Story°Teller

Ein Lyrisches Ich tischt auf

Is doch gar nicht so schlimm…

November2004

Auch dies ist ein Text, den ich eigentlich nur schrieb, um nicht völlig aus der Übung zu kommen. Gleichzeitig schwirrte auch die Idee an einen eigenen Weblog namens “mind>hunters” in meinem Kopf herum, den ich auch probeweise schon eingerichtet hatte. Weitere Inspirationen blieben aber aus, sodass ich das nicht weiter verfolgte.

Inhaltlich führt der Artikel meine ganz persönliche Anti-Drogen-Kampagne fort, deren Motivation in “Die einfache Erklärung” klar wird.

Is doch gar nicht so schlimm…

Menschen wollen Freude, wollen Vergnügen, wollen Lust. Einen Kontrast zu einem anstrengenden Tag in der Schule, in der Uni, auf Arbeit. Schließlich ist doch das Leben hart genug und man sollte jedes Glückshormon nutzen, das man irgendwo aufgabeln kann.

So weit, so schön.

Leider kann der Mensch keinen Spaß haben. Möglicherweise ist er zu ausgelaugt und müde, vielleicht aber auch nur zu sehr in Konventionen gefangen und letztlich befangen. Jedenfalls kann der Mensch keinen Spaß haben. Zumindest nicht ohne Hilfe.

Beispiel Alkohol. Gerade einmal 5% der Befragten einer Studie[1] waren mindestens 1 Jahr abstinent. Dagegen war jeder zweite Jugendliche unter 14 Jahren schon einmal betrunken.
Und warum? Spaß. Nicht umsonst sind Alcopops die beliebtesten Partygetränke – nicht etwa ein harmlos-fruchtiger Ananassaft, für den man schon verdächtig oft einen verwirrten Blick der Bedienung kassiert. Zwar hat die Bundesregierung eine höhere Besteuerung dieser Getränke (also der Alcopops, nicht der Ananassäfte) beschlossen[2], um der Jugend den Zugang zu erschweren. Kein Gedanke an Ursachenforschung, vielmehr das Motto: Wer feste arbeitet und verdient, der darf auch feste saufen.

Beispiel Haschisch. Allgemein[1] geht man[3] davon aus, dass ein Drittel der 12- bis 25-jährigen diese Droge konsumiert hat. Meist drehen sich Diskussionen diesbezüglich um die von immer mehr und immer prominenteren Zeitgenossen geforderte Legalisierung und in diesem Zusammenhang um die medizinische Sicht.

Dabei wird eine Frage nur selten gestellt: Warum konsumieren Menschen Haschisch?

Man erfährt: Es führt zu Entspannung und – klar – Spaß spielt auch eine Rolle. Nicht zu vergessen der Ruch des Verbotenen. Die Konsumenten werden nicht müde, klar zu stellen, dass Haschisch weder die Abhängigkeit noch die aggressivstimulierende Wirkung von Alkohol besitzt. Und der sei schließlich gesellschaftlich und juristisch akzeptiert. (Viel mehr noch: Die Substanz kann sogar strafmildernd wirken. Aber das ist schon ein Thema für sich…)

Heißt das, man hat nur die Wahl zwischen unterschiedlich legalisierten Drogen, wenn man Entspannung und/oder Spaß haben will? Ist der menschliche Körper so unempfindlich gegenüber „Bauchgefühle“ und Freude in Eigenproduktion geworden, dass man nachhelfen muss? Oder ist alles nur Kopfsache, Angewohnheit, Selbstverständlichkeit? In einer Gesellschaft, in der schon Kinder auf Familienfeiern zum gemeinschaftlichen Besäufnis angehalten werden?

Eine Antwort drängt sich geradezu auf, bleibt nur noch: Ist es tatsächlich Freude, Vergnügen, Lust, wenn man sich so die Birne zuknallt, dass man nicht mehr Herr seiner Sinne ist?

[1] http://www.sportsax.de/gs1077801549.html
[2] http://www2.netdoktor.de/nachrichten/index.asp?id=115132&D=27&M=9&Y=2004
[3] http://www.wdr.de/tv/dokumentation/die_bekiffte_republik.html

Kriegsdienstverweigerung

März2003

Schon seltsam, womit man sich in der 13. Klasse so die Zeit vertreiben muss. Nicht genug, dass ich zweimal meinen Körper der Bundeswehr zwecks Begutachtung zur Verfügung stellen musste – nein, ich musste auch noch sachlich und fundiert meinen Herzenswunsch zur Verweigerung begründen. Komisches Land, in dem der Wunsch, eine Waffe in der Hand zu halten, nicht begründet werden muss.

Da für mich als Ausgemustertern die Verweigerung sowieso ohne Bestand war, habe ich nie erfahren, wie das aufgenommen wurde. Hier also noch einmal zur allgemeinen Bereicherung. Wegtreten!

    Kriegsdienstverweigerung

    Die Darlegung meiner Beweggründe, den Dienst an der Waffe zu verweigern

    Am 04. März 2003 stellte ich einen Antrag auf Anerkennung als Kriegsdienstverweigerer aus Gewissensgründen gemäß Artikel 4 Absatz 3 Satz 1 des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland. Darin heißt es: „Niemand darf gegen sein Gewissen zum Kriegsdienst an der Waffe gezwungen werden.“ Kaum eine ethische Grundhaltung ist bei mir länger und stärker ausgebildet als meine Ablehnung von Gewalt und Krieg im allgemeinen und Kriegsdienst im speziellen, wie ich im Folgenden zeigen werde.

    Bereits seit frühester Kindheit genoss ich eine ausgesprochen pazifistische Erziehung. Eine wichtige Rolle kommt dabei meiner Zeit im evangelischen Kindergarten zu. Uns Kindern wurde dabei vermittelt, dass man keine Gewalt benötigt, um Konflikte zu lösen. Eine Einstellung, die Entscheidungen in meinem Leben mitbestimmen sollte und durch die Behandlung ethischer und moralischer Fragestellungen im Religionsunterricht meines Gymnasiums verstärkt wurde. So nahm ich Tugenden wie Gewissensentscheidung, Nächstenliebe und die Achtung des Lebens in mir auf. Ein Mal verstieß ich gegen diese Regeln, die ich mir selbst gestellt hatte: Im Alter von zehn Jahren verletzte ich meinen besten Freund in einem Streit. Dies scheint gerade durch den zurückliegenden Zeitraum kaum mehr Bedeutung zu besitzen und es war auch keine schwerwiegende Verletzung. Doch plagten mich noch lange Zeit Schuldgefühle, so dass Gewaltlosigkeit und friedliche Konfliktlösung zu hohen moralischen Werten in meinem Leben wurden. Später fühlte ich mich in dieser Einstellung bestätigt, da ich in den verschiedenen Schulen, die ich besuchte, durch meine aggressionslose Verhaltensweise mindestens respektiert wurde und von niemandem als „Feind“ betrachtet wurde. Stattdessen brachte mir diese Verhaltensweise langjährige Freundschaften.

    Den größten Einfluss auf meine Entscheidung, den Dienst an der Waffe zu verweigern, hatte und hat natürlich meine Familie. Die Erinnerungen meines Großvaters an seine Zeit im zweiten Weltkrieg sind nur dann positiv gewesen, wenn es nicht um seine Taten als Soldat ging. Darüber hat er sehr selten gesprochen, und es schien, als hingen diese Erinnerungen wie ein dunkler Schatten über sein Leben. Zusammen mit Dokumentationen über diese Zeit verstand und verstehe ich den Dienst an Waffen stets als menschenverachtend, da die Psychologie des einzelnen handelnden Menschen offensichtlich nachhaltig verändert wird. Ich bin deshalb keinesfalls bereit, eine Waffe in die Hand zu nehmen.

    Auch meine Eltern lenkten durch ihre Erziehung meinen Entschluss zur Kriegsdienstverweigerung. Neben einer friedlichen Aufziehung, die vollständig ohne Gewalt vonstatten ging, vermittelten sie mir die Sinnlosigkeit von Waffennutzung und Krieg. Sie brachten mich dazu, bei verschiedenen Spielfilmen nachzudenken, ob die Anwendung von Gewalt in diesem oder jenem Fall wirklich nötig war. Immer öfter lautete die Antwort: „Nein.“ Stattdessen verfolge ich Antikriegsfilme und wie sie die sogenannte „Perversität des Krieges“ darstellen. Berichte von Krisen- und Kriegsgebieten wie beispielsweise im Nahen Osten oder im Irak lassen uns immer nur kopfschüttelnd aufgrund des unaufhaltbar scheinenden Automatismusses von Gewalt vor dem Fernsehgerät sitzen.

    Das zeigt sich erneut bei der Abfassung dieser Begründung: Die Vereinigten Staaten von Amerika bombardieren den Irak, und das Rote Kreuz meldet bereits nach einigen Stunden den ersten Toten, einen Jordanier, einen unbeteiligten Zivilisten. Die Bombardierungen erfolgten ohne entsprechende UN-Resolution und die ablehnenden Stimmen aus China, Russland, Frankreich und vor allem unserer Bundesrepublik sind eindeutig. Völkerrecht wurde verletzt. Saddam Hussein ist ohne Zweifel ein brutaler Herrscher, der vor der Tötung seiner eigenen Bevölkerung nicht zurückschreckt. Dementsprechend sollte nach friedlichen Wegen zu einer dauerhaften Verbesserung der Lebensbedingungen des irakischen Volkes gesucht werden, die im Rahmen und unter Legitimation der Vereinten Nationen umgesetzt werden. Ich sehe mich als 19-jähriger Schüler verständlicherweise nicht in der Lage, konstruktive Vorschläge zu bringen; diese Aufgabe sehe ich bei Politikern, die nach einem entsprechenden Studium zu einer wirkungsvollen und vor allem friedlichen Lösung dieser Angelegenheit in der Lage sein sollten.

    Schließlich sollte es in unserer zivilisierten Welt nicht nur möglich, sondern auch zwingend nötig zu sein, Konflikte auf politischer Ebene diplomatisch zu lösen. In meinen Augen ist der Einsatz militärischer Mittel nicht das letzte Mittel der Politik, sondern ein Zeichen dafür, dass sie nicht funktioniert. Denn wie sonst kann man erklären, dass die eigentlich garantierte Würde des Menschen angetastet wird? Und dass der Tod von Soldaten anscheinend Verfehlungen bei der Diplomatie wettmachen soll?

    Waffen sind seit Beginn der Menschheit ein Teil ihres Lebens: Zu Beginn ihres Daseins war es die einzige Möglichkeit zur Ernährung und zur Verteidigung gegen wilde Tiere und auch feindliche Stämme. Auch in den folgenden Jahrtausenden behielt die Menschheit trotz aller Fortschritte in jedem Lebensbereich die gegenseitige Tötung als legitimes Mittel der Politik bei. Ich finde es ausgesprochen widersprüchlich, sich als zivilisiert zu bezeichnen und immer noch die archaischste Form aller Mittel zur Konfliktlösung ohne ernsthafte Bedenken zu nutzen.

    Gerade als Teilnehmer am Leistungskurs Geschichte möchte ich behaupten, dass Anlass und Wirkung eines Krieges nie in Zusammenhang zueinander standen. Dabei denke ich etwa an den Prager Fenstersturz, der zum 30-jährigen Krieg und dem Tod von über der Hälfte der Einwohner Deutschlands führte oder auch an die Ermordung von Prinz Ferdinand, die den 1. Weltkrieg auslösen sollte. Letztendlich mussten sich Soldaten, meist am jeweiligen politischen Konflikt unbeteiligt, auf Befehl von oben bekämpfen, während Herrscher, die eigentlichen Verursacher des Krieges, selten Schäden davontrugen.

    Somit bin ich nicht gewillt, Anordnungen zu folgen, zu deren Ausführung ich kompromisslos verpflichtet bin. Dies beschränkt sich nicht allein auf den Militärdienst – im Allgemeinen möchte ich Entscheidungen aufgrund meines Wissens, meiner Erfahrungen und meines Gewissens selbstständig treffen. Schließlich bin ich in jedem Fall für die Konsequenzen meiner Taten verantwortlich, ganz gleichgültig in welchem Ausmaß.

    Besonders deutlich wurde mir diese Problematik durch die Behandlung von Texten, die Wolfgang Borchert kurz nach Kriegsende verfasste. Vor allem in seinem Drama „Draußen vor der Tür“ wird eindringlich dargestellt, wie Beckmann, ein Soldat im 2. Weltkrieg, mit Selbstvorwürfen zu kämpfen hat, da Soldaten, für die er die Verantwortung von einem vorgesetzten Offizier bekommen hatte, getötet wurden. Es geht um Verantwortung, Schuld und wie man damit umgeht: Hat der Offizier keine Schuld, weil er die Verantwortung abgegeben hatte? Hat Beckmann keine Schuld, weil er treu einem Befehl gehorchte? Haben die feindlichen Soldaten keine Schuld, da sie wiederum auch nur nach Befehlen gehandelt haben? Man schiebt die Schuldfrage nur hin und her, ohne sich wirklich um eine Antwort zu bemühen, die es wahrscheinlich auch nicht gibt. Psychologische Probleme, die bis zum Suizid führen können, bestimmen nach dieser Darstellung das Leben der Soldaten nach ihrem Dienst.

    Dies beschreibt meiner Meinung nach das Dilemma, in dem jeder Mensch mit einer Waffe in der Hand, ob „nur“ zur Übung oder im Einsatz, steckt: Die Benutzung einer Waffe dient letztendlich einem einzigen Zweck: Menschen zu töten. Dies kann in diesem Augenblick auf einen Befehl geschoben werden, später werden sich moralische Bedenken melden. Der Waffe ist es egal, weshalb sie benutzt wird, sie ist nur eine Maschine. Sie hat auch später keine Probleme mit ihrem Gewissen. Sie besitzt keines. Der Mensch schon.

    Doch gibt es überhaupt einen gerechtfertigten Grund, dass Menschen einander töten oder auch nur mit der Anwendung von Gewalt drohen? Diese Fragen habe ich mir mehrfach gestellt und bin für mich persönlich zu einem klaren „Nein“ gelangt.

    Darum bitte ich Sie, meinem Antrag auf Kriegsdienstverweigerung stattzugeben.

    Editorial der PeSt 9 (veröffentlichte Fassung)

    Januar2003

    Nur der Vollständigkeit halber: Die schließlich gedruckte Fassung, für die Anne meinen Text überarbeitet hatte und fieserweise auch gleich noch Antworten hinein gepackt hatte. Und außerdem trieb sie mich mitten in einer Nacht vor den schriftlichen Abiprüfungen mit einem riesigen Mailanhang in den Wahnsinn…

    Editorial der PeSt 9

    „Ich verstehe nichts von Liebe. Sie hält mich nur am Leben.“

    Im Grunde, Lieber Leser, ist es ganz einfach,

    Um die Evolution spannender zu gestalten, erfand eine clevere Amöbe vor Urzeiten das Männlein-Weiblein-Prinzip. Und um das ganze als gute Idee zu vermarkten, und die teilnehmenden Einzeller bei Laune zu halten, kam etwas neues ins Spiel. Die Liebe. Eine abstrakte Chemikalie, die sich wie „Hoffnung“, „Gut“ und „schlechtes Gewissen“ nach dem Urknall gebildet hat, und bis heute weder erforscht, noch überhaupt wissenschaftlich belegt worden ist.

    Eine ganze Ausgabe diesem umstrittenen, oft zitierten, und kaum verstandenen Thema zu widmen ist ziemlich zeitlos. Es würde mich natürlich wundern, wenn wir alle nach dieser Ausgabe schlauer wären, oder besser erklären könnten, wie es uns möglich ist, diese kalten Tage zu überstehen. Wir kennen ja die unglückliche Liebe, wir zerstören mit schweren Schritten den Neuschnee auf den Gehwegen. Wir kennen die geliebten Menschen, denen wir die Eisblumen von der Jacke pusten wollen. Vielleicht haben wir in diesem Jahr auch schon am Fenster gesessen, die Welt war zu einem Schachbrett ohne schwarze Felder geworden, und uns gewünscht, zu wissen, was Liebe ist.

    Man wartet auf die Liebe, man sucht die Liebe,… und wenn sie gefunden hat… ja was dann?

    Man sucht, findet, streitet, ist enttäuscht, ist verzweifelt, gibt auf, kriegt nie genug, hat Glück, versteht die ganze Aufregung nicht,… usw.

    Geht das „Gefühl“ der „Liebe“ aber auch tatsächlich über bloßen Fortpflanzungstrieb hinaus? Vielleicht lediglich Freundschaft, bei der man mal mehr anfassen darf? So zum gegenseitigen Selbstzweck? Einfach, um nicht ständig allein zu sein und deshalb eine Person an sich binden möchte? Macht man sich also gar etwas vor, um dieses Ziel zu erreichen? Belügt man sich selbst, um nicht die andere Person zu belügen? Welchen Stellenwert hat denn die wahre unbeabsichtigte Liebe, wenn Flirten zum Modesport geworden ist? Hat das Sammeln von Telefonnummern und Zwei-Monats-Beziehungen denn mehr Zweck als Selbstbestätigung? Verliert sich dabei nicht mindestens ein Mensch, eine andere Person, der das vielleicht tatsächlich etwas bedeutet hat?

    Es scheint, dass man in einer Konsumgesellschaft auch Liebe konsumieren möchte. Möglichst am Automaten an der Ecke erhältlich und ohne Nebenwirkungen. Und es soll nicht irgendein Mittelchen sein, dass einem Liebe vorgaukelt, nein, es soll bei jeder Einnahme richtige Liebe sein, mit den ganzen chemischen Prozessen, dem ganzen Kitsch und dem ganzen anderen unerklärlichen Zeug.

    Im großen und ganzen, Lieber Leser, geht es darum, dass wir nicht alleine einsam sein wollen.

    Eine nachdenkliche PeSt läutet das neue Jahr ein, das für einige in der Redaktion wohl das letzte an dieser Schule sein wird. Begleitet uns ein bisschen auf der Sinnsuche, denn wir sitzen ja alle in einem Boot. Und das alles wegen der klugen Marketingstrategie der Evolution…

    Ein Gesundes Neues der Lieben Leserschaft!

    Deutsch als Waffe

    Januar2003

    Was ursprünglich lediglich auf den Zustand hinweisen sollte, dass sich in der Schülerzeitungsredaktion keine Schüler aus dem Leistungskurs Deutsch befanden, weitete sich zu einem großen Rundumschlag aus. Ähnlich wie in “Das Volk der Dichter-und-Denker-Auswendiglerner” wies ich auf all die Probleme hin, die mich besonders am Deutschunterricht ärgerten. Auch hier wieder ohne erkennbare Wirkung.

    Und alles kurz vor den schriftlichen Abiprüfungen…

    Deutsch als Waffe

    Welt der Literatur statt Weltliteratur!

    Deutsch sollte als Unterrichtsfach eigentlich nicht so sehr ein Problem darstellen. Schließlich wird es seit der 1. Klasse unterrichtet und im Gegensatz zu anderen Fächern übt es selbst der unstrebsame Schüler auch noch in seiner Freizeit. Er tut also genau das, was jeder hoffende Lehrer erwartet. Dennoch ist bekannt, dass es trotz des unbewussten Fleißes nicht zu ständigen Bestleistungen kommt.

    Ein großer Schlechte-Noten-Fänger (denn es kommt ja immer auf Zensuren an, nicht wahr?) natürlich: Diktat-Schreiben. Ein Verfahren, das eigentlich schon vor 60 Jahren hätte abgeschafft werden müssen, treibt den wissenden aber schlecht hörenden oder langsamen Schüler zur Verzweiflung. Und noch schlimmer sind dann die Lehrer, die es nicht schaffen, Sätze deutlich und vor allem jedes Mal mit gleichem Wortlaut vorzulesen. Man muss sich fragen, ob eine Vorleseprüfung für Lehrer nicht genauso sinnvoll wie ein Diktat wäre.

    Auch sehr nett sind Erörterungen: Wer bitte schön schafft es, sich in 90 Minuten mit einem Sachverhalt angemessen auseinander zu setzen? Und was ist eigentlich wichtiger? Möglichst genau eine erwartete Struktur einhalten oder möglichst tiefgründig in eine Thematik eintauchen und originelle und unerwartete Erkenntnisse herausfischen? Eine längere Arbeitszeit mit greifbarer Literatur ist dann wohl das mindeste, das man verlangen kann. Ansonsten bleibt der Schüler mehr oder weniger oberflächlichem Denken verhaftet und könnte auch im späteren Leben kein Bedürfnis mehr in eigenständiger Informationssuche sehen. Sehr gut, züchten wir uns doch eine Generation folgsamer Bürger heran, die lediglich versuchen werden, an sie gestellte Erwartungen zu erfüllen.

    Ebenfalls sehr nett ist die Behandlung literarischer Texte. Sind sie etwa krank? (Entschuldigung, der Kalauer musste einfach kommen) Aber mal ernsthaft: Nicht nur Reich-Ranicki, sondern auch der Unterricht beschäftigt sich offensichtlich ständig mit „Weltliteratur“. Wurde dieser Begriff eigentlich einmal entsprechend seiner Bedeutsamkeit geklärt? Also, ich musste nachschlagen: Laut Brockhaus ist dies „die Gesamtheit aller hervorragendsten Werke der Nationalliteraten aller Völker und Zeiten“.

    Das macht die Sache schön einfach: Irgendjemand hat sich jedes Werk durchgelesen und die „hervorragendsten“ in den Rahmenplan Deutsch geschrieben. Und neben wirklich großartiger Literatur hat er aus einer Sektlaune heraus noch einige schlechte Werke mit aufgenommen, weil schließlich niemand ernsthaft ein belangloses Buch kritisiert, wenn es erst einmal Weltliteratur ist. Wobei mir überhaupt die Auswahlkriterien völlig unbekannt sind. „Urkomisch“ gehört offenbar nicht dazu, „schwer zu lesen“ scheint aber eine Begünstigung darzustellen. Trotzdem fehlen immer noch einige Bedienungsanleitungen in der Weltliteratur.

    Schließlich scheint es seit dem 2. Weltkrieg kein einziges Wort Weltliteratur mehr gegeben zu haben, zumindest nicht in Deutschland. Sind deutsche Autoren zu blöd geworden? Ist alles Wichtige schon einmal geschrieben? Oder hat man schlicht Angst, im Deutschunterricht ein modernes Werk nicht nur als Ergänzung heranzunehmen? Buchvorstellungen durch Schüler grenzen schon direkt an Herabwürdigung ihrer Interessen: „Schön, dass ihr auch in eurer Freizeit lest, aber nun zu einem wichtigen Werk!“

    Kann oder will man ein Interesse der Schüler an Literatur nicht verstehen? Ständig jahrhundertealte Theaterstücke zu lesen, was an sich schon unglaublich absurd ist, fördert vielleicht das Verständnis dieser guten, aber eben auch alten Literatur. Aber fördert es auch die Begeisterung am Lesen selbst?

    Für den Otto-Normal-Schüler wird aus Lesen Zwang, wenn der Text trotz tiefgreifender Interpretation nicht allzu viel mit seinem täglichen Leben zu tun hat. Ein Lehrer mag immer wieder frohlockend auf die sprachlos-machende Wirkung von Stilmitteln in diesem und jenem Gedicht aufmerksam machen. Sprachlos ist der Schüler dann tatsächlich, was dann aber mehr mit dem Gähnen zusammenhängt. Hoch populär ist dagegen Comedy, die doch eigentlich eine moderne Form eines Gedichtsvortrages ist. Comedians benutzen doch wahrscheinlich auch Stilmittel, die zu den Lachanfällen der Zuschauer führen. Nur meine Vermutung, denn im Unterricht war bisher nichts darüber zu hören. Lediglich eine Universität verbindet ein Studium mit Ausschnitten aus der Harald-Schmidt-Show, um dadurch Satire verstehen zu können. Und wenn dies für den Deutschunterricht zu gewagt sein sollte: Warum nicht einmal Texte von Mitschülern oder aus der Schülerzeitung analysieren und interpretieren? Dann kann sich der Lehrer sicher sein, dass die Erkenntnisse nicht aus dem Internet stammen und der Schüler hat zur Abwechslung ein Stück unverbrauchte Literatur vor sich liegen.

    Letztendlich sollte der gemeine Deutschlehrer nicht vergessen, dass er Literaturinteresse und Kreativität fördern soll. In unserer Redaktion befindet sich übrigens kein Teilnehmer der Deutsch-Leistungskurse…

    Editorial der PeSt 9 (1. Fassung)

    Dezember2002

    Wie es bei einer Schülerzeitung so ist, musste irgendwann auch einmal das Thema Liebe ganz groß ins Heft. Und ich schrieb das Editorial, das mir in dem Moment dann doch etwas zu nahe ging. So bat ich Anne, ihn zu überarbeiten

    Editorial der PeSt 9

    Ach meine Schäfchen,

    Was hat die Liebe nicht alles getan? Sie hat den armen Romeo und die arme Julia in den Tod gestürzt, sie hat den armen Neo in der Matrix wieder aus dem Tod geholt, sie bringt kreischende Teenies dazu, solche Musik zu kaufen, die ihnen einige Jahre später höchst peinlich sein wird. Sie ist der stets anwesende Handlungsfaden für Daily Soaps, Daily Talkshows und Daily Gerichtsshows und für Daily Sat.1 überhaupt. „Powered by emotions” scheint überhaupt unser ganzes Leben zu sein. Jeder Tag ist somit durchzogen von einem klebrigen Pfad aus Kitsch, bestreut mit Süßholzraspeln, am Wegesrande stehen grinsende Honigkuchenpferde und manchmal auch Jörg Pilawa, aber eigentlich nur, weil der ja überall ist. Irgendwie so wie Schlaraffenland, nur noch schöner, weil ja noch die ganzen tollen emotions dabei sind. Super einfach, nicht?

    Nein, das ist nur das Bild, das uns die Medien seit den antiken Liebesdichtern einhämmern und das nur aus einem einzigen Grund: Niemand hat auch nur ansatzweise eine Ahnung, was L’Amour, Love, die Liebe ist. Und niemand möchte diese Unfähigkeit zugeben. Man weiß nur, wenn sie da: „Hier, in meinem Herzen *schluchz*” Womit wir beim Thema wären: Biologisch gesehen ist Liebe doch nur ein chemischer Prozess, der wie Schokolade zu Glücklichkeit führt. Nur mit weniger Karies. Aber auch irgendwie beunruhigend: Wissen die Bio-Lehrer mehr über meine Gefühlswelt als ich selbst? Hoffentlich nicht.

    Geht das „Gefühl” der „Liebe” aber auch tatsächlich über bloßen Fortpflanzungstrieb hinaus? Vielleicht lediglich Freundschaft, bei der man mal mehr anfassen darf? So zum gegenseitigen Selbstzweck? Einfach, um nicht ständig allein zu sein und deshalb eine Person an sich binden möchte? Macht man sich also gar etwas vor, um dieses Ziel zu erreichen? Belügt man sich selbst, um nicht die andere Person zu belügen? Welchen Stellenwert hat denn die wahre unbeabsichtigte Liebe, wenn Flirten zum Modesport geworden ist? Hat das Sammeln von Telefonnummern und Zwei-Monats-Beziehungen denn mehr Zweck als Selbstbestätigung? Verliert sich dabei nicht mindestens ein Mensch, eine andere Person, der das vielleicht tatsächlich etwas bedeutet hat?

    Es scheint, dass man in einer Konsumgesellschaft auch Liebe konsumieren möchte. Möglichst am Automaten an der Ecke erhältlich und ohne Nebenwirkungen. Und es soll nicht irgendein Mittelchen sein, dass einem Liebe vorgaukelt, nein, es soll bei jeder Einnahme richtige Liebe sein, mit den ganzen chemischen Prozessen, dem ganzen Kitsch und dem ganzen anderen unerklärlichen Zeug.

    Ach ja – und es soll natürlich jedes Mal die einzig wahre Liebe sein.

    Das Volk der Dichter-und-Denker-Auswendiglerner

    März2002

    Zugegeben: Ich hatte ein wenig Bammel: Hier kritisierte ich nun recht direkt und recht offensichtlich Unterrichts- und Testmethoden und das auch noch von Lehrern, bei denen ich Unterricht hatte. Hätte ja sein können, dass sie eine Diskussion anfangen oder subtil ihre Machtmöglichkeiten spielen lassen.

    Aber nichts geschah. Also hat es wahrscheinlich niemand verstanden und deshalb nochmal in aller Deutlichkeit: Es bringt nichts, die Leute alles auswendig lernen zu lassen, und ihr Kurzzeitgedächtnis ständig abzufragen. Sie müssen es vor allem VERSTEHEN!

    Und dann wundert man sich, warum ich vor allem leichte Kost schreibe…

    Das Volk der Dichter-und-Denker-Auswendiglerner

    Vorsicht, Ironie!

    Was musste man schließlich aus der PISA-Studie erfahren, obwohl wir es doch eigentlich schon immer wussten und trotzdem immer das Gegenteil behauptet haben – die deutschen Schüler liegen im internationalen Vergleich weit hinten, weit hinter dem Sieger Finnland, wahrscheinlich irgendwo zwischen Kirgisien und Monaco. Mal ganz abgesehen von der Objektivität der Wettbewerbsbedingungen (In wieweit können Aufgabenstellungen auf finnisch eigentlich das Resultat verfälschen?) setzt dieses Ergebnis zumindest ein Zeichen: Der wahre Sinn von Bildung wird auf der ganzen Welt missverstanden.
    Natürlich nicht in Deutschland.

    Man sollte es den Finnen nicht ständig vorhalten, dass ihr Land eine wirklich langweilige Geschichte hat, aber das erklärt zumindest ihr Bestreben nach mehr Bildung für ihre Einwohner. Die ganzen Übersichten mit wichtigen Finnen haben noch viel Platz, da würden sich ein paar schlaue Leute mal anbieten. Wir dagegen können auf eine jahrhundertealte Tradition der Dichter und Denker zurückblicken, jeder weitere wäre einfach überflüssig. Darum sind wir schon in der nächsten Stufe der Intelligenz-Anwendung – dem Auswendiglernen.

    Auswendiglernen ist einfach fabelhaft, wie könnte man schließlich besser das Vermächtnis der gepriesenen Dichter und Denker besser ehren? Hebt es denn nicht den Stolz auf diese famosen Dichter, wenn man ihre seitenlangen Werke genauestens auswendig lernt? Ist denn nicht schon der bloße Gedanke an ein freies Aufsatz-Thema lächerlich und von vornherein zum Scheitern verurteilt? Denn eigene Kreativität lässt doch nur die Ehrfurcht vor den Meistern der deutschen Kultur sinken und kann keinesfalls besser als diese werden. Ganz im Gegensatz zu schön auswendig gelernten Textanalysen und Textinterpretationen, die wunderbar in einem seit Jahrzehnten gefestigten Erörterungsschema aufgezählt werden und fast alle das gleiche aussagen. Das kann nur bedeuten: Wir sind auf dem richtigen Weg.

    Und eben dieser richtige Weg des deutschen Erziehungssystems führt durch alle Fachbereiche. In Biologie gibt es beispielsweise ein Thema über die von Mendel entdeckten Regeln bei der Vererbung. Rein theoretisch könnte man diese auf jede erdenkliche Eigenschaft übertragen, doch frage ich: Ist das nötig? Viel logischer wäre es, sämtliche Vererbungsmöglichkeiten jeder Eigenschaft auswendig zu lernen, denn solche „Anwendungen von Wissen“, wie sie faule Nicht-Auswendiglerner gerne praktizieren, bergen immer die Möglichkeit von Fehlern. Dagegen besteht das auswendig Erlernte ausschließlich aus geprüften Fakten, die man halt nur aufschreiben muss. Der sehr schlecht ausgefallene Bio-Test, der als sich schwarzes Schaf von den üblichen Zellteilen-Beschriftungsaufgaben unterschied, da er ausschließlich aus einer „Anwendung“ bestand, wird mir dabei zustimmen.

    In Chemie funktioniert das jedenfalls ganz prima, und wer hat da wirklich alle Umformungen und Umwandlungen richtig gut verstanden, sodass er nicht wie der Großteil einfach und zeitsparend Anfangs- und Endprodukte auswendig lernt?

    Von essentieller Bedeutung ist das Auswendiglernen natürlich bei den Fremdsprachen, denn wer ist in England noch nicht in die Situation gekommen, dass er mal schnell die Übersetzung einzelner Wörter auf einen Zettel schreiben muss? Überhaupt sitzt man dort sowieso die meiste Zeit vor Computer oder Fernseher, sodass sich das mit dem Unterhalten von selbst erledigt hat. Und wenn doch, gehört es zur guten Sitte, die verwendete Zeitform bei ihrem korrekten Namen zu nennen. In Latein ist man auch schon über das Übersetzen möglichst vieler Texte hinweg, diese sind durchweg im Internet verfügbar, allerdings in unterschiedlicher Qualität, sodass das keine gute Basis zum auswendigen Lernen ist. Dann doch lieber 1. Person Plural Plusquamperfekt Indikativ Passiv von „clamare“ abfragen, zu deutsch: „wir waren gerufen worden“.

    Weitere Informationen zum Speichern zwischen den hauseigenen Gehirnlappen gibt es zuhauf: kleine und große Flüsse in Erdkunde, kleine Zahlen und große Buchstaben in Chemie, verschiedene Notensysteme in Musik (unter der Vorgabe, dass jeder mindestens ein Instrument spielt), Lebensdaten und Malstile von Künstlern in Kunst, der interessante Informationsfluss in einem Rechner in Informatik, und und und…

    Zugegeben, all das findet sich in dem einen oder anderen Lexikon wieder, aber was geschieht nach dem nächsten großangelegten Büchereien-Brand, nach der Magnetisierung aller Festplatten und Magnetbändern? Dann hat unsere Strategie gefruchtet, denn wir sind die einzigen, die wirklich in die Zukunft investiert haben, ja DANN sind wir überhaupt die einzigen, die überhaupt noch die Aufgaben der PISA-Studie wissen!

    Ach ja, vergessen Sie nicht, diesen Text auswendig zu lernen…

    Die einfache Erklärung

    März2002

    Eine Sache, die ich einfach einmal klarstellen musste. Zuviele Vermutungen können nämlich dazu führen, dass man sich selbst nicht mehr ganz sicher ist, obwohl man es ja am besten weiß. Darum: Der einzige Artikel in der Schülerzeitung, den ich mit meinem Namen und nicht meinem Kürzel unterschrieb.

    Wie auch immer: Eine Lehrerin – die Drogenbeauftragte der Schule – erkundigte sich daraufhin recht erschrocken nach meinen Zustand, was insofern witzig war, da ich den Artikel eigentlich schon Monate zuvor geschrieben und damit die Sache hinter mir hatte. Und ein Schüler gratulierte mir zu meinem Mut. Interessanterweise war es derjenige, der im Text als “Dorftrottel”-Rufer auftritt. Was er möglicherweise nicht einmal bemerkt hatte – tja, die Drogen… ;)

    Die einfache Erklärung

    Es ist wahrscheinlich sehr einfach für eine Klassenlehrerin der siebten Klasse: Dieser Schüler, der immer alleine ist, die anderen anscheinend meidet und sowieso etwas, nunja, seltsam ist – der muss einfach drogenabhängig sein. Anstatt sich mit dieser Person auseinander zu setzen ist es auch einfacher, es gleich den Eltern mitzuteilen. Schließlich ist es die einzig einfache Erklärung.

    Doch höchstwahrscheinlich ist dies die einzig falsche Erklärung. Aber es ist ihr natürlich entgangen, dass er alleine von seiner Schule kam, nicht wie die anderen mit jemandem zusammen, die somit nie alleine waren. Vielleicht war es ihr nicht so wichtig, dass er von einer Dorfschule kam, und Marzahn ja irgendwie extrem aufgeschlossen ist. Abgesehen natürlich von denen, die ihm nach einem Jahr immer noch „Dorftrottel“ hinterher riefen. Und es ist nur logisch dass ein Einser-Latein-Schüler drogenabhängig ist. Es ist eine einfache Erklärung für alles.

    Er sollte erst fünf Jahre später von dieser „Erklärung“ erfahren.

    Von dieser Erklärung.

    In der zehnten Klasse überraschte ihn eine Schülerin, als sie ihn heimlich fragte, ob er Drogen nimmt. Es ist schließlich die einfache Erklärung für seine eigenwillige Frisur, seine ziemlich bunte Bekleidung und sein oft nur wirres Verhalten.

    Aber nehmen wir einmal an – nur für einen kurzen Augenblick – dass er sich damit in einer von Coolness und einheitlicher Kleidung geprägten Welt abgrenzen wollte, im Gegensatz zu Anderen einzigartig sein wollte? Wahrscheinlich kein überzeugendes Argument gegen Drogenabhängigkeit (die seitdem noch fünf weitere Schüler öffentlich vermuteten) und überhaupt keine einfache Erklärung, sondern nur so ein Gedanke…

    Aber ist es nicht bemerkenswert, dass inzwischen anscheinend fast jeder Schüler Drogen zu sich nimmt, um künstlich fröhlich zu sein und er, dem selbst Kaffee zu aufputschend ist, wegen Dauer-Happiness zum Freak erklärt wird? Er versucht ja schon gar nicht mehr, ernsthaft zu sein, weil ihn sowieso keiner ernst nimmt.

    Was bleibt ihm da noch übrig? Vielleicht ist es am besten, die ganzen Vermutungen zu überhören, weil sie sowieso falsch sind. Oder, noch besser, sich anzupassen. Dann hättet ihr schließlich keine Gründe für die Vermutungen.

    Das ist zumindest die einfache Erklärung.

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