Längere Öffnungszeiten

Der letzte Artikel für den “Bernauer Blick”, für den ich völlig alleine zum Bernauer Freizeithaus Jellow gegangen bin, mit der Leiterin gesprochen habe und Fotos aufgenommen habe.

Längere Öffnungszeiten

Im Vergleich zu dem Gymnasium, das direkt daneben steht, sieht das Jellow-Gebäude fast schon winzig aus. Aber dennoch — innen erscheint das Haus riesig und ist in jeder Ecke vollgestellt mit den interessantesten Dingen. Da gibt es im Erdgeschoß riesige Plakate an den Wänden mit Fragen zu den verschiedensten Wissensgebieten, dann noch eine Spielekonsole in einem Zimmer, ein Cafe in einem anderen und wieder in einem anderen eine Küche. Überall an den Wänden sind selbstgemalte oder gebastelte Bilder und Kunstwerke, die Kinder in ihrer Freizeit hergestellt haben. Im vergangenen Jahr kamen wöchentlich etwa 170 Kids ins „Jellow”. Oftmals gefällt es ihnen so sehr in dem Freizeithaus, daß sie später, auch wenn sie 16 Jahre und älter sind, dorthin kommen, um den Mitarbeitern zu helfen. Von den einst zehn Mitarbeitern, sind jetzt nur noch zwei fest angestellt. Viele ehrenamtliche Honorarkräfte leiten deshalb die Kurse. Das Freizeithaus war 1974 gegründet worden, um den Kindern Wissenschaft und Technik näherzubringen. Dann wurde es 1982 zum Pionierhaus ernannt, und es kamen die Bereiche Kunst und Kultur hinzu. Nach der Wende 1990 gab man sich den Namen „Jellow”, da das Haus mit gelber Farbe angestrichen war. Gerade diese blätterte in den letzten Jahren immer weiter ab und der Putz bröckelt auch schon. Der Landkreis ist für das Haus zuständig, kümmert sich jedoch nicht weiter drum. Um nicht alles verkommen zu lassen, werden immer wieder kleine Ausbesserungsarbeiten am Haus vorgenommen. In den Ferien ist immer etwas los im „Jellow”.

Zum Winterferien-Programm werden wieder genauso viele Besucher wie letztes Jahr erwartet, da waren es nämlich 200 pro Woche. Vom 2. bis 12. Februar können hier viele Dinge erlebt werden, die oft nicht im Alltags-Plan zu finden sind. Das Haus hat verlängerte Öffnungszeiten, täglich 10 bis 18 Uhr. Hier einige Angebote: am 2. Februar ein Fondue in der Küche, am 3. Februar eine Märchenstunde am Samowar, am 4. Februar, falls Schnee liegt, wird ein Iglu gebaut, am 9. Februar Besuch des Wildparks Schorfheide. Der Höhepunkt des Programms in den Winterferien ist dann der am 11. Februar stattfindende Kinderfasching. Die ganze Zeit über wird das Kinder-Cafe geöffnet sein, genauso wie ein Flohmarkt, dessen Erlös dem „Jellow” zugute kommen soll. Bei allen Aktionen helfen Kinder mit, weil es ihnen hier gefällt. Und damit es so bleibt, werden während der Ferien Computer installiert, mit denen die Kinder Grundbegriffe der Computertechnik lernen können.

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