Story°Teller

Ein Lyrisches Ich tischt auf

Feuer und Flamme

Dezember2009

Ich gebe es ja zu: Die Pointe ist hier etwas sehr offensichtlich. Aber was soll man auch sonst für Texte zur Weihnachtszeit schreiben? In diesem Sinne: Ein paar schöne Tage wünsche ich euch da draußen!


Feuer und Flamme

Ich machte dich an,
Als ich dich kennen lernte.
Mit deinem Leuchten
Erfülltest du jeden Raum.
Ganz oben bei dir
Wurde dir ganz warm und heiß.
Und schließlich wurdest
Du Wachs in meinen Händen.
Bist zerschmolzen sehr,
dein Feuer brannte für mich.
Und es war vorbei.

Du warst abgebrannt
Und mir so egal.
Hast dich ja nie für mich interessiert,
Nur deinen Docht im Kopf gehabt –
Mehr als brennen konntest du nie.

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In Schwaden starren

Dezember2009

Manchmal kann ich schon arg moralisch sein, nicht wahr? Was soll ich sagen, es macht mir ja auch Spaß… Mir macht nur Sorgen, dass mich offenbar die gleichen Dinge aufregen wie schon bei Holy Smoker


In Schwaden starren

Sie hüllen sich in dicke Schwaden
ausgestoßen in schmutzige Wolken
und starren vor sich hin.

Die Augen mal trocken, dann tränig,
rote Äderchen bahnen sich hindurch,
sie husten vor sich hin.

Das Atmen begleitet ein Schnaufen,
wenn sie gerollten Dreck einziehen.
Sie kriegen es stets hin.

Sie seien dabei glücklich gewesen,
das sagen sie später dann dazu,
und starren vor sich hin.

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McLennon (Video)

Dezember2009

Manchmal muss ich zur Entspannung einfach Videos schneiden und das geht bei Mash-Ups relativ einfach: Man braucht nur den Song und die Musikvideos der Ursprungsmusik. In diesem Fall stammt der Mix von Go Home Productions und dort wie in dem Video kommt es fast zu einer Wiedervereinigung…

Go Home Productions: McLennon
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Das Vergeßen

November2009

Ist es möglich, eine Parodie auf Franz Kafka zu schreiben? Ich habe keine Ahnung, nichtsdestotrotz habe ich es probiert. Wobei ich das Gefühl nicht loswerde, dass Kafka in den letzten Kapiteln von “Das Schloss” pure Parodie auf sich selbst betrieben hat.

Das Vergeßen

L. trat auf die Straße, als ein stiller Schrei in der Dunkelheit der Nacht erschallte. Nachdem L. dies gesehen und vielmehr noch, nachdem er dies gehört hatte, waren die Dinge nicht mehr so anzusehen, wie dies vorher noch der Fall gewesen war. Zwar gab es Ausnahmen, kleine Banalitäten hier und durchaus beträchtliche Angelegenheiten dort, doch konnten sie in ihrer Gesamtheit nichts gegen den Eindruck ausrichten, dem L. nun nachhing.

Dabei war L. in keiner nennenswerten Weise in den Vorgang involviert, nicht einmal mit dem kleinsten Bestandteil des Geschehens konnte ihm irgendeine Verbindung nachgesagt werden, nur auf höheren Ebenen hätten sich Verschränkungen auffinden lassen können, welche jedoch aufgrund ihrer Größe und ihrem Umfang dermaßen allgemein hätten formuliert werden müssen, dass sie nicht auf eine ausschließliche und konkrete Weise die Person oder auch nur das Wesen L.’s hätten erfassen können. Andererseits fühlte L. selbst eine äußere und vor allem innere Teilnahme, die in vielerlei Hinsicht nicht einmal von denjenigen empfunden worden ist, bei denen dies tatsächlich der Fall gewesen ist. Aber auch von diesen unterschied sich L. erheblich, so fühlte er etwa ein Unwohlsein, genauer eine Schläfrigkeit, wodurch ihnen gegenüber nichts hätte fremder sein können. L. wusste, ja ahnte von alldem nichts und was hätte es ihm gebracht, dies alles zu überblicken? War es nicht weit eher als ein ungeheurer Vorteil einzuschätzen, dass L. sich ohne Kenntnis derjenigen Dinge, die schließlich auch nicht sehr gefestigt und eindeutig waren, eine eigene, da ja unbeteiligte Meinung bilden konnte? Und war er so nicht verhältnismäßig näher an der Wahrheit, als es denen, die doch viel unmittelbarer beteiligt waren, jemals hätte möglich sein können? So zumindest erklärte sich L. den offen liegenden Widerspruch zwischen der einen Seite, die unverhüllt und zugänglich aufzufinden war und der anderen Seite, die bei weitem direkter und wahrhaftiger erschien. Diese Gedanken begleiteten L. und während er unentwegt seinem Weg zu folgen suchte, spürte er eine Empfindung, mit der ihm nichts anzufangen gelang, genauso wenig wenig wie mit der fortwährend drückend werdenden Stille, die er in dieser Finsternis bereits vollkommen vergessen hatte.

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Neu-68er

November2009

Es ist ja durchaus abstrus, für eine Studierendenzeitung im Jahr 2009 eine Rezension für die Beatles und für Star Trek zu schreiben. Und das noch auf einer ganzen Seite, wo sonst kleinere Texte üblich sind. Was soll’s, mich freut das natürlich. Warum die Schlussredaktion aber eine möglichst langweilige Überschrift gewählt hat, ist mir nicht so ganz klar…

20 Jahre in die Vergangenheit schauen kann jeder. Wir blicken gleich über 40 Jahre zurück!

Neu-68er

Wer käme auf die Idee, die Mona Lisa im Louvre durch Bildbearbeitung aufzupeppen und gegen das Original auszutauschen? Zum Glück niemand. Doch bei zwei popkulturellen Größen der Sechziger Jahre – den Beatles und den frühen Star-Trek-Folgen, wird jetzt genau das getan: Das Original wird verbessert oder ersetzt, auf neudeutsch: remastered. Mit diesem Prädikat schmückt sich die neue Auflage der Beatles-Alben und auch die erste Star-Trek-Serie gibt es nun in neuem Gewand auf DVD.

Im Fall der Beatles stellt es sich als ein längst überfälliges Vorgehen heraus: Die bislang erhältlichen CDs wurden 1987 mit dem damaligen Stand der Technik von Bändern schlechterer Qualität kopiert. Bei den neuen Scheiben wurde dagegen wie bei einer Restauration vorgegangen und die Arbeit hört man den Aufnahmen an: Vier Jahre arbeiteten der Toningenieur Allan Rouse und ein sechsköpfiges Team an den dreizehn Alben und den Singles, die nicht auf den regulären Alben erschienen sind. Sie digitalisierten die Analogbänder, bearbeiteten Produktionsfehler, hoben die Lautstärke an und bearbeiteten die Frequenzen, bis die neuen CDs wie die alten Schallplatten klangen.

Bei der Neuauflage handelt es sich also nicht um einen Remix, sondern um die Originale, die gewissermaßen von einer Staubschicht befreit wurden: Im Vergleich zu den alten CDs lassen sich  feinere Klänge unterschieden, die Bässe klingen besser, die Höhen höher. Wer noch die Klänge der bisherigen Auflage in den Ohren hat, wird überrascht sein von der Klangvielfalt, die sich nun auftut: Plötzlich hört man Basslinien, wo vorher nur ein dumpfes Geräusch war. Was auf „Lucy In The Sky With Diamonds“ wie ein Gesangsecho klang, stellt sich  als raffiniertes Gitarrenspiel heraus und die Leadgitarre bei „Come Together“ beißt sich geradezu in die Gehörgänge. Wie detailreich ausgearbeitet die Arrangements der Fab Four waren, das lässt sich also nun deutlicher heraushören. Und auch, wie handwerklich die Musik war – mehr als deutlich ist bei „A Day in The Life“ ein quietschender Stuhl zu hören.

Wie in den Sechzigern klingt das aber nicht wirklich: Da hörte man in der Regel noch Mono auf Lautsprechern, die heutzutage von jedem Küchenradio übertönt werden. Mono, das heißt für unsere Surround-umschmeichelten Ohren: Aus allen Boxen kommt die gleiche Abmischung. Da sich damals die Stereo-Technik noch durchsetzen musste, wurden fast alle Alben in Mono und Stereo abgemischt. Was banal klingt, sorgte für hörbare Unterschiede: „She’s Leaving Home“ ist als Mono-Version deutlich schneller und in der Regel sind in den Stereo-Fassungen die Instrumente recht eigenwillig verteilt: Links Gesang und Schlagzeug, rechts alles übrige. Kein Wunder, dass den Beatles die Mono-Versionen wichtiger waren und Stereo-Abmischungen als Nebenprodukt ansahen. Ganz dem Zeitgeist entsprechend gibt es jetzt aber nur noch die Stereo-Fassungen einzeln im Handel, für die komplette Mono-Box muss man mehr als 200 Euro auf den Tisch legen. In gewisser Hinsicht ist die Musik der Beatles Opfer neuer Hörgewohnheiten: Wer sie unterwegs auf Ohrhörern abspielt, dürfte kaum einen Unterschied zu den alten CDs wahrnehmen. Schön sind die Alben trotzdem – schließlich ist die Gestaltung der Verpackung und der Booklets mit dem Original-Artwork der LPs äußerst liebevoll geraten.

Star Trek wird immer wieder in neuen Verpackungen auf den Markt geworfen, nun ist wieder eine neue Version der alten Serie herausgekommen. Diesmal wurde das Bild aufgefrischt und die Uniformen von Kirk und Spock leuchten jetzt so, wie es nicht einmal auf den Fernsehbildschirmen der Flower-Power-Zeit zu sehen war. Man beließ es allerdings nicht beim schnöden Entfernen von Staub und Kratzern: Sämtliche Spezial-Effekte wurden durch digitale Neuschöpfungen ersetzt. So fliegt die Enterprise nun nicht mehr als unscharfes Modell in putzigen Trickaufnahmen, sondern stakst durch Animationen wie in einem drittklassigen Computerspiel. Schlimmer noch: Die neuen Weltraum-Aufnahmen haben einige nette Einfälle und Lichteffekte, doch fehlt ihnen der Charme von Spielszenen, in denen Captain Kirk im aufgerissenen Hemd schlecht geschminkte Klingonen verprügelt. Die Folgen wirken dadurch nicht mehr wie aus einem Guss. Am überzeugendsten sind die Überarbeitungen dort, wo sie nicht sofort auffallen: Wo Phaserstrahlen fehlten, wurden sie eingesetzt und grandios ist der Blick auf Spocks Heimatwelt in der Folge „Pon Farr“. Hübsch ist das schon, aber Restauration ist das sicherlich nicht. Empfehlenswert ist deshalb die Blu-ray-Ausgabe, denn hier kann man ständig zwischen alten und neuen Effekten umschalten.

Auch beim Ton wurde einiges getan: Die Titelmusik wurde völlig neu eingespielt und der Originalton ist in 5.1 Surround zu hören. Der deutsche Ton bietet zwar nur einen einzigen Kanal, dafür wechseln munter die Stimmen: Da in der deutschen Übersetzung einige Szenen unsinnig und andere gar nicht synchronisiert worden waren, sind an diesen Stellen andere Sprecher zu hören.

Am Ende geht es darum, Pilzköpfe und unendliche Weiten an eine neue Generation von Konsumierenden zu verkaufen. Dabei wurden die Produkte auf eine Perfektion getrimmt, die sie niemals besaßen. Die swinging sixties in Reinform möchte man heute wohl niemandem mehr zumuten. Fest steht: Die Sechziger wie wir sie kennen, sind seit diesem Jahr Geschichte und höchstens noch ein Fall fürs Museum.

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Bildersturm

November2009

Nur falls wer was anderes denkt: Ein lyrisches “Ich” in Gedichten ist lyrisch und nicht hundertprozentig Ich. Alles andere überlasse ich den aufmerksamen Leser_innen ;)

Bildersturm

Dies Bild
zeigt sie
so lieblich
so schön.

Ihr Haar
lockt hinab
es glitzern
ihre Augen
so sehr
so sehr.

Ihre Wirkung
die verfehlt
sie nicht
und verbirgt
damit
wie sie ist.
Widerlich.

Drum hass’ ich
dies Bild
und seh’ und
erinn’re mich
an ihr Haar
und Augen.
Starr’ es an
so sehr
denn es
zeigt sie
dies Bild.

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Im Zugzwang

Oktober2009

Monatelanges Chaos bei der Berliner S-Bahn. Das fiel zu einem Großteil in die Zeit der Semesterferien, in der keine UnAufgefordert erscheint. Für die Oktober-Ausgabe gab es dann einen Artikel von mir. In letzter Minute recherchiert und geschrieben, versteht sich. Die Fassung, die sich in der Ausgabe findet, unterscheidet sich allerdings deutlich von dem, was ich geschrieben hatte: Ich hatte den Schwerpunkt auf den Umgang der Bahn mit den Studierenden gelegt, die Schlussredaktion stellte in den Vordergrund, wie man an die Rückzahlungen kommen kann. Hier gibt’s natürlich meine Version.


Im Zugzwang

„Entschuldigen kann man das nicht, das ist eine Sauerei, was die machen.“ Jana* ist wütend: Seit Juli fahren die Berliner S-Bahnen aufgrund von Sicherheitsmängeln nur noch stark eingeschränkt. Da Jana Mathematik und Philosophie an der Humboldt-Universität (HU) studiert, muss sie zwischen Mitte und Adlershof pendeln. Seit dem Beginn des S-Bahn-Chaos im Juli ist das nicht mehr so einfach: „Früher habe ich von Ostbahnhof bis Adlershof dreißig Minuten gebraucht, jetzt ist es eine Stunde.“ Sie muss nun mehrfach umsteigen, in vollen U-Bahnen und Bussen fahren. Im Juli hat sie von den Entschädigungszahlungen an Reisende mit Abokarten gehört und musste feststellen: Studierende sollen nicht entschädigt werden. Sie schrieb an die S-Bahn und bekam als Antwort, dass es nicht möglich sei, die Zahlung für das Semesterticket auszusetzen.

Auch der Berliner Fahrgastverband (IGEB) kritisierte, wie mit den Studierende umgegangen wurde: Die Bahn würde die Studierenden als „Stammkunden zweiter Klasse“ diskriminieren. Denn als die S-Bahnen ausfielen, war Prüfungszeit und einige Studierende mussten mit Taxis zu ihren Prüfungen fahren und kamen trotzdem zu spät. „Da war es besonders pervers, dass die Studierenden nicht in die Entschädigungen miteinbezogen worden waren“, so Christfried Tschepe, Vorsitzender des IGEB.

Der RefRat der HU und die Asten der anderen Berliner Hochschulen forderten im September gemeinsam den Erlass eines Monatsbeitrags. Dies verlangten sie auch für das Sozialticket und das Mobilitätsticket, deren Inhaber ebenfalls nicht entschädigt werden sollten. Ende September gab die S-Bahn schließlich bekannt, dass sie den Forderungen nachkomme: Studierende der Universitäten in Berlin, Potsdam und Wildau fahren nun im Dezember kostenlos, Sozial- und Mobilitätstickets ebenfalls. „Das ist ein wichtiges Signal“, meint Tschepe.

„Wir wissen, dass wir etwas falsch gemacht haben“, sagt Ingo Priegnitz, Pressesprecher der S-Bahn. Die Zahlungen könnten auch keine Entschädigung für die Zugausfalle der vergangenen Monate  sein, er bezeichnet sie als „Geste der Entschuldigung“. Damit will die Bahn zeigen, dass sie die Entschuldigung ernst meint. Rund 26 Euro bekommen die Studierenden der HU nun beim nächsten Beitrag zum Semesterticket gutgeschrieben, das entspricht einem Sechstel des aktuellen Ticketpreises von 158,50 Euro. „Wir sind aber nicht nur am Geld interessiert, sondern wollen vor allem, dass bei der S-Bahn alles funktioniert“, betont Tobias Florek vom ReferentInnenrat der HU. Den Freimonat sieht er deshalb nur als ersten Schritt.

Derzeit erwartet Christfried Tschepe für das beginnende Wintersemester an mehreren Uni-Standorten Probleme: Am S-Bahnhof Griebnitzsee, wo sich Campus der Universität Potsdam und der Filmhochschule Babelsberg befinden, am Tiergarten, der von Studierenden der Technischen Universität genutzt wird und an den HU-Standorten Friedrichstraße, Hackescher Markt und Adlershof. Der naturwissenschaftliche Campus der HU ist besonders betroffen – die Linien S8 und S85 sind weiterhin gestrichen, die S9 und S46 fahren nur im 20-Minuten-Takt. Auch S-Bahn-Sprecher Priegnitz erwartet volle Züge bei über 6.000 Studierenden und 1.000 Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen und rät, auf die Angebote der BVG umzusteigen. „Wir können keine Züge backen“, sagt er und weist darauf hin, dass nur Züge eingesetzt werden, die sicher sind: „Wir müssen das gemeinsam durchstehen.“

Inzwischen hat Jana genug: Sie steht morgens eine Stunde früher auf, um rechtzeitig zur Arbeit zu kommen. Sie muss jetzt deutlich längere Strecken zu Fuß zurücklegen, denn Fahrräder dürfen nicht mehr mitgenommen werden: „Ich habe miterlebt, wie Leute deswegen aus den Zügen geworfen worden sind.“ Und sie erwartet, dass in diesem Semester viele zu spät kommen werden, weil nicht genug Platz in den Zügen ist. Das alles schränkt ihr Leben ein und deswegen fordert sie anteilig die Beiträge für die Monate zurück, in denen die S-Bahnen nicht so gefahren sind, wie sie es erwartet hat. Bis jetzt hat sie keine Antwort bekommen und lässt es auf eine Schadensersatzklage ankommen. Denn: „Warum soll ich mich mit 25 Euro zufrieden geben, wenn ich das Doppelte bekommen kann?“

* Auf Wunsch der Betroffenen ist der Name anonymisiert.

 

Pfeif auf die S-Bahn – entdecke Berlin!

Nach Adlershof kommt man auch ohne S-Bahnen: Man kann mit der U7 bis Rudow fahren und von dort den Bus 260 nehmen. Sehr schön ist auch die Fahrt mit den Straßenbahnlinien 60 und 61 durch die Altstadt Köpenick. Wie bei den Standorten im Stadtzentrum gibt es verschiedene Fahrmöglichkeiten ohne S-Bahn. Den eigenen besten Fahrweg kann man auf www.bvg.de finden, bei den erweiterten Einstellungen muss dafür das Häkchen bei der S-Bahn entfernt werden. Die verrücktesten Reiseberichte prämiert die UnAufgefordert mit einer Freifahrt im Dezember.

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schwerwiegende unwägbarkeiten

September2009

Dies stammt von einer Fahrt in der S-Bahn, vorher schob sich der Text schon in meinem Kopf zurecht. Manchmal geht es doch recht einfach…


schwerwiegende unwägbarkeiten

er und sie, sie hatten es schwer,
denn sie wussten nichts voneinander
und sie noch viel mehr.

was er über sie erfuhr
wusste sie schon längst
und war dabei gescheiter
über ihn wusste sie bescheid
er wusste nicht woher
sie sprachen nicht drüber.
überhaupt war was er über sie wusste
kaum der Rede wert.
Vielmehr zählte für ihn
was er fühlte für sie.

hätte er gewusst was sie fühlte
zu wissen was sie auch dachte,
dies zu wissen hätte ihm
auch nichts gebracht.
So erklärte sie sie beide für
gescheitert.
warum das wusste sie wohl
doch sagte es nicht
und er wusste gar nicht
warum.
doch dass sie es sagte
das dachte er sich
und fühlte vielleicht
hatte doch wohl
einen guten Grund.

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Meet the friends

September2009

Beim Kinokabaret werden innerhalb von 48 Stunden Kurzfilme gemacht, komplett von der ersten Idee bis zur Vorführung. Ich bin mit einer Idee angekommen und in einem großartigen Team haben wir sie umgesetzt. Und hier das Video:

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Durcheinander

Juni2009

Das sieht vielleicht aus wie eine Ausrede, aber tatsächlich… ist es das nicht. Ganz bestimmt.


Durcheinander

Es liegen Jacken, Hemden, Hosen auf dem Boden
ganz verloren
über Papier und dem Kram, wo mal Ordnung war
irgendwo da
ich sitze auf einem Stuhl mittendrin und sehe hin
hab nichts im Sinn
es sieht auch nicht besser aus, je länger ich schau
und auf Lippen kau
sollte mich wohl erheben und was davon bewegen
hab was dagegen
denn so sieht es nun einmal aus bei mir und in mir
so auch hier.

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