedreht habe.” – “Und das soll ich Ihnen glauben?” – “Du kannst ja nachgucken,wenn Du willst.” “Das werde ich auch ,darauf können Sie sich verlassen.” Mit diesen Worten verließ er das Zimmer und ging in den Keller,wo der Hahn ist und stellte fest, daß der Bürgermeister recht hatte. Auf dem Nachhauseweg überlegte er, wie er das Wasserproblem lösen könnte.</p>
<p>Als er das Tor öffnete,kam ihm eine superduperbombenstarke Idee…</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Kapitel 1</span></p>
<p>Es war 12.02 Uhr in der Landschaft,über der das Flugzeug flog und in dem Gepäckabteil des Silbervogels. Da lagen Handtaschen,Tüten und jedemenge Koffer herum. Koffer mit Rollen,ohne Rollen, schwarze, braune, buntbeklebte und gestreifte Koffer. Von außen sah alles ganz gewöhnlich aus,aber wenn wir mal in die Koffer reingucken, dann sieht alles ganz anders aus. Am besten,wir gucken der Reihe nach in die Koffer. Wir beginnen mit dem größten Koffer und arbeiten uns dann durch zu den kleinsten Koffern. Mal sehen,was in dem grö-ach du Schreck,da sitzt ja Silvio drinnen,wie kam der denn hierher,noch wichtiger: Was suchte er denn hier ? Also gut, ich gebe zu , daß ich das schon weiß . Dann will ich euch mal erzählen, was für eine tolle Idee Silvio hatte: Er dachte sich, daß man am besten herausfinden könnte , was mit dem Wasser passiert war, indem man den Grundwassertunnel langgeht.</p>
<p>Ihm war aber auch klar, daß man den Tunnel nur begehen könnte , wenn man so klein ist wie ein Marienchenkäfer, und deshalb machte er sich auf den Weg nach Entenhausen. Dort wollte er dann zu Daniel Düsentrieb. Oh , das Flugzeug war gelandet, Silvio war in einem günstigen Moment aus dem Koffer gestiegen und hatte sich auf den Weg nach Entenhausen gemacht. Als er da endlich ankam , hörte er eine laute Stimme :”Raus hier, Sie denken doch wohl nicht, daß ich diesen Quatsch finanziere!?”Und etwas später:”Sagen Sie mal, bin ich heute nur von Idioten umgeben ? Verschwinden Sie !”Da fragte Silvio einen Entenhausener,der gerade vorbeiging :”Sagen Sie mal, wer ruft denn da die ganze Zeit, daß mir fast die Ohren abfallen ?”der Entenhausener antwortete verdutzt:”Wissen Sie das nicht ? Das ist der alte Duck. Der hat heute eine Erfindermesse angesagt. Die besten Erfinder der Welt stellen ihm ihre neuesten Erfindungen vor, in der Hoffnung , daß er sie finanziert.” – “Ist denn auch der Herr Düsentrieb dabei ?” – “Ja, natürlich.” – “Wo wohnt er ?” – “Emil Erpelstr. 1.” – “Vielen Dank, tschüß .”</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Kapitel 2</span></p>
<p>Es war 15.02 Uhr in der Emil Erpelstr. und auch überall woanders in Entenhausen. Silvio war inzwischen bei Daniel Düsentriebs Haus angekommen. Und da kam ja auch schon der Ingenieur. Aber er sah gar nicht so aus , als ob er viel Erfolg bei der Masse gehabt hätte. “Typisch Herr Duck, nimmt nur etwas an , wenn es nicht zu teuer ist. Aber was kann ich dafür, daß das Hyperraumspray nicht das billigste auf der Welt ist”, brummte Herr Düsentrieb.”Überhaupt nicht Herr Düsentrieb , überhaupt nicht”, antwortete Silvio unaufgefordert. “He ? Du möchtest doch sicher eine Erfindung , oder ?” – “Ja , das Überleben eines ganzen Dorfes hängt davon ab , ob Sie das schon erfunden haben oder nicht.” – “Oh , das ist ja mal was ganz neues. Sonst wollen die Leute meine Erfindungen immer nur, um ein bequemeres Leben zu führen. Was brauchst Du denn?”<br />
“Ein Mittel, das einen auf die Größe eines Marienchenkäfers schrumpfen läßt und ein Gegenmittel.” – “Na so ein Zufall, die Schrumpftinktur habe ich gerade heute fertiggestellt. Hier ist sie , ich schenke sie Dir, weil Du nicht nur an Dich selbst denkst.” – “Vielen Dank Herr Düsentrieb , aber ich muß jetzt schnell gehen , weil ich das 16.00 Uhr &#8211; Flugzeug noch kriegen will. Auf Wiedersehen !”Und so flog Silvio wieder zurück nach Ahrensfelde und grub , gleich nachdem er wieder zu Hause war, ein Loch an der Ecke , wo ihn keiner sah. Das Loch wurde immer tiefer und schließlich sah Silvio , daß die Erde nur noch ganz dünn war. Da rannte er schnell ins Haus und kam 20 Minuten später mit einem Taucheranzug , der Schrumpftinktur samt Gegenmittel und einem Enterhaken ausgerüstet wieder heraus.</p>
<p>Er ging zu dem Loch , nahm sich einem Spaten , stellte sich ins Loch und trank die Tinktur. Da schoß ein gewaltiger Blitz aus dem Loch und Silvio war wirklich so groß wie ein Käfer. Zwei Sekunden danach buddelte er sich zum Tunnel und sagte :”lch hätte den Saft erst nehmen sollen , wenn ich den Durchbruch geschaaaa….”</p>
<p><span style="font-weight: bold;">Kapitel 3</span></p>
<p>Es war 11.07 Uhr im Grundwassertunnel B 4 und in den restlichen Tunneln von Ahrensfelde. Silvio war vor einer halben Stunde in diesen Tunnel gefallen und suchte nun nach dem verschwundenen Wasser. Das war ziemlich schwierig , denn der Boden war ganz schön matschig und naß. Aber so oder so gelangte er schließlich zu einer Stelle , wo ein Zwerg saß und weinte.<br />
“He , Du , warum weinst Du ? Und wer bist Du eigentlich ? “, das fragte Silvio den Zwerg. Der Zwerg hob den Kopf und sagte :”Ich bin ein Wasserzwerg und muß wie alle Wasserzwerge dafür sorgen , daß es immer einen vorgeschriebenen Grundwasserstand gibt. Das machen wir mit unserem Wunderwasser. Ein Tropfen davon und im Umkreis von 200 km ist die Wasserversorgung für die nächsten 50 Jahre gesichert.” – “Und wieso ist jetzt alles ausgetrocknet ?”, fragte Silvio den Zwerg. Der antwortete traurig :”Vor 4 Tagen waren wieder 50 Jahre vorbei. Ich wollte wieder einen Tropfen Wunderwasser auf den Boden schütten , aber die Flasche war leer. Kein einziger Tropfen kam heraus. Da wollte ich die zweite Flasche holen. Die ist in einer Grotte versteckt. Aber als ich da ankam , sah ich , daß ein Untier sich da eine Behausung gebaut hat.”Die letzten Worte sagte er schon mit Tränen in den Augen. Silvio versuchte ihn zu trösten : “Sei nicht traurig Wasserzwerg. Zeig mir, wo diese Grotte ist! ich habe schon einen Plan , wie wir die Flasche wiederkriegen.”Der Zwerg führte ihn durch einen Irrgarten von Gängen und schließlich sagte er:”Hier ist die Grotte.”Tatsächlich war da ein großes Loch zu sehen. Plötzlich guckte ein großer häßlicher Kopf heraus. Da rief Silvio :”Guck mal, Happi, Happi”, und warf dem Ungetüm die Flasche Schrumpftinktur ins Maul. Wieder schoß ein Blitz aus der Grotte. Nach einiger Zeit hatte sich der Schrecken gelegt und der Zwerg holte die zweite Wunderwasserflasche. Dann gingen sie zusammen zu dem Loch , wo Silvio in den Grundwassertunnel gekommen war. Er kletterte zum Anfang des Lochs , verabschiedete sich und der Zwerg ließ einen Tropfen Wunderwasser auf den Boden fallen. Silvio kletterte am Loch hoch und trank das Gegenmittel und sagte :”Man war das ein Abenteuer.”</p>
<p>ENDE</p>
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