Story°Teller

Ein Lyrisches Ich tischt auf

Wie schön das Leben sein könnte (Glosse)

Januar2002

Das war eine Idee, um für eigenständige Inhalte auf der Schulhomepage zu sorgen. Kuriose Fundstücke aus dem Netz verband ich lose zu einer Geschichte, die lose um die Schule kreisten. Es folgten noch zwei weitere Glossen.

Ach ja: Für die Aktualität der Links übernehme ich übrigens gar keine Haftung. Wie kämen wir denn dazu…

Wie schön das Leben sein könnte (Glosse)

Es hätte alles so schön werden können: In der Grundschule entdeckt man meine überdurchschnittliche Intelligenz und stuft mich nach der dritten Klasse direkt in die Abiturstufe hoch, die ich nach einem halben Jahr mit einem Durchschnitt von 1,2 verlasse. Dann starte ich meine politische Karriere, lasse mich nach einem Jahr pensionieren und lebe den Rest meines Lebens von den üppigen Diäten für minderjährige MdB’s.

Offensichtlich nur ein Wunschtraum. Stattdessen sitze ich im Lateinunterricht und schlage mit meinem Kopf rhythmisch auf die Tischplatte, um wenigstens ein kleines bisschen unterrichtsfreie Zeit herauszuschinden. Oder wenigstens eine kleine wohltuende Massage. Mit diesem Angebot könnte man schon (bei 600 Schülern) für gerade einmal 3 cent seinen Stress abbauen und fit für die nächsten Aufgaben sein. Zwar gäbe es dann nur 6 Sekunden Massage für jeden, aber der Anfang wäre gemacht. In ein paar Jahren wären wir dann die erste Schule mit ständiger Massage für jeden, der gesamte Unterricht wäre viel entspannter und es würde gar nicht mehr auffallen, wenn jemand einschläft. Endlich würden die Jugendlichen gerne zur Schule gehen, sie vielleicht sogar jeder Chill-Out-Zone vorziehen. Herrlich! Was für ein dämlicher Traum!

Dagegen könnte ein ganz anderer Traum von mir schon bald Realität sein: Der eigene Doktor-Titel. Welcher Lehrer würde einen dann noch zum Lernen trietzen, schließlich wüssten die ganz genau, was dann kommt: “Lernen? Wer von uns beiden hat denn einen Doktor-Titel, hm?” Man sollte aber nicht unbedingt darauf hinweisen, dass der Titel bloß gekauft worden ist.

Andererseits sieht das nicht unbedingt seriös aus, sodass man sein schwer geschnorrtes Geld bloß zum Fenster rauswerfen würde. Kommt einem wahrscheinlich aber gesünder, als die Moneten zu essen. Im billigsten Falle würde man dann bei immerhin 2000 € noch nicht mal richtig satt werden.

Doch gerade in unserer wohlhabenden Gesellschaft sollte man nicht nur an sich denken. Massagen, Doktor-Titel und Geld-Essen mögen einen vielleicht fürs Erste befriedigen, aber was dann? Niemandem wurde dabei wirklich geholfen werden, keiner würde längerfristig ein besseres Leben führen. Aber mit einer Patenschaft könnte man etwas wirklich gutes tun. Doch dabei gibt es solche und solche. Bauernfänger und Bärenaufbinder, Fallensteller und Abzocker. Dagegen kann man mit der Unterstützung von blank.gifs einer einsamen und noch nicht ausgewachsenen Grafik ein neues Zuhause geben. Wir von oadw.de haben schon vielen 1pix.gifs ein neues Heim geschenkt, machen auch Sie mit!

In dem Zusammenhang möchte ich auch auf die Rechte der Webseiten hinweisen. Und denken Sie immer daran: Schließen Sie diese Seite nicht zu brutal und seien Sie möglichst kein Mitglied in der Jury der Brit Awards.

How to be a good Teacher

Januar2002

Wer den Text liest, könnte meinen, dass ich recht kreativ war. Leider müsste ich aber den Lehrer meines Englisch-Leistungskurses als Autor angeben, da dies schließlich nur eine Niederschrift seines täglichen Verhaltens ist. Dass es sich hierbei um beißenden Spott handeln könnte, verbitte ich mir übrigens. Aber aufs allerschärfste.

Nichtsdestotrotz hatte sich der Artikel – anonym auf der Homepage der Schülerzeitung veröffentlicht – recht erfolgreich auf dem Schulhof verbreitet und war wohl recht beliebt.

Etwas später folgte eine Art Fortsetzung.

Übrigens ist der Text beeinflusst von einer ähnlichen “Bewältigung” des Unterrichts von Anne – darin war sie über mehrere Ecken zu KAMELEN gekommen! Aber sie hatte ihren Text schon kurz später verbummelt…

How to be a good Teacher

Der großartigste Philosoph, Vordenker, Idealist – und Englischlehrer unserer Schule und unserer Zeit hat es vorgemacht: Es gehört nicht viel dazu, ein guter Lehrer zu sein. (Das ist doch hoffentlich nicht missverständlich) Man braucht nur seinem eingeschlagenen Weg, seinen Ratschlägen zu folgen, um dem Begriff „Lehrer“ eine neue Bedeutungs-Dimension zu verleihen:

1. Preise das Vokabellernkästchen!

Mache jedem klar, dass dies nicht ein einfacher Pappkarton für zwei fuffzich ist. Stelle diesen Kasten in eine Reihe mit den Behältnissen, die schon seit langem die Geschichte der Menschheit in neue Bahnen gelockt haben: Die Bundeslade, Der Heilige Gral, Der Geschenkesack vom Weihnachtsmann, Das Vokabellernkästchen. Zeige deinen Schülern, wie sie aus dieser bodenlosen Quelle ihr Wissen schöpfen können: Kärtchen nach vorne, Kärtchen lesen, Kärtchen weiter nach hinten, Kärtchen später noch mal lesen und wieder in die nächste Abteilung. Das solange wiederholen, bis in jeder Ebene Kärtchen sind. Dann das Kästchen in den Schrank stellen und bei nächster Gelegenheit wegschmeißen.


2. Wechsle in den nächsten Raum bzw.
Switch over to the other room

Nichts gibt deinem Unterricht mehr Stil als eine gut platzierte Metapher. Du praktizierst das Raum-wechseln-Ansagen-und-Durchführen jede Stunde. Immer und immer wieder. Intoniere den Satz nach altem liturgischen Brauch und ziehe dabei „room“ in die Länge, sodass das Wort in der Ewigkeit zu verschwinden scheint. Wenn deine Schüler nach einiger Zeit schon beim „switch“ im nächsten Raum sind, hast du dein Ziel erreicht. Dann bleibt es nicht eine reine Metapher. Dann ist es wirklich ein „Switch over to the other dimension“. Wer weiß, vielleicht bildet Raum 308 wirklich eine neue Dimension aus, die Inkarnation eines erweiterten Bewusstseins möglicherweise? Vielleicht ist es der einzig bekannte Ort des Universums, an dem die sonst unbenutzten 90% des Gehirns aktiviert werden.

Die üblichen 10% scheinen dort jedenfalls nicht zu arbeiten.

3. Beginne die Stunde mit einem lustigen Satz

Zumindest ist „You just need your folders [Spannungspause] and something to write“ viel netter als die Alternativen „Beeilt euch, ich will weiter am Drucker rumschrauben“ und „Setzt euch vor den Monitor und belatschert den mit euern dämlichen Fragen und nicht mich!“

4. Setze dich durch

Du bist der Lehrer, du hast immer Recht. Auch wenn die Schüler keine Beileidsschreiben verfassen möchten und sich auch einmal mit dem Text beschäftigen möchten, anstatt ihn nur abzutippen – bleibe hart. Du bist der Boss, du bist der Herrscher, du bist der Diktator. Was wäre aus Kolumbus geworden, wenn er nicht alle mit seiner Indien-Reise genervt hätte? Was würde aus einem Abriss-Unternehmen werden, wenn es sich nicht überall durchsetzen würde? Was würde aus einer Kochplatte werden, wenn sie nicht ein Stück Fleisch weichkochen könnte?

5. Lache

Es reicht auch schon, wenn nur über deine eigenen Witze. Das hat zweierlei Vorteile: a) Deine Schüler merken, dass du nicht bierernst bist und b) Sie merken, dass du etwas Lustiges gesagt hast.

6. Mache alles so einfach wie möglich

Ist doch völlig egal, dass das ein Leistungskurs ist. Leute, die sowas wählen, können das sowieso. Das Leben ist sowieso noch hart genug, also fordere sie nicht. Übersetze Ihnen jedes Wort. Hat doch schließlich seit der siebten Klasse keiner gemacht, jetzt müssen sie mal wissen, was der Lehrer mit seinen Standard-Phrasen überhaupt von seinen Schülern will. Gib ihnen auch das englische Wort für „booten“. Besonders wichtig für die, die ein Jahr in den USA waren. Lass sie nicht soviel lesen wie die Doofen im Grundkurs, allerhöchstens 26 Seiten. Sprich als Klausur-Vorbereitung nur die Seite der Erzählung durch, die auch Thema der Klausur ist. Lass die Schüler 5 Stunden lang 3 Sätze in ein Mikro sprechen. Verrate ihnen nicht, wie das entsprechende Programm bedient wird, damit du ihre Arbeit nicht auswerten brauchst.


7. Sprich dich aus

Erzähle deinen Schülern von deinen Ehe-Problemen. Lass es sie merken, wenn du einen Scheiß-Tag hast. Jammere, wenn dein Computer-Netzwerk nicht funktioniert. Heule, wenn man dir nicht die gewünschten Programme gibt. – Danach geht es dir besser.

8. Wähle sorgsam deine Lieblings-Schüler aus

Übergehe die Redakteure der Schülerzeitung beim Austeilen von kostenlosen Zeitschriften. Schließlich könnte man einen bösen Artikel wegen Bestechungsversuch schreiben. Pflege lieber ein freundschaftliches Verhältnis zu den Kompetenzen im PC-Bereich und zu gut aussehenden Schülerinnen.

[In diesem Text steckt viel Kritik. Wem diese nicht passen sollte, kann dies der Redaktion in schriftlicher Form mitteilen. Der Text muss auf einer Diskette gespeichert sein, muss zusätzlich die Anmerkung „final version“ enthalten (weil’s cool klingt) und darf nicht mehr als 400 Wörter enthalten.]

Dieser Text zeigt den Titel der Sendung und bleibt im Bild zu sehen, bis der Moderator der Show anfängt zu sprechen

Dezember2001

Einfach nur unterirdisch. Würde wohl nur einigermaßen mit einem guten Schauspieler vor der Kamera funktionieren – und auch da nur mittelmäßig.

Keine Ahnung, was das sollte, es sind aber ein paar Monty-Python-Anleihen (französischer Akzent als Witz, ein blödes Zeug redender Moderator, völlig bescheuerte Geschichten) zu erkennen, die aber nicht wirklich funktionieren, was mir aber schon beim Schreiben auffiel. Und es glücklicherweise niemandem zeigte. Bis jetzt… *brrr* Zu Recht unveröffentlicht!

Interessantes Detail am Rande: “Pantoteen” war bereits in einer Werbung der alten Gedichtbände aufgetreten.

Dieser Text zeigt den Titel der Sendung und bleibt im Bild zu sehen, bis der Moderator der Show anfängt zu sprechen

Sehr ver´erte Damen und ´Erren, ´erzlisch Willkommen zü ünsere allseits beliebte Show „Ünvollkommen´eit ist Trümpf“! Mein Name ist für Nichtfranzosen ünausspechlich, aber das wissen Sie bereits, nicht wahr, Teuerste? ´a´a´aa!

Kommen wir also sogleich zür allerersten Ründe: Im nun folgenden Text ist ein µ, also ein „mü“, versteckt. Es ´andelt sich dabei aber nicht üm das „Mü´“ einer Kü´, sondern üm dieses ´ochwissenschaftliche Zeichen, das Sie entdecken müssen. Dies ist eine wünderbar leichte Aufgabe, aber ´alten Sie sisch ran! `Alten Sie Büntstift ünd Megafon bereit für den Text, der nün kommt. Es kann sich nür noch üm Sekünden ´andeln, es geht also gleich los! Keine Panik, mein Pübliküm, Sie werden den Text gleich bekommen. Isch ´abe zwar keine Ahnung, wes´alb meine dümmen Assistenten mich im Stich lassen, aber es ´at bestimmt seine Günde. Vielleicht bekommt Babette gerade ein Kind, einen süssen kleinen Rotzlöffel mit einer wünderbaren Stüpsnase und einem goldigen Lachen. Das sollte misch aber sehr wündern, denn Babette würden schon vor zwanzisch Jahren die Eierstöcke ´erausgenommen. Isch weiss, isch weiss: isch ´ätte das nicht sagen dürfen – jetzt, wo doch so viele nette Menschen zuschauen. ´Ier, im voll klimatisierten Fernsehstudio. Es ´at eine sehr bewegende Geschichte ´inter sisch, jaja! Vor zwei´undert Jahren fand die Patentanmeldung für die Guillotine statt, genau an dieser Stelle. Sie würde allerdings nie patentiert, denn schliesslich müssen die Beamten der Patentanmeldestelle jedes Gerät, das zür Anmeldüng züm Patent vorgelegt wird, auf seine Fünktionstüchtigkeit prüfen. Nünja. Isch sehe, dass langweilt Sie, doch dagegen hilft Pantoteen Pro, es besteht nür aus rein pflanzlichen Züsatzstoffen, damit wird selbst der langweiligste Tag zü einer ünglaubllichen Achterbahnfahrt. Falls Sie zü ´ause gerade züfällig den Entschlüss gefasst ´aben, ihre eigene, höchst persönliche Achterbahn zü bauen, in Betrieb zu nehmen, einen kleinen Vergnügüngspark drüm´erüm zü bauen ünd weitere Zweigstellen in Trinidad, Mocambique und Massachüsetts zü gründen, dann sollten Sie wissen, wie das geht, denn sonst kann das nischt funktionieren! Olá, wie ich se´e, wird mir gerade der Text mit dem güt versteckten µ ´ereingegeben. Einer ´errlich verrückten Suche steht also nichts mehr im Wege! Passen Sie güt auf, lauschen Sie vorsichtig ünd schlagen Sie ihren Nachbarn züsammen, damit der nicht vor Ihnen die Antwort sagen kann. Das hat mir zwar das Gericht letzte Woche verboten zü sagen, aber dies ist eine Aufzeichnüng von vorletzter Woche, somit kann isch das noch gar nischt wissen. ´Ören Sie nün auf den Text, vielleicht werde isch ein paar ´Inweise geben: „Die magnetische Feldstärke im Innern einer eisenlosen (langen) Spüle berechnet sich nach: B = → µ ← · I · n/l“ Ünd da ´aben wir schon ünsere Gewinnerin. Es ist Elfriede Buchstabensuppe aus Göttingen, ´erzlichen Glückwünsch. Tja, ünd leider leider ´aben wir für ünsere anderen lüstigen Spiele keinen Platz, ähm, keine Zeit mehr, darum bleibt mir nür noch ein Büssi, Büssi, bleiben Sie uns treu und gehen Sie mal wieder an die frische Lüft. Ünd falls wir üns auf der Strasse sehen sollten – wir kennen uns nicht.

Basti’s Seite

November2001

Eine Idee, die an Doofheit wohl kaum zu unterbieten ist. Sie beruhte auf einen Vorschlag eines recht faulen Layouters (mein Vor-Vorgänger), der zwar kaum was bei der Schülerzeitung layoutet hat, aber unbedingt seine eigene Seite schreiben wollte. Nun: Dies war mir Grund genug, kleine Idee-Brocken unter Pseudonym zu veröffentlichen.

Und das auch noch in einer Fortsetzung!

Ein Tipp, ausgedacht und getestet von eurem lieben Basti!!!

Diesmal: Wie kann ich eine Party noch besser machen?
Antwort: Einfach nicht hingehen, dann wird es die beste Party seit langem, jedenfalls für die anderen.

Das Tagebuch von eurem super Basti!!!

Ich war neulich in der Geisterbahn. Jetzt weiß ich auch, wo mein Bewerbungsfoto gelandet ist.

Die Leute haben mich wieder mal ausgelacht. Aber wenigstens schlagen sie nicht mehr mit diesen Stöcken auf mich ein.

Ich habe echt coole Freunde. Das heißt, wenn ich welche hätte, wären sie echt cool.

Noch ein Tipp von eurem tollen Basti!!!

Wenn du eine Freundin suchst, behaupte immer, dass du mich kennst. Das hat jetzt nichts mit mir zu tun, aber die Mitleidsmasche zieht immer.

Der ultimative Look-alike-Basti-Tipp!!!
Tu nichts. Möglichst lange.

Bis zum nächsten Mal,
euer Basti

ICnoQuest

Juli2001

Im Prinzip ist es eine Art Merchandise-Produkt im Zuge der Adwebture-Veröffentlichung. Denn weil ich nicht abwarten wollte, bis irgendjemand anders eine Lösung oder eine Rezension zum Spiel schreibt, habe ich das kurzerhand selbst getan. Warum auch nicht?

Und die Erwähnung des Kunstrasen geht eindeutig auf Jürgen von der Lippe zurück, der den in seinem Programm “Der Blumenmann” zur Sprache brachte.

Die offizielle und einzige von den Autoren autorisierte Lösung
zum Megaseller(ie)
„Quest for Something 2D“ !
niedergeschrieben von Rupert Rosenfels

Hierher hat es Sie also verschlagen: in diese seltsame Gegend vor einem noch seltsameren Haus in dem wohl seltsamsten (= dümmsten) Spiel aller Zeiten. Damit es nur Sie verschlagen hat und Sie nicht sich selbst schlagen, hier die einzig offizielle Lösung zu „Quest for Something 2D“, die die schwer versteckten Gags für Sie findet. Da Sie Ihr Gehirn sowieso beim Spielen verloren haben (bitte nicht persönlich nehmen), werden Sie es auch hier nicht brauchen.

1. Akt

Vor dem „gar nicht stürmischen Wind“ brauchte ich keine Angst zu haben, der war nur digital. Ich nagelte aber sicherhaltshalber alle geöffneten Fenster fest. Die Haustür lässt sich natürlich nicht öffnen, warum auch – das ist ein Adventure (nur, falls Sie es noch nicht bemerkt haben). Auch den Briefkasten kann man nicht untersuchen, immerhin muss man im Rahmen des legal Erlaubten bleiben. Es hat auch keinen Sinn, aus den Bäumen und ein paar Seilen ein Katapult zu bauen, um damit ins Haus zu springen. Die Entwickler hatten dieses Feature einfach nicht vorgesehen. Was also tun? Schreit man etwas in der Gegend herum, fällt eine Nachtigall vom Himmel. Betrachtet man allerdings die folgende *ehem* Darstellung, lässt sich dieses Wesen keiner bekannten Vogelart zuordnen – ein Zeichen für die unglaubliche Kreativität der Entwickler oder nur für ihre komplette Doofheit? Schließlich entdeckte ich den Fußabtreter, der aber für meine Begriffe viel zu sehr versteckt ist. Auch den Schlüssel für die Tür darunter zu verstecken ist ein unglaublich raffinierter Schachzug der Entwickler. Nach zwei Tagen fand ich diesen endlich. Bei meiner Ankunft im Haus habe ich mich dann so gegruselt, dass ich eine Woche lang schreckliche Angst hatte, weiterzuspielen, mein Adrenalinspiegel war kurzzeitig sogar höher als mein Alkoholspiegel und das will schon was heißen.

2. Akt

Schließlich konnte ich mich überwinden, sagte, dass die Stimme “!retiew thcin heG !!mu ‘herD” sagte und hatte ersteinmal eine schwere Entscheidung zu treffen, denn ich kann mich weder für Treppen, Bücher oder Türen begeistern. Nur das Hier-raus-Wollen erregte meine Aufmerksamkeit, nur stellten sich die folgenden Rätsel als so schwer heraus, dass ich wieder zurückkehren musste und mir nun die Türen ansah. Diese stellten sich als ziemlich alt, brüchig und ein wenig quietschend heraus, aber man kann ja nicht von jedem Spiel Perfektion verlangen. Das Nintendo war nicht besonders interessant, dafür kann man aber das Puppenhaus als den einzigen Grund bezeichnen, weshalb dieses Spiel überhaupt spielenswert ist. Ich persönlich habe mehr als fünf Stunden mit diesem Puppenhaus verbracht, es von allen Seiten betrachtet und kleine Geschichten mit diesen absolut traumhaft modellierten Puppen gespielt. Doch schließlich fiel mir wieder ein, dass ich nur in einem Spiel war und machte mich auf, nach dem fehlenden Spiegel von Klein-Minka zu suchen. Ich fand ihn aber nirgends, sodass ich voller Wut die Rassel gegen die Wand schmiss und heulend aus dem Zimmer lief…

So entschied ich mich dafür, mich etwas bei einem guten Buch zu entspannen. Zufällig hatte ich bisher noch nie ein Buch über Schiffe gelesen, sodass ich mich in dieses geradezu verschlang. Bei der Textstelle ab illa non deerrare et ad illius legem fing ich an, lauthals zu lachen. Dieses unglaubliche Gespür für Situationskomik muss man den Entwicklern wirklich lassen. Ebenso die Familiengeschichte: An sich völlig Belangloses wurde unglaublich uninteressant vermittelt. Grandios. Ich habe noch nie so tief geschlafen.

3. Akt

Den zweiten Stock konnte ich nie richtig leiden; auf der Couch durfte ich nicht schlafen; beim Psychotest bin ich immer Kellner geworden, obwohl ich doch immer Ober werden wollte; ich bin direkt dazu genötigt worden aufzuräumen und letztendlich wurde noch nicht einmal die Kotze animiert, sodass ich dann selbst… Die Erinnerungen an die Kommode sind irgendwie etwas bunt , abgesehen davon, dass ich jetzt ganz einfach auf mein Laufwerk Q zugreifen kann. So verstand es sich von selbst, dass ich das Bild nicht zurecht gerückt habe. Sollen doch die blöden Entwickler selber auch mal was machen.

4. Akt

Im Dachboden verschlug es mir wieder einmal die Sprache. Ich finde, bisher gab es kein Spiel, das totale Schwärze dermaßen realistisch herübergebracht hat. Nachdem ich merkte, dass im Spiel jegliche Möglichkeit fehlt, meinen Level-64-Warrior zu importieren, nahm ich mein Schicksal selbst in die Hand. Mit eben dieser schaltete ich den Lichtschalter ein. Jetzt versuche ich meine Hand in Diablo zu importieren. Jetzt endlich im Hellen untersuchte ich die Kisten. Zwar war dort noch so ein unnutzes Magie-Set im Weg, aber das konnte man ja einfach aus dem Fenster werfen. Die Kisten waren einfach toll, die versuche ich auch in Diablo zu importieren. Doch nervten mich schon bald diese komischen Geräusche, also ging ich dahin und traf diese seltsamen Personen, die sich wohl für was besseres hielten, weil sie blau und grün redeten. Sie stellten sich aber nach und nach als ganz nett heraus, immerhin habe ich jetzt ein ganz tolles Rezept für Zwiebelkuchen, konnte ein bisschen von meinen Problemen loswerden und weiß alles über äolische Kadenzen. Aber als mir die Diskussion über Kunstrasen zu sehr ausuferte, habe ich mich davon gemacht.

5. Akt

Der Keller war einfach unglaublich schwer. Erst hoffte ich kraft meiner Intelligenz hineinzukommen, doch schon nach zwei Minuten musste ich mir einen anderen Weg überlegen. Mhh, vielleicht ein Cheat: Ich drückte ALT+W , doch nichts passierte. Deprimierend. Vielleicht hatte ich irgendwo etwas übersehen?

Nein. Dieses Rätsel stellte Anforderungen, die wohl für Normalsterbliche nicht einmal im Geringsten zu erreichen sind. Nun wusste ich es: Dies war nicht nur irgendein Spiel – mit diesem Machwerk kann man gottgleiche Wesen von anderen unterscheiden. Somit war es gar nicht so schlimm, diese ‚Niederlage’ einzugestehen, es war vielmehr ein Zeichen von Würde und Größe eine E-Mail zu den Entwicklern zu schicken und nach der Lösung zu fragen. Ich warte noch immer, aber ich weiß jetzt schon, dass ich, nein, sie, nein, ähhhhm, Müllers Kuh, nein, dass es der Mühe nicht wert war.

Herzlich Willkommen auf Seite 18!

Juni2001

Wahrscheinlich mein bester Monty-Python-alike-Text: Er besteht praktisch nur aus wilden Assoziationsketten und damit nur aus Übergängen. Und warum Seite 18? Das war tatsächlich die Seite in der Schülerzeitung, auf der der Text zu finden war.

Daneben interessant: Nicht nur, dass ich in vorhergehenden Nonsens-Artikeln immer wieder auf abstürzende Flugzeuge gekommen bin: Hier spreche ich von einem Krieg “ab Dienstag um dreiviertel drei”. Was ungefähr dem WTC-Attentat in mitteleuropäischer Zeit ziemlich nahe kommt. Und zu der Zeit war Redaktionssitzung unserer Schülerzeitung. Wer jetzt nicht an Verschwörungstheorien denkt, hat keine Phantasie…

Herzlich Willkommen auf Seite 18!

Nur ein kleines Umblättern für Sie, aber ein großes für Seite 18, die nun glücklich ist, Sie hier und jetzt zu begrüßen. Sie können sich nun stolz fühlen und später an einem gemütlichen Abend am Kamin Ihren Enkeln mit einem leicht pathetischen Unterton bestätigen: „JA, ich habe Seite 18 dieser gewissen PeSt-Ausgabe gelesen!“ Doch könnten sich einige fragen – und das mit Recht – wieso lass ich mich mit so einem Mist zumüllen? Nun, wir sind keine Psychopathen, …
Psychiater waren natürlich gemeint …

jedenfalls sind wir keine Psychiater und könnten kaum die Sucht eines dieser armen Wesen heilen, die es jeden Tag zur Schule treibt. Nun ja. Auf jeden Fall, und das dürfte unsere japanischen dunkelhäutigen emanzipierten Mongolinnen am meisten interessieren, können und dürfen wir nicht zu diffizilen Problemen Stellung nehmen …

Nein, nicht das, was sie jetzt denken …

Nein, auch nicht das, was sie jetzt denken.

Ja, liebe fFT (fast Freiwillige Teilnehmer) unserer stolzen Deutschen Bundeswehr (Es steht zwar nur 0:2 , aber aller guten Dinge sind ja drei), für die letzte Prüfung müssen Sie in Stellung gehen und dafür sorgen, dass Sie NICHT gesehen werden. Dies gehört zu den wichtigsten Maßnahmen während des Krieges, der für nächste Woche Dienstag, 14 Uhr 43 angesetzt ist. Erscheinen Sie pünktlich, auf lahme Enten warten wir nicht gerne. Wenn Sie erfolgreich bestehen, werden Sie fsaof9ihgin lc p9<aö x <sa< fd

Entschuldigen Sie bitte, ich bin gerade auf der Tastatur ausgerutscht. Wo war ich stehen geblieben? Mmh, habe ich vergessen, aber denke mal, ein kurzer Bericht über die geschichtlichen Ereignisse zu Beginn des 19. Jahrhunderts ist genau das, was Sie jetzt erwartet haben. So führte die Französische Revolution 1789 zu mehreren Anti-Reaktionären Aktionen, die zwar kurzzeitig zur Rheinisch-Deutschen Republik führten, aber durch den ab 1793 geführten Koalitionskrieg gewissermaßen im Sande verliefen. Der 1803 verabschiedete Reichsdeputationshauptschluss führte zwar zu einer gewissen Einheit im Reich, doch noch lag die Einigung in weiter Ferne. Der Wiener Kongress 1814 – 1815 bestärkte nun weiterhin die reaktionären Kräfte, die immer stärker gegen einigende Bestrebungen vorgingen. Die Menschen, nun völlig verängstigt, beschlossen, anstatt Revolutionen zu führen, lieber in ihrem trauten Heim zu bleiben. Dies war der Beginn der Biedermeier-Zeit. Ja, die Biedermeier-Zeit, äußerlich geordnete Verhältnisse und im Innern war die Hölle los. Immer mehr Dienstmädchen wurden eingestellt, und Sie wissen, was ich meine. Falls nicht, dann kaufen Sie noch heute das Buch „Anspielen in jeder Lebenslage“ für nur 24,90 DM. Wenn Sie noch heute bestellen, bekommen Sie Ihr erstes „An“ dazu, damit Sie sofort anfangen können zu spielen. Wenn Sie verstehen, was ich meine … , wen ich leime , Leim oder nicht Leim, das ist hier die Frage. That’s the question. It may be just a tick on a questionnaire but it could be also a well-written essay. Right this expository text could discuss how to prevent snurping, knitting and knifing or even the wonderful world of beavers. Though beavers could fear the zebra-crossing, they are crossing all day long. It’s quite long, but mine … Mine dient hauptsächlich dem Steinkohleabbau. Zwar gab es letztes Jahr einen leichten Kurseinbruch an der Frankfurter Börse, der aber noch rechtzeitig gestopft werden konnte. Und wieder einmal war es unseren stets eifrig arbeitenden MännerInnen und FrauInnen in der Steinkohle-Industrie verdanken, die schon aus kleinen Kieselsteinen und leicht verschimmelten Kohlköpfen ein wunderbares Steinkohle-Nugget zaubern und gleichzeitig eine gelungene Mahlzeit bereiten. Diese Leute haben einen unbeschreiblichen Einfluss auf unsere Wirtschaft gehabt, und nie wurde ihnen Respekt gezollt. Doch legen wir nun, nur für dieses verkohlte Rückgrat unserer präatomaren Gesellschaft, eine Gedenkzeile ein:

Genug gedacht.


Sie werden bemerkt haben, dass in diesem Artikel das „Märchen von Schnüffelbärchen und Rüffelschweinchen“ mit keinem einzigen Wort erwähnt worden ist. Dies kann als ziemlich sicheres Zeichen gelten, dass wir uns nicht mehr mit diesem Thema beschäftigen werden. Wir wünschen noch einen schönen Tag.

Das Märchen von Schnüffelbärchen und dem Rüffelschweinchen (dritter Versuch)

April2001

 

Der dritte und letzte Teil der Schnüffelbärchen-Texte. Dieser Teil erschien allerdings nicht in der Schülerzeitung. Warum, ist mir nicht mehr klar, zumal hier eine elementare Regel auf den Kopf gestellt wird: Die Überschrift kommt erst sehr, sehr spät. Möglich, dass es daran lag.


Rauchschwaden krochen in kleinen Kringeln aus dem Aschenbecher heraus. Ursprünglich hatte er nie vorgehabt zu rauchen, aber nun musste er sich irgendwie beruhigen. Die letzten Monate hatten hart an seinen Nerven gezehrt. Nicht nur, dass er als Chefredakteur einer Schülerzeitung versuchen musste, irgendwie halbwegs interessante Artikel in die nächste Ausgabe zu bringen, inzwischen hatte ein einzelner Artikel schon mehrere Entlassungen gefordert und es gab praktisch keinen Leser mehr, der verstand, was da eigentlich vor sich ging. Kurzum, er war geschafft. Geschafft von den schlaflosen Nächten, geschafft von den Vorwürfen der Leser, geschafft von den unsäglich untalentierten Redakteuren (mich eingeschlossen), geschafft vom Geschafftsein.

Wieder einmal dachte er über die Zukunft dieses fast schon tödlichen Artikels nach: „Warum kann dieser Artikel nicht einfach ein Artikel sein wie jeder andere und nach der Veröffentlichung Veröffentlichung sein?“ dachte er. „Warum kann dieser Artikel nicht einfach ein Artikel sein wie jeder andere und nach der Veröffentlichung Veröffentlichung sein?“ sagte er, denn er sagte immer, was er dachte. „Warum?“ stammelte er. Keine Antwort. „WARUM?“ brüllte er. Wieder keine Antwort. „warum?“ flüsterte er. Auch diesmal keine Antwort, da schließlich schon beim Brüllen keiner zugehört hatte. Und da fing er an zu weinen. Es war nicht ein Weinen, bei dem Tränen flossen, vielmehr ein Weinen, mit dem er klarstellte, dass er völlig verzweifelt war. Zwei Versuche, einen nicht gerade besonderen, sondern vielmehr einen völlig unnötigen Artikel in diese Zeitung zu bringen, waren erfolglos gescheitert und hatten ihm fast den Verstand gekostet. Jeder normale Mensch hätte kapituliert und gesagt: „Nein, ich bringe diesen dummen Artikel nicht in die nächste Ausgabe – werde ihn in überhaupt keine Ausgabe mehr bringen, so wahr ich hier stehe, mein rosa Tüllkleid nicht zwickt und ich meinen Finger endlich aus dem Nasenloch bekomme.“ Doch er saß und so konnte er diesen Satz nicht sagen, Stattdessen sagte er etwas, das später wohl nie in die Geschichte eingehen wird: „Entweder kommt dieser Artikel in unter die Druckerpresse oder ich!“ Er konnte noch nie Versprechen halten.

Es war ein harter Kampf, aber endlich: Unter strengsten Sicherheitsvorkehrungen brachte er den Artikel in die Druckererei und es gelang ihm tatsächlich ihn zu layouten:

Das Märchen von Schnüffelbärchen und dem Rüffelschweinchen (dritter Versuch)

Es war einmal eine Königstochter, die hatte Augen wie ein treues Pferd und Beine wie ein junger grüner Frosch. Und wie sie so wieder einmal durch den Schlossgarten hoppelte, da…

Doch unerwartet fiel ihm auf, was ihm vorher noch nicht in dieser eindringlichen Schrecklichkeit aufgefallen war. Einer seiner völlig verblödeten Redakteure (nämlich ich) hatte es wirklich geschafft, diese ganze Seite mit einer völlig sinnlosen und vor allem falschen Vorgeschichte zu füllen. Nun reichte es ihm. Nun werde er endlich ein Machtwort, ein Schlusswort sprechen. Und wie er, sich anfangs noch völlig sicher, aber sich nach und nach immer klarer werdend, dass diese unsägliche Geschichte wieder einmal nur Scherereien gebracht hatte, entschlossen wie noch nie rief: „Schluss!“, da waren schon wieder mehrere Zeilen beschrieben, die im Grunde schon für den Rest der Geschichte gereicht hätten. Tja, Pech gehabt.

Holy Smoker

April2001

Meine ganz persönliche Anti-Raucherkampagne, die nachgewiesenermaßen niemanden vom Rauchen abgehalten hat. Aber es hat in diesem Fall viel Lob von Rauchern gegeben – was auch immer ich davon halten soll…

Ach ja: Auch hier wieder einmal ein abstürzendes Flugzeug im Jahr des 9.11. Was immer das heißen mag.

Holy Smoker

Hier muss einmal eine Lanze für die Raucher gebrochen werden. Von vorurteilbehaften Gesundheits-Magazinen und neidischen Nichtrauchern bestialischst diskriminiert, können diese missverstandenen Wesen kaum mehr ein normales Leben führen. Aber trotz aller Verunglimpfungen gilt immer noch: Raucher sind einfach göttlich. Sie sind wohl die beneidenswertesten Menschen, die es überhaupt gibt, denn…

  • Sie haben einfach die besten Aufreißersprüche. Schon allein „Hast du Feuer?“ ist schlicht phänomenal!
  • Nur sie sind die perfekten Kapitalisten: geben viel Geld für etwas vollkommen Sinnloses aus, das sie letztendlich noch umbringt.
  • Sie sind einfach so sozial: Einer raucht und fünf andere bekommen noch etwas ab.
  • Revolutionär wie die 68er: Es steht zwar überall ein mehr als freundlich gemeinter Hinweis des Gesundheitsministers, aber keiner hält sich daran.
  • Sie sind unglaublich weitsichtig: Durch ihren ständigen Ausstoß von Schwermetallen verstärken sie gezielt den Treibhauseffekt, sodass wir bald nicht mehr auf künstliche Energiequellen angewiesen sein werden.
  • Nur sie werden die beliebtesten US-Präsidenten. Zumindest bei Praktikantinnen.
  • Einzig sie sorgen für ein funktionierendes Versicherungssystem. Ohne sie läge die Lebenserwartung bei weit über 100 Jahren und keine Versicherung würde mehr Lebensversicherungen abschließen.
  • Denken wir doch nur an all die berühmten Indianer mit ihrer Friedenspfeife: Sitting Bull, Winnetou, … . Und jetzt sind sie alle tot.
  • Hat Britney Spears jemals öffentlich geraucht? Nein. Ist sie in der Gesellschaft akzeptiert? Nein. Sehen Sie?
  • Raucher haben immer Zeit für eine Zigarette, wenn sie eine brauchen. Wenn ich jedes Mal einen Lehrer hätte, wenn ich was lernen will … rein hypothetisch natürlich.
  • Raucher sind die besten Wissenschaftler. Sie haben das einzig wirksame Mittel gegen Passivrauchen gefunden.
  • Diese Leute haben einfach ein unglaubliches Selbstbewusstsein. „Natürlich weiß ich, dass ich daran sterben werde. Du wirst vielleicht gar nicht wissen, woran du sterben wirst!“ Das ist dann doch ganz schön beunruhigend.
  • Sie fangen an zu rauchen, ohne einen bestimmten Grund zu haben. Jeder Lehrer betet dafür, dass sie das gleiche Interesse für seinen Unterricht haben.
  • Jeder würde protestieren bei dem Gedanken, in eine kleine Ecke gesteckt zu werden. Die Raucher dagegen kämpfen regelrecht für ihre Raucherecke.
  • Stellen Sie sich nur eine wunderbar gebaute Frau mit einer Zigarre im Mund vor. Boah! Jetzt muss man nur noch versuchen, den Reizhusten zu unterdrücken.
  • Raucher haben ja so recht: Man muss alles einmal ausprobiert haben. Genau! Und morgen lass ich mein Flugzeug abstürzen.

Sicherheitshalber sollte ich es erwähnen, einfach weil 110% der Menschen unserer Schule rauchen: Dieser Artikel zielt gegen niemanden persönlich, nur gegen die an sich völlig irrationale Handlung des Rauchens. Und falls Sie die Ironie in den oberen Punkten nicht erkannt haben: das ist natürlich ein weiterer bewundernswerter Nebeneffekt, der das Rauchen mit sich bringt.

Geheime Machenschaften an Berliner Elite-Schule exklusiv aufgedeckt!

April2001

Ein bisschen BILD-Parodie, ein bisschen brutale Realität…

Wahrscheinlich das einzige Mal, dass ich Schulinterna und blödes Rumgeschreibe vereinen konnte.

Geheime Machenschaften an Berliner Elite-Schule exklusiv aufgedeckt!

In letzter Zeit erschütterte eine Welle roter Gewalt das Leben an der Oberschule an der Weide. Wie nie zuvor gelang es den Drahtziehern der Aktion ihre Aktion so geheim wie nur möglich zu halten.
Schon vor einiger Zeit fiel die mutmaßliche Musiklehrerin (Name ist der Redaktion bekannt) mit ihrem ziemlich eigenwilligen Aussehen auf. Sie färbte, ob Absicht oder Unfall sei dahin gestellt, ihre Haare mit einem fast schon signalfarbigen Rot. „Aha“, dachte ganz Berlin, mehr aber erst einmal nicht.

Doch nun folgte die eigentliche Fast-schon-Sensation. Denn wollte die einzige Musiklehrerin dieser vom Schicksal gezeichneten Schule (Name, wie bereits gesagt, der Redaktion bekannt) verständlicherweise auf sich und ihr Fach aufmerksam machen (Werbetext des Haarfärbemittels: „Machen Sie auf sich und Ihr Fach aufmerksam!“), färbte auch Frau K (Jo, die ihren Namen kennen wir auch) unter bisher nicht geklärten Beweggründen ihre Haare fleckenweise rot.
Frau K (die selbe wie im Satz davor) dürfte sich keineswegs benachteiligt fühlen, schließlich ist sie mit ihren Fächern ausreichend in das Leben dieser Schule integriert. Außerdem darf sie auch mal die Essenaufsicht übernehmen, die eine anerkannte Mutprobe im Kollegium darstellt. Für ihre Rotfärberei gibt es, abgesehen vielleicht von einer verlorenen Wette, keinen vernünftigen Grund. Vielmehr dürfte sie sich mit dieser Tat nur ins Verderben stürzen – bald wird sie das gesamte Lehrerkollegium wohl nur noch mit „Frau Fliegenpilz“ beleidigen. An sich nicht einmal schlecht gewählt – als Biologie-Lehrerin…

Trotz dieser erschütternden Brandmarkung findet sie anscheinend Sympathisantinnen: Schon mit ihrer Ich-teil-euch-zwar-Arbeitsblätter-aus-nehm-sie-euch-dann-aber-wieder-weg-Aktion sorgte Frau S1 (auch deren Name ist der omnipotenten Redaktion bekannt) für Unverständnis. Und nun haben auch sie und Frau S2 (eine andere, aber trotzdem schuldig) sich zur Rote-Haare-Kampagne bekannt, das aber aufgrund ihrer dunklen Haare kaum erkennbar ist. Ob nun potenzielle Absicht oder nicht – hier können Sie wirklich dem guten Augenmerk der „PeSt“-Redaktion danken.

Soviel an Fakten bisher.

Aber wir wären nicht die Zeitung mit den vier großen Buchstaben, wenn wir nicht schon die Antworten auf alle Fragen hätten. Und auch diesmal hat uns nicht das journalistisch-investigative Naturtalent verlassen. Aber wir sind ja nicht blöd. Also werden wir auch weiterhin zur wissenden Minderheit gehören und das Geheimnis für uns behalten. (Das Ganze hat hoffentlich nichts damit zu tun, dass man bei solchen Schülern graue Haare bekommen soll.)

Das Märchen von Schnuffelbärchen und dem Rüffelschweinchen (zweiter Versuch)

März2001

Die konsequente Weiterentwicklung des 1. Teils: Wieder einige Monty-Python-Bezüge (völlig sinnlose Gespräche, “nudge, nudge”, “Das ist jetzt sehr albern”), aber auch eigene Ideen. Dass der Leser die Handlung so direkt beeinflusst, ist mir auch bis jetzt nicht untergekommen ;)

Und man beachte den Verweis auf Zacharias R., meinen eigenen Auftritt (unter meinem Kürzel 2S) und meine seltsame Affinität zu abstürzenden Flugzeugen einige Monate vor dem 11.9.2001.

Das Märchen von Schnuffelbärchen und dem Rüffelschweinchen (zweiter Versuch)

Werte Leser!

Nachdem es in der letzten Ausgabe zu mehreren Schwierigkeiten mit diesem Artikel kam werden wir es diesmal noch einmal versuchen. Einerseits bearbeitet nun ein anderer Redakteur diesen Artikel, andererseits ist dies auch eine Weltpremiere: Zum ersten Mal dürfen SIE, der Leser, diese Geschichte selbst beeinflussen und somit weitere Probleme vermeiden.

Leser1: Wie soll denn das funktionieren?

Sie haben es eben schon vorgemacht – sich einfach während der Erzählung melden und schon werden Sie interaktiv!

Leser1: Ja schon. Aber eigentlich ist das völlig unmöglich, denn der Artikel wurde schon vor einiger Zeit gedruckt und vor noch längerer Zeit geschrieben. Der Leser kann den Artikel einfach nicht beeinflussen, vollkommen unmöglich eben. Sehen Sie nur mich, ich bin zum Beispiel gar keine reale Person, sondern nur aus den spinnerten Phantasien eines…

Schnauze! Werte Leser, freuen Sie sich nun auf „Das Märchen von Schnuffelbärchen und dem Rüffelschweinchen“!

Leser2: Ist ja toll, das funktioniert ja wirklich! Oh, entschuldigen Sie bitte die Störung!

Das Märchen von Schnuffelbärchen und dem Rüffelschweinchen …

Leser3: Wer hat sich denn diesen bekloppten Titel ausgedacht? Ich will doch stark hoffen, dass die eigentliche Geschichte einen höheren Anspruch aufweist, als dieser Titel vermuten lässt, sonst werde ich nämlich mein Geld zurückfordern.

Doch, doch. Warten Sie’s nur ab.

Also, Es war einmal…

Leser4: Was möchten Sie eigentlich damit ausdrücken? Ist es mehr die formelhaft benutzte Einleitung eines typischen Märchens? Oder vielleicht eher ein Zeugnis dafür, dass Ort und Zeit im Laufe der Zeit verloren gingen, sie aber nicht wichtig für die Geschichte an sich sind? Ist es wohl sogar ein Gleichnis für unser Leben, in dem zu viele Dinge vergehen, als dass man sich ihrer erfreuen, sie überhaupt bewusst erleben kann?

Öh,… ja. Also, Es war einmal eine Königstochter…

Leser5: Eine Königstochter? War sie jung, also nicht älter als 23?

Mmmh. Tja, nehme ich mal an.

Leser5: Und? Hatse schon nen Freund? Na, Sie wissen schon, wissen schon, nudge, nudge.

Nein, noch nicht. Aber…

Leser5: Auf was für Typen stehtse so? Auf son Zacharias R.-Typ?

Ja! Jetzt reicht es aber! Keine weiteren Fragen zu diesem Thema! Also, Es war einmal eine Königstochter,…

Leser6: Ähh,

Was ist denn nun schon wieder?

Leser6: Nee, ich würd jetzt nur gerne mal wissen, was das so für’n König war. War er immer lieb zu seinen Untertanen, hat auch mal Kritik vertragen können und so was eben…

Was soll denn das jetzt?

Leser6: War ja nur ne Frage…

Also, Es war einmal eine Königstochter, die hatte Augen wie…

Leser2: Entschuldigen Sie bitte…

JA?

Leser2: Ich wollte nur mal sagen, dass ich mal aufs Klo muss.

Ja, dann gehen Sie doch. Also,…

Leser2: Ich will ja nur nicht, dass das gleich an die große Glocke gehängt wird, versprechen Sie das?

Ja, ja. Also, Es war einmal eine Königstochter, die hatte Augen wie ein treues Pferd…

Leser7: Es gibt doch gar keine treuen Pferde.

Häh?

Leser7: Ja, die täuschen einem das nur vor, um dann im richtigen Moment zuzuschlagen. Ganz raffiniert, musste ich selbst mal erfahren.

Das war eben ein besonderes Pferd. Also, Es war einmal eine Königstochter, die hatte Augen wie ein treues Pferd und Beine wie ein junger grüner Frosch…

Leser8: Das wirkt wie eine ganz seltsame Mutation. Eigentlich dürfte die aber nicht mehr leben. Ich war da nämlich mal in soner Ausstellung, da waren ganz viele eklige Mutationen ausgestellt. Die sind aber alle schon sehr früh gestorben, weil auch immer lebenswichtige Organe betroffen waren. Hier wäre das schon rein anatomisch…

Leser2: Ich bin wieder da!

Leser8: Ach, vom Klo zurück?

Leser2: Das wollten Sie doch nicht weitererzählen!

Habe ich auch gar nicht. Liebe Leser, habe ich davon erzählt?

Alle: NEIN!

Dann wäre das ja auch geklärt. Also, Es war einmal eine Königstochter, die hatte Augen wie ein treues Pferd und Beine wie ein junger grüner Frosch. Und wie sie so wieder einmal…

2S: Um das ein für alle mal klar zu stellen: Mein Kürzel steht nicht für Sabrina Setlur. Vielen Dank!

(Seufzer) …durch den Schlossgarten hoppelte, da…

Leser1: Ja?

Leser2: Ja?

Leser3: Ja?

Leser4: Ja?

Leser5: Ja?

Leser6: Ja?

Leser7: Ja?

Leser8: Ja?

Nun, was glauben Sie, was passierte da?

Leser9: Da kam ganz plötzlich Rambo und mähte alles nieder. TÄTÄTÄTÄTÄ! Und es stürzte eine Boing ab und explodierte. BUUUHM! Und überall war dieses Blut und…

Och nö, das ist jetzt sehr albern. Sofort aufhören!

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